Hades-Syndrom 2: Infiltration

Michael Feldmann
Hades-Syndrom 2: Infiltration

THENEXTART-Verlag, Chemnitz, 1. Auflage à 400 Ex. + 100 Ex. Variant: 10/2008
Comic-Heft, Endzeit-SF, Splatter, Erotik, 978-3-939400-16-5, 28/500
Titelillustration von Michael Feldmann
Titelillustration von Michael Feldmann, Backcover von Alexander Paskal

www.thenextart.de
www.feldmanncomics.de

Deutschland 2038: Nach dem 3. Weltkrieg teilt eine Mauer das Land in eine letzte Enklave des Wohlstands, die umgeben ist von einer Zone der Armut und Anarchie. Nuke und Dodo, die sich den Unmut der Drogenmafia zugezogen haben, nehmen notgedrungen Kontakt zu einer Schleuserbande auf, die ihnen helfen soll, in das vermeintliche Utopia zu fliehen.

Schon bald müssen die beiden feststellen, dass dieses Unternehmen noch gefährlicher ist, als sie befürchtet haben. Niemandem dürfen sie vertrauen, denn praktisch jeder ist auf seinen eigenen Vorteil bedacht und käuflich – und nicht nur die Drogenmafia hat einen langen Arm. Tatsächlich ahnen Dodo und Nuke nicht, dass sie bloß benutzt werden und eine tödliche Falle auf sie wartet…

Nachdem Bd. 1: „Grenzgebiet“ das Setting und die Hauptfiguren vorstellte, konzentriert sich „Infiltration“ auf den Fortgang der Handlung. Die Geschichte geht darum auch – nach einer kurzen Zusammenfassung des bisherigen Geschehens – nahtlos weiter: An der Grenze verstecken sich Nuke und Dodo vor einer Patrouille in einem Keller, der bereits anderen als Zufluchtsort dient und die nun zu Opfern eines Massakers werden. Nach einer Verschnaufpause dringen die Flüchtlinge mit Hilfe von Tricks und Waffengewalt weiter vor und glauben schließlich, dass sie es geschafft haben, aber…

Wieder endet die Story mit einem Cliffhanger, der nichts Gutes verheißt. Möchte man erfahren, wie es weitergeht, wird man einiges an Geduld brauchen, denn die aufwändigen Illustrationen erfordern Zeit (zwischen Bd. 1 und 2 verging ein Jahr).

Die Kolorierung der Bilder ist sehr gut gelungen, düster und dem Thema angepasst. Erwähnenswert ist außerdem das sehr gefällige Backcover von Alexander Paskal. Bei den Motiven beweist Michael Feldmann Mut, auch Dinge zu zeigen, die sonst meist ausgeklammert werden, wie z. B. der Frontalblick auf den nackten Nuke. Allerdings ist die Art und Weise, wie unbekleidete Körper, Sex, Gewalt und Tod dargestellt werden – keineswegs verherrlichend, aber sehr drastisch -, nicht unbedingt nach jedermanns Geschmack.

Durch plakativen Splatter und Sex werden leider die sozialkritischen Untertöne, die in Bd. 1 mitschwangen, nahezu ausgemerzt. Auch die Charaktere entwickeln sich nicht weiter, sondern bleiben unsympathische Außenseiter mit kriminellem Hintergrund, die nicht minder gewalttätig sind als ihre Gegenspieler.

Eine Comic-Serie, von der ein Heft à 28 Seiten pro Jahr erscheint, kann natürlich keine so komplexe Handlung bieten wie eine Reihe, die in kurzen Abständen oder/und mit größerem Umfang produziert wird – und die Zielgruppe erwartet mehr als eine Dystopie mit mehr oder minder versteckter Kritik am System.

„Hades-Syndrom“ wendet sich eindeutig an männliche Leser ab 18 Jahren, die Endzeit-SF, Splatter und Sex zu sehen wünschen und dafür bereit sind, Abstriche beim Plot und den Charakteren hinzunehmen. (IS)

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Hades-Syndrom: Teil 2: Infiltration

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