Don Martin – Die MAD-Werke der Zeichnerlegende (1956 – 1967)

Panini Verlag (Hrsg.)
Don Martin – Die MAD-Werke der Zeichnerlegende (1956 – 1967)
MAD’s Große Meister 1

(sfbentry)
MAD’s Greatest Artists: Don Martin, E.C. Publications, Inc., USA, 2011
Panini Comics, Stuttgart, 11/2012
HC im Format A4
Comic, Humor, Satire
ISBN 978-38620-1444-6
Aus dem Amerikanischen von Mathias Ulinski und Armer Naatz
Titelillustration und Zeichnungen von Don Martin
Mit Vorworten von Hella von Sinnen und John Ficarra

www.paninicomics.de
www.donmartinwebsite.com

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Das „MAD“-Magazin dürfte das bekannteste Satire-Magazin der Welt sein. Seit 1952 erscheint es regelmäßig, anfangs als Parodie auf Superhelden-Comics, bald aber als Magazin, welches jeden Bereich des täglichen Lebens aufs Korn nimmt. Weltbekannt auch das Gesicht des sommersprossigen Jungen mit Zahnlücke, der das „MAD” so unverkennbar macht: Alfred E. Neumann. Doch ein Magazin lebt nicht vom hübschen Cover oder einer Leitfigur, sondern vor allem von seinen Inhalten.

Zwischen 1956 und 1988 lieferte Don Martin Cartoons, die schnell eine immer größer werdende Anhängerschaft fanden. Sein Stil war unverkennbar und sein Humor teils so schwarz, dass er 150 Jahre zuvor Baumwolle gepflückt hätte. Vor allem aber traute sich Martin Dinge, die sich andere Cartoonisten seiner Zeit nicht trauten. Er griff Themen auf, die andere nicht einmal mit glühenden Zangen angepackt hätten – und kam damit durch. Vielleicht war es gerade diese Chuzpe, die ihn so beliebt machte. Im Jahre 1988 trennte sich Don Martin vom „MAD”-Magazine und wechselte im Streit zur Konkurrenz. Im Jahr 2000 trennte sich Don Martin vom Leben, wenn auch unfreiwillig, denn er litt an Krebs, und dieser obsiegte am Ende. Mit Don Martin starb einer der größten Cartoonisten des 20. Jahrhunderts.

Schon vor vielen Jahren stellte das „MAD” seine Zeichnungen zu Büchern zusammen. 2011 packten sie erneut seine Werke zwischen Buchdeckel, und nun, ein Jahr später, dürfen sich auch die deutschen Leser an den gesammelten Witzen, Wortmalereien und Unverschämtheiten erfreuen. In Band 1 werden die Jahre 1956 – 1967 dargeboten. Da Don Martin nicht nur überaus kreativ, sondern auch ebenso fleißig war, füllt diese Sammlung 336 Seiten und kommt als A4-Hardcover daher. Geliefert wird es per Spedition, denn das Gewicht überschreitet mit 9 Tonnen knapp die Höchstgrenze der DHL …

Bevor sich der Leser jedoch an den Cartoons des Meisters erfreuen darf, stimmen ihn zwei Vorworte ein. Zum einen das von John Ficarra, der bekanntlich seit 1894 für das „MAD“-Magazine in den USA arbeitet. Pardon, gemeint ist 1498 … Zum Zweiten ist da noch das lange und launige Vorwort von Hella von Sinnen, die so mancher sehr schätzt (Wäre ich eine Frau und sie, was sie ohnehin ist, ich hätte ihr schon vor Jahren meine unsterbliche Liebe gestanden; damals, als sie unsere Lachmuskeln mit „Alles Nichts Oder?!“ reizte.). Auch im vorliegenden Fall enttäuscht sie die Leser nicht, so dass der Text eine echte Bereicherung darstellt.

Die unzähligen Cartoons, um die es schließlich geht, kommen in guter Qualität daher. Erstaunlich dabei ist, wie aktuell viele von ihnen auch heute noch erscheinen. Das zeigt wahlweise, dass Don Martin Werke für die Ewigkeit schuf, oder aber, dass wir uns seit Jahrzehnten nicht mehr weiterentwickeln. Man möchte lieber an Ersteres glauben … Das Buch macht einen insgesamt hochwertigen Eindruck und sieht im Regal einfach toll aus. Den Versuch, es im Bett zu lesen, sollte man jedoch aufgrund der Größe und des Gewichts lassen (Ich versuchte es und erschlug dabei aus Versehen meine neben mir schlummernde Frau. Lassen Sie sich das also eine Mahnung sein, ich habe sie sehr geliebt!).

Ein grandioses Buch, das nicht nur Fans des „MAD“-Magazins die Freudentränen in die Augen treiben dürfte (Und nun entschuldigen Sie mich, ich muss da … etwas vertuschen …)!

Copyright © 2013 by Gunter Arentzen (GA)

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