High School Queen 2

Mayumi Yokoyama
High School Queen 2 (von 2)

Bijojuko vol. 2, Japan, 2008
Panini Comics, Planet Shojo, Stuttgart, 08/2010
TB, Manga, Romance, Comedy
ISBN 978-3-86607-946-5
Aus dem Japanischen von John Schmitt-Weigand

www.paninicomics.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wegen ihres Gipsarms kann Waka nicht am Schulausflug teilnehmen und begegnet Arata, der die Klassenfahrt schlicht verpennt hat. Er als Frauenheld aus reicher Familie denkt natürlich, er könne Waka ohne Weiteres herumkriegen und sich die Zeit mit ihr vertreiben. Doch da irrt er sich. Allerdings hat Arata nicht vor, Waka einfach so gehen zu lassen. Kaum ist der Gips runter, sieht sie den nervigen Typen zu ihrem Schrecken wieder. Zu allem Überfluss sind ihre Eltern von ihm so angetan, dass sie gar nicht mitbekommen, wie sehr das Mädchen ihn eigentlich loswerden möchte. Im Hotel seiner Eltern versucht er es erneut, und schließlich glaubt Waka, als er sich von seiner netten Seite zeigt, ihn ein wenig besser zu kennen.

Der Waffenstillstand endet jedoch, als ihr einfällt, dass sie noch den Bikini, den er ihr für das Date besorgte, bezahlen muss und sie somit einen Job braucht. Zwar ist Arata weiter hinter Waka her, aber weil er bei ihr nicht voran kommt, zieht er zu ihrem Ärger mit zwei fremden Frauen ab. Später haben die restlichen Minijobber Feierabend. Der Ladenbesitzer, der allein ist, wird überfallen, und nur Waka ist Zeugin. Was soll sie tun? Auch Eve und ihr Freund Go bessern ihr Taschengeld zufällig im selben Laden auf. Als Waka die beiden alarmiert, geben sie ihr Bestes, der neuen Freundin zu helfen – gegen Gangster und bei ihren Herzensproblemen …

Der Manga ist gut geeignet für Mädchen ab 14 Jahre, die sich hauptsächlich für ihr Aussehen, modische Klamotten und Jungen interessieren. Thematisiert wird, dass viele Jungen glauben, sie könnten mit solch oberflächlichen Mädchen leicht Sex haben und sie hinterher fallen lassen, aber soweit kommt es für Waka glücklicherweise doch nicht. Er hat sie unterschätzt: Sie will kein Spielzeug sein und wehrt sich.

Vertieft wird die Problematik jedoch nicht, und den Betroffenen werden auch keine Tipps gegeben, wie sie sich verhalten sollen: dem Jungen nachgeben, um ihn nicht zu verlieren (und prompt reinzufallen) – oder warten, bis man sicher ist, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, selbst wenn man wegen des Zögerns sitzen gelassen wird? Letztlich will die Story nur unterhalten und nicht aufklären, aber selbstbewussten Mädchen dürfte klar sein, welches die richtige Entscheidung ist.

Diese für Shojo-Magas typischen Charaktere entsprechen größtenteils bekannten Klischees und lassen sich mit diesen Eigenschaften und Konflikten auch in anderen Mangas finden. Da Eve und Go bereits ein Paar sind, rücken Waka und Arata immer mehr in den Mittelpunkt, und von ihrem Hin und Her lebt die Handlung. Stellenweise ist die Geschichte recht lustig, auch durch die vielen Übertreibungen.

Die Bilder sind durchgehend schwarzweiß und recht comichaft gezeichnet. Superdeformierte Abbildungen findet man keine, doch wirken viele Nebenfiguren wie Karikaturen. Eher selten gibt es detailreiche Hintergründe, und die Rasterfolie kommt häufig zum Einsatz. Am meisten Mühe hat sich die Mangaka bei den Kleidern und Frisuren gegeben. „High School Queen“ bietet leichte, witzige Unterhaltung in zwei Teilen, ist aber kein Manga, den man unbedingt kennen muss.

Copyright © 2011 by Jessica Salzmann (JS)

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