Inu Yasha 54

Rumiko Takahashi
Inu Yasha 54, Japan, 2008

EMA, Köln, 12/2008
TB, Manga, Fantasy, Comedy, Romance, Drama, 978-3-7704-6958-1, 184/600
Aus dem Japanischen von Oke Maas

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Naraku hat es geschafft: Der Juwel der vier Seelen ist komplett – und Kohaku tot. Während Sango, Inu Yasha und Kagome um den Jungen trauern, nutzt ihr Feind die neu gewonnene Kraft, um sich in etwas zu verwandeln, was nahezu unbesiegbar ist, um die Welt zu einem finsteren Ort zu machen. Da er Rin als Geisel hält, dürfen die Freunde es nicht wagen, ihn mit allem, was sie aufbieten können, anzugreifen.

Darum lassen sie sich von Naraku verschlingen und versuchen, ihn von Innen zu töten. Sie ahnen nicht, dass sie ihm damit genau in die Hände spielen, denn ihr Zorn ist wie Nahrung für ihn. Nachdem er die Gefährten trennen konnte, nimmt er sie sich einzeln vor.

Tentakel greifen Sango und Miroku an, und es werden immer mehr. Um Sango zu retten, öffnet Miroku das Kazaana, sehr wohl wissend, dass dies sein Ende bedeuten könnte. Es gelingt ihm, die Gefahr zu bannen, doch er spürt, dass das Kazaana reißen wird. Er verlässt Sango, damit nicht auch sie davon verschlungen wird. Unterdessen verwandelt Narakus dunkle Macht Inu Yasha in einen vollständigen, nach Blut dürstenden Dämon. Er greift Kagome an, und nur knapp kann sie seinen Klauen entkommen. Es ist ausgerechnet Sesshomaru, der nun zu ihrem Beschützer wird. Als er erkennt, dass Magatsuhi in Inu Yashas Körper gefahren ist, attackiert er seinen Halbbruder. Kagome will die beiden trennen und stürzt ab…

Die Geschichte ist komplex, da nahezu alle Charaktere, die im Laufe der Jahre eine tragende Rolle spielten, involviert sind und es mehrere Handlungsebenen gibt. Wer die früheren Bände nicht kennt, bekommt eine kurze Information, wer Naraku eigentlich ist und worum es in dem heftigen Kampf überhaupt geht. Obwohl das natürlich nicht 53 Bände voller spannender Höhepunkte und komplizierter Beziehungen aufrollen kann, sorgt es dafür, dass man die aktuellen Geschehnisse nachvollziehen kann.

Das weitere Schicksal von Freund und Feind wird beleuchtet, und es gibt auch die eine oder andere Überraschung, mit der man nicht gerechnet hätte. Mehrere Cliffhanger lassen ahnen, dass die noch kommenden beiden Bände mit so manchem Drama aufwarten werden, das nur dann – vielleicht – ungeschehen gemacht werden kann, wenn die Helden Erfolg haben, doch im Moment ist der Vorteil auf Narakus Seite.

Neben all der Action versäumt es die Künstlerin nicht, die Beziehungen der Protagonisten im Auge zu behalten. Inu Yasha trauert nach wie vor um Kikyo, aber Kagome ist ihm ebenfalls wichtig. Miroku und Sango wünschen sich eine gemeinsame Zukunft, der Naraku im Weg steht. Sesshomaru, der stets als Rivale Inu Yashas auftrat und als schwer durchschaubarer Einzelkämpfer agierte, ist auch jetzt wieder ein unverhoffter Helfer und zeigt, dass ihm viel an seinen kleinen Begleitern liegt.

Die Illustrationen sind, wie man sie von Rumiko Takahashi kennt: putzig, ansprechend, die Handlung gelungen ergänzend. Sie täuschen oft über den wahren Inhalt des Mangas hinweg, der gar nicht so kindlich ist, wie er auf den ersten Blick hin scheint. Die Story bietet weit mehr Kampfszenen und Tragödien, als man erwarten würde.

Zweifellos ist „Inu Yasha“ eine der schönsten Serien der Mangaka. Fantasy-Freunde ab 12 Jahren, die die Mischung aus Action, Drama, Romanze und Comedy mögen, werden nicht enttäuscht. Hat man die Reihe bis jetzt verfolgt, wird man das Finale gewiss nicht verpassen wollen, und Quereinsteiger sollten dem Titel ruhig auch eine Chance geben. (IS)

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