Geboren zum Töten

Peter J. Tomasi
Geboren zum Töten
Batman und Robin 1

Batman & Robin 1 – 8:
Born to kill/Bad Blood/Knightmoves/Matter of trust/Mutinear/The real me/Driven/Born to Kill: Black Dawn
(Batman und Robin 1 – 8: Geboren zum Töten/Böses Blut/Schachzüge/Vertrauensfrage/Meuterer/Mein wahres Ich/
Getrieben/Geboren zum Töten: Schwarze Dämmerung)
DC, USA, 2011/12
Panini Comics, Stuttgart, 09/2012
PB, Comic, Superhelden, Action
ISBN 978-3-86201-448-4
Aus dem Amerikanischen von Steve Kups
Titelillustration von Patrick Gleason, Mick Gray und John Kalisz
Zeichnungen von Patrick Gleason

www.paninicomics.de
https://twitter.com/peterjtomasi
http://patrickgleasonart.blogspot.de/
http://patrickgleason.tumblr.com/
http://mickgray.net

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Damian und Bruce Wayne sind zwar als Team auf den Straßen von Gotham  unterwegs, doch könnten ihre Meinungen über den Umgang mit Verbrechern kaum gegensätzlicher sein. Während Batman stets seinem Grundsatz folgt, niemanden zu töten, existiert für Damian, der im Auftrag seiner Mutter Thalia al’Ghul seit frühester Kindheit für den Kampf konditioniert und zu einer wahren Killermaschine ausgebildet wurde, keine moralische Grenze. Als plötzlich ein Schurke namens Nobody in Gotham auftaucht, der es auf die Mitglieder von Batman Inc. und auch auf Batman selbst abgesehen hat, mit dem er noch eine Rechnung offen hat, eskaliert die Situation. Denn unter Nobodys Rüstung steckt Morgan Ducard, der Sohn von Henry Ducard, der Bruce Wayne einst in der Menschenjagd ausgebildet hat und von dem er sich im Streit getrennt hat. Schon damals versuchte Morgan, Bruce Wayne zu töten. Und heute gelingt es ihm, durch geschicktes Taktieren, die Kluft zwischen Vater und Sohn noch zu vergrößern.

Mit dem Neustart des DC-Universums, den „New 52“, übernimmt Autor Peter J. Tomasi die Serie „Batman und Robin“, die ursprünglich für Grant Morrison, den Erfinder von „Batman Inc.“ und geistigen Vater von Damian Wayne, gelauncht wurde. Sehr schön arbeitet Tomasi heraus, wie wackelig und fragil die Situation zwischen Batman und Robin ist. Sind doch Damian und Bruce Wayne nicht nur Lehrer und Schüler, sondern auch Vater und Sohn, was für jeden von ihnen die eigentliche Herausforderung bedeutet. In diese Kluft drängt sich nun Morgan „Nobody“ Ducard, der in Wayne Junior ein probates Mittel sieht, sich an Bruce Wayne zu rächen, indem er ihn seinem Vater entfremdet und zum Töten verführt. Ein Drang, den Damian unter Batmans Aufsicht nur schwer unterdrücken kann. So wird Damian als tickende Zeitbombe mühsam unterdrückter Wut gezeichnet, die trotz der langsamen Annäherung an Bruce Wayne stets einen Rest an Zweifel beim Leser lässt. Überhaupt erweist sich der Autor als Meister der Zwischentöne, der damit eine großartige Spannungsebene zwischen den Figuren aufbaut. Um Damians Vertrauen und Verständnis zu gewinnen, muss Bruce Wayne schließlich offenlegen, was zwischen ihm und den Ducards vorgefallen ist.

Mit der Einführung von Henry Ducard, der – ausgestattet mit einer Art „Predator“-Rüstung – Jagd auf die Mitglieder von Batman Inc. macht, ergeben sich hier gleich mehrere Spannungsfelder, die sich gegenseitig überschneiden und dieses Abenteuer zu einem großartigen Einstieg in den Neustart der Serie machen. Dabei stehen Spannungen zwischen den sich beständig reibenden Charakteren mindestens gleichwertig neben der perfekt inszenierten Action, die die Serie liefert. Bereits in diesen ersten Nummern geht „Batman und Robin“ aus dem Stand los wie die Feuerwehr. Peter Tomasi liefert eine brillante Mischung von Action- und Charaktermomenten ab, die nicht nur vom sich entwickelnden Verhältnis zwischen Vater und Sohn leben, sondern auch von Batmans eignen Dämonen der Vergangenheit.

Patrick Gleason macht aus dieser Mischung ganz großes düsteres Kino mit Bildern, die fast an die Arbeit Greg Capullo („Batman“, „Spawn“) heranreichen. Dass die Seitenhintergründe überwiegend schwarz gehalten sind, tut ein Übriges, die Serie schön düster zu halten. Dass in dem Paperback ganze 8 US-Ausgaben enthalten sind, die insgesamt eine solch geniale und runde Story bieten, ist dann nur noch das i-Tüpfelchen dieses perfekten Neustarts.

Zusätzlich zu seiner neuen Rolle als Vater einer Killermaschine macht ein neuer ‚alter‘ Gegner Batman das Leben schwer. Ausgefeilte Charaktere, eine packende Storyline und ein brillant düsteres Setting machen „Geboren zum Töten“ zu einer runden Sache. So muss moderne Comicunterhaltung aussehen.

Copyright © 2015 by Elmar Huber (EH)

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