Der Todesbote

Motoro Mase
Der Todesbote
Ikigami 3

(sfbentry)
Japan, 2007
Carlsen Manga, Hamburg, 01/2013
TB
Manga, Thriller, SF, Mystery, Drama
ISBN 978-3-551-79573-1
Aus dem Japanischen von Hannes Raulf

www.carlsenmanga.de

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Im Namen des ‚Gesetzes für Fortschritt und Wohlstand‘ erhalten alle Japaner im Alter von sechs Jahre zur Einschulung eine Impfung. Nach einer zufälligen Auswahl enthält eine von tausend Impfspritzen eine Nanokapsel, die sich am Herzen festsetzt und irgendwann, sobald der Träger ein Alter zwischen 18 und 24 Jahre erreicht hat, eine Herzarterie zerstört und damit zum Tod führt. Das Ziel dieser Maßnahme ist, dass die Menschen – in Erwartung ihres möglichen Todes – ihr Leben bewusst führen und zu Erhaltung und Wohl der ganzen Gesellschaft beitragen.  Kengo Fujimoto ist einer der Überbringer der Todesnachrichten – der „Ikigami“ -, die jeweils 24 Stunden vor dem Tod den ausgewählten Personen persönlich überbracht werden müssen.

Kapitel 5: „Außer Kontrolle“. Die Kommunalpolitikerin Kazuko Takimoto ist eine … Verfechterin des GFW. Für ihre politische Karriere und den stattfindenden Wahlkampf muss ihre Familie empfindlich zurückstecken. Ausgerechnet ihr Sohn Naoki ist nicht der Vorzeigeschüler, der er, gemäß dem GFW, sein sollte. Stets hat Kazuko ihren Sohn angetrieben, herausragende Leistungen zu bringen – schließlich ist er ihr Sohn –, ihn jedoch ansonsten als Opfer ihrer politischen Ambitionen ignoriert. Über die Zeit hat sich so zuerst Enttäuschung und dann Hass in Naoki aufgebaut. Als er seinen Ikigami erhält, sieht er die Chance, sich an seiner Mutter zu rächen.

Kapitel 6: „Lüge aus Liebe“. Satoshi Iizuka ist ein Nichtsnutz, der seinen Lebensunterhalt mit halbseidenen Geschäften verdient. Seine blinde Schwester Sakura jedoch liebt er über alles, auch wenn er ihr vorlügt, eine gute Arbeit zu haben. Als er seinen Ikigami erhält, sieht er die Chance, einmal etwas Gutes zu tun und Sakura seine Hornhaut zu spenden. Da er jedoch weiß, dass sie das nie annehmen würde, verschweigt er ihr nicht nur den Ikigami, sondern entwickelt einen Plan, wie er seiner Schwester doch helfen kann. Dazu benötigt er auch die Unterstützung von Ikigami-Bote Kengo Fujimoto.

Die beiden hier enthaltenen Kapitel spielen auf unterschiedliche Weise mit den Gesetzen dieser Serie.  In „Außer Kontrolle“ legt es der Ikigami-Empfänger bewusst drauf an, dass seine Familie bestraft wird, sollte er sich nicht kampflos in seinen Tod ergeben.  In „Lüge aus Liebe“ wird erstmals auch Fujimoto selbst in die Ereignisse zwischen Ikigami-Erhalt und Tod hineingezogen. Beide Geschichten verfügen – trotz aller Kürze – wieder über eine sehr plastische und überzeugende Charakterisierung der Protagonisten. Ansonsten würden die Episoden wohl kaum eine solche dramatische Wirkung entfalten.

Kengo Fujimoto ist derweil dabei, eine neue Beratungsstelle für Ikigami-Empfänger und Angehörige einzurichten. Als neue Kollegin begrüßt er die Therapeutin Nanako Kubo, die er im Servicecenter kennen gelernt hat (siehe „Ikigami 2“) und die ihm eine neue Sicht auf seine Arbeit verschafft hat.  Hier werden alle Weichen für eine Romanze gestellt.

Die Zeichnungen sind sehr realistisch und detailliert und spielen gekonnt mit verschiedenen Einstellungen und Perspektiven, um die Wirkung einzelner Szenen zu verstärken.  Wieder bietet „Ikigami“ zwei fesselnde Geschichten, die trotz des bekannten Ausgangs spannend unterhalten.  Außerdem wird das bisherige Konzept der Serie etwas ausgedehnt.

Copyright © 2013 by Huber, Elmar (EH)

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