Fall in Love Like a Comic! 1

fall-in-love-like-a-comicChitose Yagami
Fall in Love Like a Comic! 1

(sfbentry)
Manga Mitai na Koi Shitai! 1, Japan, 2003
Carlsen Manga, Köln, 03/2009
TB, Manga, Romance, Comedy, Fantasy
ISBN 978-3-551-79151-1
Aus dem Japanischen von Dorothea Überall

www.carlsenmanga.de
http://chitose5.fc2web.com/

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Chitose Yagami debütierte 2001 mit „Magical ☆ Project“, das als Bonus-Story in dem vorliegenden Manga enthalten ist. „Fall in Love Like a Comic!“ erschien 2002 und bekam 2004 ein Sequel, „Zoku Manga Mitai na Koi Shitai!“, das Ende Juli 2010 unter dem Titel „Fall in Love Like a Comic! 2“ nachfolgen soll. In Deutschland ist Chitose Yagami noch unbekannt, doch dürfte ihr Stil sehr jungen Leserinnen gefallen, die z. B. die Serien von Haruka Fukushima („Zaubernüsse für Natsumi“), Tsubaki Nakashima („Chu Chu Chu“) oder Mayu Sakai („Rockin’ Heaven“) mögen. Die Mittelschülerin Rena hütet ein großes Geheimnis, das nur ihre beste Freundin Yumi kennt: Sie zeichnet romantische Shojo-Mangas für ein renommiertes Magazin. Zufällig kommt der Mädchenschwarm Okita dahinter. Um ihn zum Schweigen zu bringen, wird Rena seine Freundin. Schon bald kommt sie sich vor, als wäre sie eine Figur aus einem ihrer Mangas, denn Okita ist so nett, wie die Jungen, die sie beschreibt. In der Redaktion merken alle, dass Rena einen Freund hat, denn die neuen Kapitel ihrer Serie sind deutlich besser geworden.

Rena lernt aber auch die Schattenseiten einer solchen Freundschaft – von Liebe möchte sie nicht reden – kennen, denn ein Mädchen, das sie beneidet, hetzt ihr einige Schläger auf den Hals. Aber es kommt noch schlimmer: Rena beobachtet Okita mit einem sehr hübschen Mädchen. Beide scheinen sehr vertraut. Das macht ihr klar, dass sie sich längst in Okita verliebt hat. Glücklicherweise entpuppt sich alles als ein Missverständnis, und Rena erlebt eine dicke Überraschung. Die Verfilmung von Renas Manga bringt das nächste Problem mit sich. Für die männliche Hauptrolle wird ein Darsteller gesucht, und sie selber schägt Okita vor, der eigentlich kein Interesse hat, aber ihr zuliebe zusagt. Was Rena nicht bedacht hat, ist, dass Okita auch Kuss-Szenen mit seiner populären Partnerin hat und die Öffentlichkeit in ihnen das ideale Traumpaar sieht …

Yuzu besucht eine Zauberschule. Als Hausaufgaben bekommen alle auf, ein Tier in einen Mensch zu verwandeln. Am liebsten würde Yuzu ihren Wolf Rou in einen Jungen umwandeln – aber es klappt nicht, und der Welpe scheint auch nicht zu wollen. Warum? „Fall in Love Like a Comic“ schildert nur am Rande den Stress, dem Mangaka ausgesetzt sind. Viel mehr geht es um Rena und Okita, die per Zufall zusammenkommen und sich ineinander verlieben. Während Okita genau weiß, was er will und dafür Einiges in Kauf nimmt, braucht Rena länger, um sich über ihre Gefühle klar zu werden. Dass sie Okita verletzt, weil sie ihn zunächst benutzt, um Erfahrungen für ihre Mangas zu sammeln, und oft nicht an die Konsequenzen ihres Handelns denkt, wird ihr jedoch schnell genug bewusst, so dass das Happy End nicht wirklich in Gefahr gerät.

Dasselbe gilt für die davon unabhängige Fantasy-Story um eine junge Zauberschülerin, die ihren Wolf in einen hübschen Jungen verwandeln will. Rou befürchtet, dass er in seiner alternativen Gestalt Yuzu nicht gefallen könnte. Erst muss etwas passieren, damit das Mädchen erkennt, dass es keine Rolle spielt, wie Rou aussieht, wenn er nur bei ihr ist. Dass das Aussehen nicht alles ist, dass man einen Jungen (oder ein Mädchen) nicht mit einem Traumbild vergleichen oder benutzen sollte, sind Messages, die leider untergehen im heiteren Liebes-Klamauk. Tief schürfende Aussagen sind auch nicht das Anliegen des Mangas, der Mädchen ab 10 Jahre unterhalten möchte. Das gelingt fraglos, zumal die Zeichnungen ansprechend sind und den Nerv der Zielgruppe treffen. Der Stil, die Kostüme und Frisuren der Schülerinnen erinnern zudem etwas an Clamps „Card Captor Sakura“ (Japan, 1996 – 2000).

Für reifere Leserinnen dürfte „Fall in Love Like a Comic!“ zu süß-naiv sein und zu viel Klamauk beinhalten, aber Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren werden bestens unterhalten, da ihre Bedürfnisse vollauf Erfüllung finden dank einer heiteren Story und niedlicher, sympathischer Protagonisten.

Copyright © 2010 Irene Salzmann (IS)

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