Franka 20 – Die weiße Göttin

Henk Kuijpers
Die weiße Göttin
Franka 20

(sfbentry)
De wiite godin, Niederlande, 2009
EPSILON Verlag, Pinneberg, 1. Auflage: 12/2009
SC-Album, Comic, Krimi, Funny, Drama
ISBN 978-3-86693-041-4
Aus dem Holländischen von N. N.
Titelillustration und Zeichnungen von Henk Kuijpers, Farben von Studio Leonardo

www.epsilongrafix.de/
www.franka.nl/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Eigentlich klang der Auftrag gar nicht übel: Auf Kosten ihrer Freundin Laura Lava sollte Franka sich einige schöne Tage in der Türkei machen und „das Schwert von Iskander“ (Bd. 19) beschaffen, eine wertvolle Antiquität, mit der die Designerin der Einrichtung der Yacht des Milliardärs Alexander Karat den letzten Pfiff verleihen will. Aber stattdessen geht alles schief. Diejenigen, die mit dem Job zu tun haben, sterben – und auch Frankas Freund Rix, der ihr folgte, wird ermordet.

Laura, die ihrer Freundin in dieser schweren Zeit beistehen möchte, ahnt nicht, dass Alexander, mit dem sie bereits Heiratspläne schmiedet, seine Hände im Spiel hat und eine Killerin auf Franka, die herausfinden will, warum Rix sterben musste, ansetzt. Tatsächlich ist Franka Alexander bereits auf den Fersen – aber kann sie auch die Mörderin, die ihr Vertrauen zu erschleichen versucht, austricksen? Nahtlos knüpft „Franka 20 – Die weiße Göttin“ an den vorherigen Band, „Das Schwert von Iskander“, an, führt die Handlung jedoch nicht zu Ende. Die letzten Antworten wird vielleicht Bd. 21, „Die silberne Flamme“, geben.

Frankas Traum von der großen Liebe und einer glücklichen Zukunft ist wie eine Seifenblase geplatzt, denn Rix wurde auf brutale Weise ermordet. Obwohl zum Schluss gewisse Differenzen einen Schatten auf ihre Beziehung geworfen hatten, trauert Franka aufrichtig und will wissen, wer dahinter steckt und warum. Geht es wirklich nur um eine wertvolle Antiquität? Nach einer kurzen Auszeit im Haus ihrer Familie beginnt Franka zu recherchieren und stößt auf erste Hinweise. Wie soll sie Laura erklären, dass der Mann, den sie heiraten möchte, ein Verbrecher ist? Je mehr Franka herausfindet, umso gefährlicher wird es für sie selbst, denn Alexander heuert eine Killerin an. Man nimmt nichts vorweg, wenn man verrät, dass Franka ihrem Schicksal entgeht – entscheidend ist das Wie -, schließlich steht noch ein Band aus.

Wieder sind die aufwändigen Zeichnungen von Henk Kuijpers, die mit der Story Hand in Hand gehen, eine wahre Augenweide, vor allem die Hintergründe: exotische Landschaften und das Meer, präzise gezeichnete Gebäude, Wohnungseinrichtungen und Fahrzeuge. All das wirkt sehr realistisch, während die Figuren comichaft anmuten. Man muss nicht die ganze Serie kennen, um sich in „Franka 20“ zurechtzufinden. Zwar gibt es immer wieder Anspielungen auf vergangene Abenteuer, und auch Charaktere aus diesen haben kleine und große Auftritte, aber sie sind dezent und sinnvoll eingebunden, so dass ein Quereinsteiger nicht verwirrt wird und treue Leser einen kleinen Aha-Effekt erleben.

Allein Bd. 19 sollte man für das bessere Verständnis gelesen haben, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen – und das Finale wird man gewiss auch nicht verpassen wollen. Die Trilogie ist spannend, wartet mit vielen Überraschungen und detailreichen Zeichnungen auf, die man gern länger betrachtet. Mag man pfiffige Krimis, sollte man „Franka“ eine Chance geben.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Comments

  1. Ich habe erst gedacht, ich hätte meine Brille nicht auf, so unscharf ist das Cover. Warum habt ihr so schlechte Abbildungen?

  2. Hallo Karin,

    mit deinen Augen ist alles in Ordnung. Wir verwenden i.d.R. Cover aus dem offiziellen Buchhandel, manchmal auch direkt von den Verlagen. Leider sind bei manchen Verlagen die (Website)Vorlagen so winzig, dass sie auch bei geringer Vergrößerung etwas leiden. Aber Hauptsache, man kann das Buch damit identifizieren.

    Aus rechtlichen Gründen kann man im Netz nicht so einfach ein Cover aus irgendeiner Quelle holen, da selbst eine Privatperson, die ein Buch z.B. unter Amazon zum Verkauf stellt, auf das von ihr eingescannte Cover Bildrechte besitzt. Eigentlich Blödsinn, da die Privatperson das Cover ja nicht gezeichnet oder gestaltet hat, sondern nur kopiert. Aber eben auf dem eigenen Scanner. Das ist erlaubt und ergo hat sie damit auch die Rechte darauf. Punkt.

    Da wir eine seriöse Seite sind, verwenden wir eben nur offizell zugängliche – VON DEN VERLAGEN UND VOM BUCHHANDEL FREIGEGEBENE – Cover.

    Aber von rnd 2.500 Cover – und Rezis – die wir hier präsentieren, sind weniger als 1% so schwach auf der Brust. Und das liegt eben nicht an uns, sondern am Angebot.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Wäre es da nicht besser, das Cover kleiner abzubilden, damit die Schärfe wieder drin ist?

  4. In Briefmarkengröße?

    Ne, soll so gut sein. Kommt ja nur sehr selten vor.

    mgg
    galaxykarl 😉

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