Hägar der Schreckliche

Dik Browne
Hägar der Schreckliche

Gesamtausgabe 1: 1973 – 1975
Hägar the Horrible, USA, 2007
Egmont Ehapa, Köln, 1. Auflage: 10/2007
HC, Ehapa Comic Collection, Humor, Satire, 978-3-7704-3147-2, 320/2995
Aus dem Amerikanischen von Michael Bregel
Titelillustration von Dik Browne

www.ehapa-comic-collection.de
www.chrisbrowne2.blogspot.com/
http://thehistorylesson.blogspot.com/
www.kingfeatures.com/features/comics/hagar/ about.htm
www.toonopedia.com/hagar.htm

Der amerikanische Comic-Künstler Dik Browne wird vor allem den älteren Lesern durch seine Strips über „Hi an Lois“ bekannt sein, die vor Jahren in der Zeitschrift „Gong“ unter dem Namen „Familie Gong“ veröffentlicht wurden. Weniger geläufig ist dagegen, dass er noch davor als Werbegrafiker das Logo für Chiquita-Bananen entwarf. Den größten Erfolg brachten ihm 1973 die Comic-Strips über „Hägar den Schrecklichen“, die nach dem Tod von Dik Browne (1917 – 1989) von seinem Sohn Chris fortgesetzt wurden und noch immer laufen.

„Hägar der Schreckliche“ ist ein Wikinger und Barbar mit schlechten Manieren, die er selber – im Gegensatz zu allen anderen – als solche nicht wahrnimmt. Im Familienkreis tritt er als treu sorgender Ehemann und Vater auf, seinen Freunden ist er ein aufrichtiger Kamerad und für die Feinde der größte aller Schrecken. Aber nicht immer sind seine Aktionen von Erfolg gekrönt, denn auch ein Wikinger muss sich durch die Tücken des Alltags kämpfen.

Zu Hause steht Hägar unter dem Pantoffel seiner sarkastischen Frau Helga, die er einerseits mit Beutestücken zu erfreuen versucht, was nur selten gelingt, und die er andererseits mit der Hausarbeit allein lassen möchte, was ebenfalls nicht immer glückt.

Die hübsche und kriegerische Tochter der beiden, Honi, ist permanent verliebt, meist in den Dichter und Sänger Lute, den Hägar absolut nicht ausstehen kann. Von ihrer Mutter bekommt sie stets wertvolle Tipps, wie man mit Männern umgehen muss.
Hamlet, der Sohn, scheint ganz aus der Art geschlagen zu sein, denn er liest viel lieber, als sich mit den anderen Jungen zu prügeln oder vom Vater das Kämpfen und Plündern zu erlernen. Auch seine Quasi-Freundin Hernia findet ihn deshalb sehr merkwürdig.

Sven Glückspilz ist Hägars bester Freund. In seinem Fall gilt nicht nomen est omen, denn er findet jedes Fettnäpfchen und wird vom Pech regelrecht verfolgt.
Um diese Kernfiguren herum gruppieren sich die namenlosen Männer, die Hägar auf seinen Beutezügen begleiten, Nachbarn und Kollegen mit ihren Frauen, der dubiose Dr. Zook, Hägars Schwiegermutter u. v. a.

Humorvoll und satirisch, durch Wortwitz und Situationskomik werden das ‚finstere Mittelalter’, aber auch Probleme und Stichworte, die der Gegenwart entlehnt sind, auf die Schippe genommen. Man kann durchaus sich selber oder Menschen aus seinem Umfeld in den Figuren wieder finden und sich über die Scherze königlich amüsieren, da sie nie bösartig ausfallen, denn Hägar ist ein Wikinger wie du und ich (Klappentext).

Blättert man die Strips aus drei Jahren durch, kommt man kaum aus dem Schmunzeln heraus. Zu den Running Gags gehört beispielsweise, wie Helga immer wieder die Vorzüge ihrer Tochter preist, die sie so gern unter die Haube bringen möchte, und wie sie Honi vor den schlechten Angewohnheiten der Männer warnt. Hägar versucht immer wieder, aus Hamlet einen richtigen Mann zu machen, doch der steckt seine Nase lieber in eines der Bücher, mit denen man ihn oft sieht. Sven Glückspilz hat wenig Erfolg bei den Frauen, ausgenommen den Meerjungfrauen. Lute bemüht sich, Honis Herz zu erobern, doch kommt er keinen Schritt weiter, da er dem Selbstbewusstsein seiner Angebeteten nicht gewachsen ist. „Hägar der Schreckliche“ ist ein großer Spaß für Jung und Alt, doch dürfte nur das reifere Publikum so manche Anspielung oder den tieferen Sinn hinter dem einen oder anderen Strip wirklich verstehen. (IS)

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Hägar Gesamtausgabe 01. 1973 bis 1975: 1

Comments

  1. wie geil ! hägar der schreckliche ! das waren noch zeiten. ich hab eine menge hägar comics auf (…) gefunden…da kommen richtig erinnerungen hoch 😀

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