Faster than a Kiss 9

Meca Tanaka
Faster than a Kiss 9

(sfbentry)
Kiss yori mo Hayaku 9, Japan, 2011
Tokyopop, Hamburg, 04/2012
TB, Manga, Romance, Comedy
ISBN 978-3-8420-0309-5
Aus dem Japanischen von Kenichi Kusano

www.tokyopop.de

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Nun sind Kazuma und Fumino schon über ein Jahr verheiratet, um dem kleinen Bruder des Mädchens die Eltern zu ersetzen. Die beiden sind zwar bis über beide Ohren ineinander verliebt, aber da sie nach wie vor Lehrer und Schülerin sind, ist zwischen ihnen noch immer nichts passiert. Hinzu kommt, dass Fumino hin und her gerissen ist zwischen ihren Sehnsüchten und einem Gefühl der Peinlichkeit, sich mit diesen Wünschen auseinanderzusetzen. Auch im neunten Band kommt das junge Paar keinen Schritt weiter, denn Kazuma würde seine Stelle verlieren, wäre das Eheleben plötzlich kein Geheimnis mehr und der letzte Schritt getan. Schon mehrmals sind sie an der Entdeckung ganz knapp vorbei geschrammt, und es wissen bereits zu viele Leute davon.

Zu diesen gehört Kazumas Halbbruder Shoma, der Fumino ablehnt, weil er glaubt, sie habe sich bloß ins gemachte Nest setzen wollen, doch längst empfindet er mehr für sie als gut ist. Dadurch stürzt er Fumino immer wieder in Gewissenskrisen, denn einerseits will sie Shoma auf Distanz halten, andererseits möchte sie das komplizierte Verhältnis zwischen den Brüdern nicht noch mehr belasten, indem sie Kazuma um Hilfe bittet. Ein mysteriöser Brief liegt ihm ohnehin schon schwer auf der Seele. Fumino weiß bloß, dass es etwas mit der Vergangenheit zu tun hat, über die Kazuma ungern, eigentlich gar nicht redet. Natürlich verspricht er, alles zu enthüllen, wenn die Zeit reif ist – aber ist sie es auch, als die zwei einen Abhang hinabstürzen und leicht verletzt auf ihre Retter warten müssen?

Wer „Faster than a Kiss“ bis zum neunten Band folgte, wird sicher auch die übrigen Teile nicht missen wollen, denn bis zum zwölften und letzten Tankobon dauert es nicht mehr lange. Eine unvollendete Serie im Regal – das geht einfach nicht. Man muss sich aber wirklich dazu durchringen, denn es gibt viele Love-Comedies für junge Leserinnen, die ähnliche Storys erzählen und dabei sowohl mit spannenderen Konflikten als auch hübscheren Zeichnungen aufwarten. Die Probleme, die die Hauptfiguren Kazuma und Fumino lösen müssen, sind schon zu simpel, meist hausgemacht und übertrieben, ferner nahezu identisch. Alle Ansätze, etwas ernsthafter damit umzugehen, versacken im Klamauk wie den Cosplay-Allüren von Kazuma, der Zuckerbrot-und-Peitsche-Ehe, der er Fumino aussetzt, und den Banalitäten, die übersteigert den Alltag prägen.

Die Illustrationen sind zuckersüß, vor allem wenn Teppei in Cosplay-Outfits auftritt, oder tendieren zu superdeformierten Abbildungen, um Verlegenheit, Schreck, Zorn oder andere intensive Gefühle auszudrücken. Das geht zwar Hand in Hand mit dem Ton der Geschichte – aber das ist wahrlich nur ein Fall für ein ganz junges Publikum, das selber noch überreagiert und viel kichert, wenn das andere Geschlecht ins Spiel kommt. Reifere Leser sind eher früher als später genervt, weil es keine Weiterentwicklung gibt.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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