Hot Gimmick 12

Miki Aihara
Hot Gimmick 12

Japan, 2005
Panini Comics, Planet Shojo, Stuttgart, 9/2008
TB, Manga, Romance, Drama, 978-3-86607-433-0, 180/650
Aus dem Japanischen von Martina Berlin
www.paninicomics.de

Ereignisse, die viele Jahre zurück liegen, haben lange das Leben von vielen Menschen beeinflusst, für Missverständnisse, Leid und Hass gesorgt. Endlich ist alles aufgeklärt, und jene, denen Unrecht widerfuhr, sind rehabilitiert, während der Auslöser für all den Kummer zu seinen Taten steht.

Trotzdem ist Hatsumi noch immer unglücklich. Shinogu, der nicht mit ihr verwandt ist, hat ihr seine Liebe gestanden, und sie bekamen sogar den Segen der Eltern, aber Hatsumi kann ihn weiterhin nur als großen Bruder sehen, denn ihr Herz gehört Ryoki, der hinter seiner arroganten Fassade sehr verletzlich ist. Nun jedoch hat sich Ryoki mit der forschen Ruri eingelassen, und Hatsumi sucht Trost bei Shinogu.

Obendrein will sich Ryokis Mutter von ihrem untreuen Mann scheiden lassen, fort ziehen und den Sohn mit sich nehmen. Dann würden sich Hatsumi und Ryoki nicht mehr sehen, und sie dürfen vergessen… Ist das wirklich die beste Lösung?

Der zwölfte und letzte Band von „Hot Gimmick“ führt auf rund 100 Seiten nach allerlei Irrungen und Wirrungen die Paare zusammen, die füreinander bestimmt sind. Für erfahrene Leserinnen gibt es allerdings keine großen Überraschungen mehr. Bis zum Schluss bleibt Hatsumi ein zauderndes, unsicheres Mädchen, das es allen recht machen will und es doch nicht schafft. Schließlich trifft sie eine Entscheidung, die eine Person erfreut und eine andere zu einem ungewöhnlichen Schritt veranlasst, der schon ein bisschen dick aufgetragen wirkt.

Wesentlich spitziger als das Finale der Serie liest sich die Side-Story, die Hatsumis jüngerer Schwester Akane und Ryokis Freund Subaru gewidmet ist. Die beiden standen zwar stets im Schatten des anderen Paares, doch da sie als Gegensatz zu diesem aufgebaut wurden und in ihren Verhaltensweisen nachvollziehbarer waren, konnten sie viele Fans gewinnen.

Subaru ist schon seit langem in die frühreife Akane verknallt und kann sein Glück kaum fassen, dass sein Schwarm mit ihm zusammen sein will. Für Akane gibt Subaru sogar sein großes Hobby auf, doch als er dann gebeten wird, für einen verhinderten Freund einzuspringen, versucht er zu verheimlichen, dass er wieder mit den anderen Otakus abhängt. Natürlich bringt ihn das in Schwierigkeiten.

Da dies noch immer nicht für ein Tankobon reicht, wurde außerdem eine Short-Story beigefügt, die nichts mit „Hot Gimmick“ zu tun hat: „10 Tage“ Probezeit sollen genügen, damit die Schülerin Aiko und der junge Geschäftsmann Shirakawa herausfinden können, ob sie zueinander passen und ihr Leben zusammen verbringen wollen. Tatsächlich will Aiko über ihren Ex Sumiyoshi hinweg kommen, der schon wieder eine neue Freundin hat und sich mit dieser an denselben Plätzen trifft wie einst mit Aiko. In einer Kurzschlussreaktion will Aiko schon nach der Hälfte der vereinbarten Zeit mit Shirakawa schlafen und die Heirat forcieren… – Sympathische Protagonisten erleben Frust und Freude. Leserinnen können sich leicht mit Aiko identifizieren, die Trost sucht und Liebe findet. Die kleine Geschichte ist nett erzählt und das Highlight des Bandes.

Der minimalistische Stil von Miki Aihara macht den Manga nicht gerade zu einem Hingucker, und auch die Geschichte über eine schüchterne Schülerin, die zwischen drei dominanten Jungen steht, bietet kaum Neues. Für westliche Leserinnen dürfte außerdem Hatsumis Duldsamkeit nur schwer nachvollziehbar sein. Trotzdem ist die Handlung so ausgelegt, dass man neugierig auf die Geheimnisse wird, an denen die Protagonisten schwer zu tragen haben, und man möchte wissen, ob das Mädchen selbstbewusster wird und schließlich sein Glück findet.

Wer romantische Beziehungsdramen schätzt, sollte der Serie eine Chance geben, die nun in 12 Bänden abgeschlossen vorliegt. (IS)

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Hot Gimmick: Bd 12

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