Exogen

Marc Guggenheim
Exogen
X-Men Sonderband 4

X-Men (2013) 18 – 22: Exogenous, Part 1 – 4 + Conclusion, Marvel, USA, 2014/15
Panini Comics, Marvel Deutschland, Stuttgart, 07/2015
PB, Comic, Superhelden, SF, Action, Urban Fantasy, Horror
ISBN 978-3-95798-577-4
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Petz
Titelillustration von Terry Dodson, Rachel Dodson
Zeichnungen von Harvey Tolibao, Dexter Soy, Ed Tadeo, Craig Yeung, Norman Lee, Scott Hanna, Paul Mounts

www.paninicomics.de
http://terrydodsonart.com
http://harveytolibao.deviantart.com
http://nefar007.deviantart.com/
www.edtadeo.com
http://edtadeo.deviantart.com
http://csyeung.deviantart.com
www.paulmounts.com

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In die Hände der Organisation SWORD fällt eine Shi’ar, die hilflos im All treibt: Deathbird konnte von einem Gefängnisplaneten fliehen und ist überdies schwanger! Special Agent Abigail Brand bittet die X-Men um Unterstützung, da ihre eigenen Telepathen Probleme haben, Deathbirds Gedanken zu lesen und man zu wenig Erfahrung hat, um ihr medizinisch zu helfen. Für Rachel Grey, die durch Deathbirds Ehe mit Vulcan zu deren Nichte wurde, stellt dies eine große Belastungsprobe dar, denn die Begegnung bringt grausame Erinnerungen zurück, nämlich an die fast vollständige Auslöschung der Familie Grey durch die Shi’ar, welche auf diese Weise die Rückkehr der Phoenix-Macht verhindern wollten.

Die X-Men erfahren, dass Deathbird etwas Schreckliches zugestoßen ist und verfolgen ihre Spur zurück zu einem aus toten Acanti geschaffenen Raumschiff. Unterwegs stoßen sie auf Shi’ar, die nach Deathbird suchen. Alles wird noch schlimmer für Rachel, weil deren Anführer ausgerechnet jener ist, der das Massaker an ihrer Familie zu verantworten hat. Sie entdecken ein furchtbares Geheimnis und bekommen es mit einer Überzahl bizarrer Angreifer zu tun. Rachel muss sich entscheiden, ob sie D’keth aus deren Klauen rettet oder ihn ihrem Rachewunsch opfert. Unterdessen tobt auf Peak ein heftiger Kampf ums Überleben. Nicht nur attackieren dieselben Kreaturen, die in dem Acanti-Schiff entdeckt wurden, das orbitale HQ von SWORD, sondern einer der Agenten erweist sich außerdem als Verräter, der auf Befehl seine Kameraden ermorden soll.

Nachdem Marc Guggenheim Brian Wood als Autor ablöste, verlagert sich die Action von der Erde in den Weltraum, sodass die weiblichen Mitglieder der X-Men – Storm, Rachel Grey, Psylocke, Jubilee, M und Dr. Cecilia Reyes – ein echtes SF-Abenteuer erleben.

Die Handlung konzentriert sich auf zwei Schauplätze: Auf Peak kämpft ein Teil des Teams gegen einen bis dahin unbekannten Feind um das eigene Leben sowie um das von Deathbird und darum, den Absturz der Station zu verhindern. Lichtjahre entfernt davon deckt die andere Gruppe auf, was Deathbird widerfahren ist und wer die Angreifer ausgesandt hat. Daran, dass sich die X-Men und ihre Verbündeten behaupten, besteht freilich kein Zweifel. Interessanter noch als die vordergründige, sehr spannende Handlung sind jedoch das komplizierte Familiengeflecht der Greys und die Einzelschicksale der Familienmitglieder.

Nachdem Jean Grey vom Phoenix besessen war und unter seinem Einfluss unzählige Leben vernichtete, gerieten auch ihre Angehörigen in den Fokus der Shi’ar. D’keth riet, die ganze Familie auszulöschen, in der Hoffnung, dass es nun für den Phoenix keinen reizvollen Avatar mehr geben würde – was nicht funktioniert hat, wie man als treuer Leser weiß. Der Mord wurde nie gesühnt, und Rachel leidet immer noch unter der traurigen Erinnerung, die ebenso wie Deathbirds jüngste Vergangenheit in Rückblenden aufgerollt wird. Wie bei solchen Konflikten üblich muss Rachel ihren Kummer und ihre Wut überwinden, um besser zu sein als D’keth und zu beweisen, dass es immer eine Lösung gibt, die sinnvoller ist als der Tod.

Ob und wann die Storyline weiterverfolgt wird, bleibt abzuwarten. Nicht alle Fragen wurden beantwortet, beispielsweise die, wer die Hintermänner der skrupellosen Wissenschaftlerin Sharada sind und was Deathbirds Baby erwartet. Illustriert wurde die relativ in sich abgeschlossene, aus fünf Episoden bestehende Story von Harvey Tolibao und Dexter Soy, die sich mehr oder weniger die verschiedenen Schauplätze teilen. Auch wenn sie keinen einheitlichen Stil haben, sind die Unterschiede nicht so gravierend, dass man sich daran stören würde. Beide liefern eine solide, detailreiche und sehr gefällige Arbeit, die man gern etwas länger betrachtet, um all die Einzelheiten aufnehmen zu können. Kurz und bündig: Was Story und Zeichnungen angeht, ein durch und durch klasse Comic, wie man ihn sich nur wünschen kann!

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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