Die schwarze Göttin

Guy Davis, John Arcudi, Mike Mignola
Die schwarze Göttin
B.U.A.P. 9

CrossCult, Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (April 2011)
ISBN-13: 978-3-942-64929-2
Comic & Mangas
Hardcover, vierfarbig
Umfang 150 Seiten

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wie es ausschaut, ist dies der vorletzte Band. Das könnte auch gut sein, denn die Handlung lässt sich nicht mehr steigern. Alles zielt auf das dicke Ende hin.

Die Kerntruppe der B.U.A.P. ist auf der Suche nach ihrer Mitstreiterin, Liz Sherman, die in dem Vorgänger-Band von einem Magier entführt wurde. Dabei müssen sie auch herausbekommen, mit wem sie es hier als Entführer zu tun haben. Neben dieser sehr persönlichen Geschichte kochen die latenten weltbedrohenden Gefahren hoch. Die „Frösche“, die Krieger aus der erdinneren Hohlwelt und andere Monster suchen die Erdoberfläche heim, haben in Band 8 bereits München zerstört und rücken auch hier massiv an.

Ihr neuer Feind heißt Martin Gilfryd, der im 19. Jahrhundert zum Magier und Wissenden heran reifte. Seine Rolle stellt sich nun im Zuge der Recherchen und seiner Selbstdarstellung, der in Band 9 erfreulicher Weise breiten Raum gewährt wird, als eine ganz andere dar, als zuvor. Er verkörpert ein altes, hyperboreaisches Erbe, will die mysteriöse Vril-Kraft nutzen und ist wohl nicht das weltenzerstörende Monstrum, für das sie ihn halten.

Die Autoren greifen also mal wieder tief in die Neue-Mythen-Hokuspokus-Kiste. Allerdings wird über diese Zusammenhänge, die viel erklären, die auch den Bogen zu einem Urahnen der B.U.A.P, Lobster Johnson, schlägt, eher erzählt. Die eigentliche Handlung beseht – mal wieder, muss ich leider schreiben – aus einer großen Klopperei. Der dramaturgische Aufbau des Buchs ähnelt sehr dem Vorgänger: Anfangs wird viel und oft auch kryptisch erzählt. Schnelle Bild- und Zeitebenen-Wechsel machen den Leser fast nervös. Dann kommt es zu einer großen Schlacht, diesmal wieder im Tibet. Wir sind wieder da, wo es in Band 1 begann; der Kreis schließt sich; noch ein Indiz, dass es nun bald zu ende geht mit der Serie…

Den Leser erwarten also viele Offenbarungen, Erklärungen und Zusammenhänge. Fäden werden zusammen gefügt. Das ist gut so. Am Ende fällt auch eine Entscheidung. Die mag dann noch nicht so sehr überraschen. Wenn der Magier Recht behält, war es ein Fehler, was Abe Sapien und seine Leute taten, aber es war erst mal befreiend.

Interessanter Weise kam mir Abe diesmal wilder und ungestümer, bedrohlicher vor. Das mag aber an der Aura liegen, die Gilfryd umgab. Der Gas-Mann Johann Kraus hatte auch darunter zu leiden, bzw. wurde zum „Täter“, eher wider Willen…

Den Betrachter erwarten im ersten Teil viele Szenenwechsel und dann großartige Schlachtpanoramen. Hier wird diesmal nicht gekleckert, das kann ich schon mal verraten.

In dem Nachwort wird von einem Wrestler aus den 50ern erzählt, der wohl das Vorbild zu Lobster Johnson wurde; recht interessant.

Copyright © 2011 by Thomas Hofmann

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