Hellgate London

Ian Edginton
Hellgate London

Hellgate London 1 – 4, Dark Horse, USA, 2007
Panini Comics, Stuttgart, 08/2007
PB, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat auf Kunstdruckpapier
Horror, Action
ISBN 978-3-86607-479-8
Aus dem Amerikanischen von Jonah Tabeh
Titelillustration von Aleksi Briclot
Zeichnungen von Steve Pugh

www.paninicomics.de
www.stevepugh.com/
http://www.aneyeoni.com/

Titel erhältlich bei buch24.de
Titel erhältlich bei booklooker.de

In London öffnet sich im Jahr 2020 das Tor zur Hölle, und einzig die Mitglieder des längst aus den Augen der Öffentlichkeit verschwundenen Tempelritterordens sind darauf vorbereitet. Als Armageddon beginnt und die Stunden der Menschheit gezählt zu sein scheinen, stellen sich die Templer zwischen Dämonen und Menschen. Aber gegen die Übermacht des Bösen haben auch die Tempelritter kaum eine Chance. 2038 wird in einem alten Folianten eine Geheimnachricht entdeckt. Nur wenn sich die bisher verbliebenen Kämpfer zusammentun, wird die Menschheit überleben können. So finden sich ein Templer, ein Jäger und ein Kabbalist zusammen, um ein Siegel zu suchen und zu brechen. Die drei Kämpfertypen repräsentieren die Figuren die auch im PC-Spiel genutzt werden können. Im Comic wird sowohl der Templer als auch der Kabbalist jeweils von einer Frau besetzt.

Die Zeichnungen sind mit kräftigen Farben und sehr plakativ gestaltet. Hintergründe oder feinere Strukturen sind Mangelware. Die Geschichte ist sehr actionlastig und somit auch auf die Personen fokussiert. Das zerstörte London erscheint im Comic nicht; es könnte sich beim Handlungsort auch um jede andere Großstadt handeln. Der Action tut das ganze keinen Abbruch, die Kämpfe sind, auch durch eine nichtlineare Panelgestaltung, gut dargestellt und beherrschen teils mehrere Seiten. Dialoge sind Mangelware, für den Fortgang des Geschehens aber ausreichend genug, um dem Leser jederzeit die Lage deutlich zu machen. Leider wird ausgiebig mit ‚lautsprachlichen‘ Elementen gearbeitet, so dass es viel „Grahh!!“, „Gnam-Gnam!“ oder auch „Hgrrrr…“ zu lesen gibt. Das ist nicht unbedingt störend, in der Masse nur überflüssig. Die Bilder zeigen genug und müssten nicht durch diese ‚Lautmalerei‘ erklärt werden.

Insgesamt handelt es sich hier um eine hervorragend gezeichnete und flott erzählte Geschichte, die von Action dominiert wird, aber trotzdem den Handlungsfaden nicht verliert. Sicher nicht nur für Fans des PC-Spiels interessant!

Copyright © 2010 by Thomas Folgmann (ft)

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