Inu Yasha 53

Rumiko Takahashi
Inu Yasha 53, Japan, 2008

EMA, Köln, 9/2008
TB, Manga, Fantasy, Comedy, Romance, Drama, 978-3-7704-6957-4, 186/600
Aus dem Japanischen von Oke Maas

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Im Kampf gegen Magatsuhi, eine von Narakus Kreaturen, erleiden Inu Yasha und seine Freunde eine empfindliche Niederlage: Der Splitter des Juwels, der Kohaku am Leben erhält, wurde verunreiningt, und Kagome hat ihre Fähigkeit, ihn zu läutern, verloren. Keiner ahnt, was Kohaku, der nun schon seit Tagen schläft, durchmacht. Immer wieder erlebt er, wie er seine Angehörigen unter Narakus Einfluss tötete. Kohakus Verzweiflung wächst, und er wünscht sich zu sterben.

Plötzlich erscheint Magatsuhi und ergreift Besitz von Kohakus wehrlosem Körper. Er will den Jungen und damit den letzten fehlenden Splitter zu Naraku bringen. Miroku und Sango versuchen, den Gegner aufzuhalten – vergeblich. Die Folgen für beide, aber auch für Rin sind fatal. Inu Yasha und Kagome kommen zu spät, um Magatsuhi zu stoppen. Sie nehmen die Verfolgung auf, sehr wohl wissend, dass ihre Freunde nur eine Chance haben, wenn der Feind getötet wird. Und das ist erst der Anfang der Tragödie…

Die Geschehnisse spitzen sich in diesem Band dramatisch zu: Kagome hat ihre Kräfte verloren und ist hilflos. Das Gift in Mirokus Körper hat sein Herz fast erreicht und wird ihn vielleicht töten, wenn er im nächsten Kampf das Kazaana benutzt. Rin gerät unter Magatsuhis Einfluss und verschwindet. Der Splitter wird aus Kohakus Körper geschossen, und der Junge bricht zusammen. Ist er tot? Mit diesem Cliffhanger endet der Band und lässt offen, ob Naraku nun sein Ziel, den Juwel der vier Seelen zu komplettieren, erreichen wird oder ob Inu Yasha und Sesshomaru das Blatt noch einmal wenden und ihre Freunde retten können.

Schon immer bot die Fantasy-Serie „Inu Yasha“ eine Menge Action, doch so spannend wie im Augenblick war sie selten. Die Entwicklungen erscheinen umso tragischer, da es zuvor einen Moment der Ruhe und des Humors gab, denn Kagome kehrte vorübergehend in ihre eigene Welt, in die Gegenwart, zurück, um in der Schule an wichtigen Prüfungen teilzunehmen und sich ganz alltäglichen Problemen zu stellen, die durch Inu Yashas Auftauchen zusätzlich kompliziert werden.

Nahezu alle wichtigen Protagonisten sind gleichmäßig involviert, und auch Naraku, die Wurzel allen Übels, greift aktiv ein und erinnert auf diese Weise daran, dass er immer noch der eigentliche Gegner ist, egal wie mächtig seine Geschöpfe sein mögen. Wieder scheint er einen Vorteil erringen zu können. Was wird passieren, wenn er das Juwel tatsächlich vervollständigen kann? Man darf spekulieren, wie weit Rumiko Takahashi noch gehen wird, ob noch mehr Opfer beklagt werden müssen, zumal das Finale – Bd. 56 – nicht mehr fern ist.

„Inu Yasha“ ist sicher eine der schönsten Serien der beliebten Mangaka, da sie abenteuerliche und actionreiche Fantasy, sympathische Figuren, Humor und überdies eine Prise Erotik bietet. Es wird großer Wert auf eine packende Handlung gelegt, die immer wieder mit überraschenden Wendungen aufwartet und die Running Gags nicht überstrapaziert. Die keimenden Romanzen bleiben im Hintergrund, um den Plot nicht zu verwässern.

Zwar sehen die Protagonisten putzig aus, doch für kleine Kinder ist die Reihe nicht geeignet. Tatsächlich stirbt so mancher Sympathieträger, von den vielen namenlosen Opfern ganz zu schweigen. Zielgruppe sind Leserinnen und Leser ab 12 Jahren, die sich für den Mix aus japanischer Mythologie und Fantasy begeistern können.

Natürlich wird kaum jemand ohne Vorkenntnisse nach dem 53. Band einer Serie greifen. Titel, die über Jahre laufen, sind ab einem bestimmten Punkt nur noch interessant für treue Sammler. Zwar können Quereinsteiger den Dialogen das Wesentliche entnehmen, doch fehlen die Details, die gerade den Reiz ausmachen. Man sollte  „Inu Yasha“ unbedingt ab Bd. 1 lesen – und auch wenn 56 Bände eine ganze Menge sind, es lohnt sich, denn die Abenteuer des Titelhelden und seiner Kameraden sind ein wirklicher Lesespaß. (IS)

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