Ich steige aus

Robert Kirkman, Nick Spencer
Ich steige aus
Dieb der Diebe 1

Thief of Thieves 1 – 7, DC, USA, 2012
Panini Comics, Stuttgart, 02/2013
PB mit Klappbroschur
Comic, Krimi/Thriller
ISBN 978-3-86201-503-0
Aus dem Amerikanischen von Marc-Oliver Frisch
Titelillustration und Zeichnungen von Shawn Martinbrough, Farben von Felix Serrano
Extras: Cover-Galerie

www.paninicomics.de
www.skybound.com
www.shawnmartingbrough.com
http://digitalserrano.com/Felix_Serrano_-_Official_Website/Home.html

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Special Agent Elizabeth Cohen hat es zu ihrer persönlichen Mission gemacht, den Meisterdieb Redmond zur Strecke zu bringen. Sie glaubt, den Verbrecher in dem smarten Firmenberater Conrad Paulson ausgemacht zu haben, den sie unverhohlen verfolgt. Cohens Trumpfkarte ist Paulsons Sohn Augustus, der wegen eines schiefgegangenen Drogendiebstahls einsitzt, was sie benutzt, um Paulson unter Druck zu setzen. Das Mittel scheint zu wirken. Paulson liefert Cohen im Gegenzug für die Strafmilderung seines Sohnes Informationen zu einem geplanten Raub, an dem Redmonds Partnerin und sechs weitere Spezialisten ihres Fachs beteiligt sind.

Nach „The Walking Dead“ hat sich Robert Kirkman dem Heist-Genre zugewandt und mit „Dieb der Diebe“ eine Story ersonnen, die in Grundzügen an den smarten Gaunerstreifen „Ocean’s Eleven“ erinnert. Schon optisch ist Paulson angelegt wie eine Mischung aus George Clooney und Jeffrey Dean Morgen. Und genau wie Danny Ocean denkt Conrad Paulson alias Redmond immer mehrere Schritte voraus, kalkuliert Möglichkeiten und Gegenzüge, um eine Operation in seinem Sinne abzuschließen. Der raffinierte Tanz mit Agent Elizabeth Cohen besteht dementsprechend aus von langer Hand geplanten Winkelzügen und Haken. Der Leser bekommt alle Operationsschritte – wie für das Genre üblich – erst nach erfolgreichem Abschluss zu sehen.

Doch „Dieb der Diebe 1“, der die ersten sieben Bände der Serie sammelt, beschreibt nicht nur die Operation „Rettet Augustus aus dem Knast“, sondern gewährt an den passenden Stellen auch Einblicke in die Vergangenheit und ins Privatleben der Figuren. Dort läuft längst nicht alles so geschmiert wie bei Redmonds Einsätzen, was der Figur das notwendige Profil verleiht. Von „Rififi“ über „Der Clou“ bis „Ocean’s Eleven“ und „Mission: Impossible“, Geschichten um smarte Trickbetrüger kommen nie wirklich aus der Mode. Dazu macht es einfach zu viel Spaß, einem raffinierten Vorhaben von der Planung bis zu Abschluss beizuwohnen. Außerdem ist es hier möglich, mit überschaubaren Mitteln größtmögliche Spannung zu erzielen. Das A und O dabei ist, die (smarten) Gauner auf die Sympathieseite zu ziehen. Somit kann sich „Dieb der Diebe“ guten Gewissens in die lange Reihe der gelungenen Beispiele einreihen. Das Artwork von Shawn Martinbrough („The Losers“, „Marvel Noir: Luke Cage“) ist vergleichsweise einfach gehalten und drängt sich damit nie in den Vordergrund.

Panini Comics bringt den Band als gewohnt schmuckes Paperback mit Klappcover.

„Dieb der Diebe 1“ ist ein eleganter, trickreicher Thriller-Auftakt der sowohl ein wendungsreiches Gaunerstück präsentiert, als auch Einblicke in das Privatleben und die Vergangenheit der Figuren gestattet.

Copyright © 2013 by Elmar Huber (EH)

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