Hägar der Schreckliche

Dik Browne
Hägar der Schreckliche

Gesamtausgabe 4: Sonntagsstrips 1973 – 1979
Hägar the Horrible, USA, 2008
Egmont Ehapa, Köln, 1. Auflage: 8/2008
HC, Ehapa Comic Collection, Funny, Satire
ISBN 9783770431502
Aus dem Amerikanischen und Vorwort von Michael Bregel
Titelillustration von Dik Browne
www.ehapa-comic-collection.de
www.chrisbrowne2.blogspot.com/
http://thehistorylesson.blogspot.com/
www.kingfeatures.com/features/comics/hagar/about.htm
www.toonopedia.com/hagar.htm

Das Ansehen von Dik Browne, dem Schöpfer von „Hägar dem Schrecklichen“, als Cartoonist war so groß, dass die Serie – anders als die meisten Comicstrips, die in Tageszeitungen gestartet wurden und sich für die Sonntagsausgabe ‚hoch dienen’ mussten – am 4. Februar 1973 auf einer Sonntagsseite ihr Debüt feierte! Im Gegensatz zu den Strips in den Tageszeitungen, für die stets eine Zeile vorgesehen ist, plant man im Sonntagsblatt drei Zeilen ein. Da natürlich nicht alle Zeitungen dieselben Strips bringen oder sich vorbehalten, sie nach Belieben zu kürzen und zusammen zu schneiden, bürgerte es sich ein, für die erste Zeile, die bei „Hägar“ stets aus dem Titelpanel (ab 1976 wurde zu Hochformat mit einem schmalen Titelzug gewechselt) und ein bis zwei Bildern besteht, so genannte ‚Throwaway-Panels’ (‚Wegwerf-Bilder’) zu konzipieren, ohne die der Comicstrip genauso gut funktioniert.

Im vorliegenden Sammelband findet man die kompletten Strips, einschließlich der ‚Throwaway-Panels’, im gängigen Quer- und Zeilenformat, dem sich auch das Buch angepasst hat. Wer genau liest, wird feststellen, dass es der ersten ein, zwei Bilder tatsächlich nicht bedarf, um der kleinen Geschichte folgen und ihre Pointe verstehen zu können. Den Künstlern wurde und wird für die Sonntagszeitung sehr viel Kreativität abverlangt, um die Strips so aufzubauen, dass die Redaktionen praktisch nach Belieben mit ihnen verfahren können, ohne dass der Inhalt dadurch verliert.

Die Storys sind, auch wenn ihnen hier mehr Platz zugestanden wird, nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur etwas anders aufgebaut, ausführlicher, man kann durchaus etwas weg lassen, während die einzeiligen Strips die Aussage in wenigen Panels gezielt auf den Punkt bringen müssen. Die Themen sind dieselben und wissen durch Situationskomik und Wortwitz zu unterhalten. Gekonnt werden das Wikinger-Leben, aber auch die Gegenwart mit ihren Schlagwörtern und Problemen auf die Schippe genommen.

Beispielsweise will Hägar die Geschichten hören, die ein Buch laut Hamlet, erzählen kann. Ein Wunschbrunnen quittiert Hägars Geiz beim Münzeinwurf. Um Hägar in den Badezuber zu bekommen, bedarf es eines ganz bestimmten Utensils, das er als Glücksbringer bezeichnet. Will man gegen Ubald den Unfertigen kämpfen, braucht man viel Geduld. Hamlet möchte wissen, wie die Sonne an den Himmel kommt, und Hägar erläutert seine sehr eigentümliche Sicht der Dinge. Ein böser Zauberer ist Hägars neuer Nachbar, und das hat unangenehme Folgen.

Sämtliche Figuren, die man als „Hägar“-Leser schätzt, sind dabei: Der Titelheld selbst, seine Frau Helga, Tochter Honi, Sohn Hamlet und wie sie alle heißen. Dik Browne präsentiert neue Ideen und Running Gags wie die Vater-Sohn-Gespräche, das Auftauchen der Steuereintreiber, Sven Glückspilz und die Nixen, der Streit, ob die Erde rund oder flach ist usw. Man hat eine Menge Spaß an 320 Seiten Comic-Strips.

Der Band wendet sich, wenngleich Jung und Alt Vergnügen an den witzigen Geschichten haben, vor allem an erwachsene Sammler, die das schöne Hardcover zu würdigen wissen und auch alle Anspielungen verstehen. (IS)

Titel bei Amazon.de:
Hägar Gesamtausgabe 04: Sonntagsstrips 1973 – 1979

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.