Handykuss und Liebesrätsel

Bianka Minte-König & Inga Steinmetz
Handykuss und Liebesrätsel

Freche Mädchen – Freche Manga! 1
Nach dem Jugendbuch „Handy-Liebe“ von Bianka Minte-König, Thienemann Verlag, Wien/A, 2000
Tokyopop, Hamburg, 6/2008
TB, dt. Manga, Romance, Comedy, 978-3-86719-425-9, 163 + 17 (Leseprobe aus dem Roman)/650
4 Farbeseiten
www.tokyopop.de
www.frechemaedchen-frechemanga.de
www.biankaminte-koenig.de/
www.mangaka.de/?page=inga-steinmetz

Wie alle Mädchen träumt Hanna davon, einen Freund zu haben. Als sie ein Handy bekommt, empfängt sie plötzlich kleine Liebes-Botschaften. Wer könnte der Absender sein? Zusammen mit ihren Freundinnen Mila und Kati beginnt Hanna, die wahrscheinlichsten Kandidaten unter die Lupe zu nehmen.

Der nervige Markus, der schon seit längerem heftig mit ihr flirtet, wird es doch hoffentlich nicht sein? Der schüchterne Tobias kommt sicher nicht in Frage. Was ist mit dem Typen aus dem Bus, der Hanna auf die Beine half, nachdem sie stolperte? Und dann wäre da noch der ruhige Cellist Branko, den sie erstmals auf einer Schulfete traf. Der heimliche Verehrer neckt Hanna wieder und wieder. Schließlich fährt die Klasse ins Skilager, und Hanna verirrt sich…

Nach dem Roman „Handy-Liebe“ zeichnete Inga Steinmetz einen vergnüglichen Manga, der zwar – wie die Leseprobe zeigt – stellenweise die Handlung etwas gekürzt wiedergibt, aber die Story doch nachvollziehbar und humorig zu vermitteln weiß.

Im Mittelpunkt steht die Schülerin Hanna, die herauszufinden versucht, wer ihr seit geraumer Zeit eine SMS nach der anderen sendet. So romantisch und spannend das auch sein mag, sie möchte endlich wissen, wer ihr geheimer Verehrer ist und warum er sich nicht zeigt. Im Wechsel ist sie mal frustriert, mal im siebten Himmel. Schließlich fängt sie an, das Geheimnis durch Ausschließen zu ergründen: Der Typ im Bus hat eine Freundin – wie schade. Auch an Branko schmiegt sich ein Mädchen. Bleibt wirklich nur noch Markus übrig?

Hannas Liebesnöte sind eingebettet in Familienleben, Schul- und Freizeit. Diese Themen werden nicht ausgeklammert, liefern einen realistischen und den Leserinnen bekannten Hintergrund, aus dem Impulse gegeben werden, der die Handlung voran bringt. In diesem Punkt unterscheiden sich viele deutsche Mangas von ihren Vorbildern aus Fernost, die sich auf das Wesentliche konzentrieren und darüber die Zusammenhänge oftmals schwammig konstruieren. Stilistisch orientiert sich die Zeichnerin zwar noch sehr an den Japanern, aber man merkt auch, dass sie entwicklungsfähig ist.

Alles in allem bietet „Handykuss und Liebesrätsel“ eine witzige Geschichte für Leserinnen ab 12 Jahren, die Spaß an dem Thema haben und sich leicht mit der sympathischen Protagonistin identifizieren können. (IS)

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