Inu Yasha 55

Rumiko Takahashi
Inu Yasha 55, Japan, 2008

EMA, Köln, 2/2098
TB, Manga, Fantasy, Comedy, Romance, Drama, 978-3-7704-6959-8, 186/600
Aus dem Japanischen von Oke Maas

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Der alles entscheidende Kampf gegen Naraku hat begonnen. Nachdem der Juwel der vier Seelen komplettiert wurde und das letzte Fünkchen Gutes in ihm am Schwinden ist, verschlingt das Ding, in das Naraku sich verwandelt hat, Inu Yasha und seine Gefährten. Sie werden voneinander getrennt und sind von nun an auf sich alleine gestellt.

Inu Yasha wird zum vollständigen Dämon und gerät unter die Kontrolle von Magatsuhi, einer von Nakarus Kreaturen. Unter dessen Bann attackiert Inu Yasha Kagome, doch im letzten Moment kann er den Einfluss abschütteln und die Stürzende auffangen.

Derweil gelingt es Sesshomaru, Magatsuhi zu vernichten.

Nach wie vor befindet sich Rin in Narakus Gewalt. Mit einem Trugbild verleitet er Sango zum Angriff. In ihrer Verzweiflung ist sie sogar bereit, Rin, die, was Sango nicht weiß, als Einzige echt ist, zu opfern. In diesem Moment kommt Sesshomaru dazu. Wird er Sango töten, um Rin zu rächen? Können Inu Yasha und Kagome verhindern, dass Miroku auf eine weitere Illusion Narakus hereinfällt und durch das Kazaana stirbt? Und welche letzte Aufgabe soll Mugen no Byakuya in Narakus Auftrag vollbringen?

Inu Yasha und seine Kameraden riskieren ihr Leben, um Naraku aufzuhalten. Selbst der Einzelgänger Sesshomaru, der nach wie vor keine freundschaftlichen Gefühle für seinen Halbbruder und die anderen zu hegen scheint, ist ihnen in das Innere des Feindes gefolgt und rettet mehr als nur einmal jemandem aus der Gruppe das Leben.

Obwohl jeder weiß, wie gerissen und mächtig Naraku ist, fallen sie doch immer wieder auf seine Arglist herein. Erst im letzten Moment erkennen sie die Falle oder entkommen dank der Hilfe eines Dritten.

Nach Magatsuhi opfert Naraku Mugen no Byakuya. Dieser stiehlt die Technik des Meido Zangetsuha und wendet sie gegen Kagome an. Wurde das Mädchen getroffen? Was bezweckt Naraku damit? Und mit weiteren Cliffhangern endet der vorletzte Band:

Können Sango und Miroku, die vom Miasma geschwächt wurden, die Kameraden erreichen – oder sterben sie vorher durch das Gift bzw. das Kazaana? Und wo bleiben Sesshomaru, Kohaku, Rin, Shippo und Jaken?

Die Handlung war von jeher spannend und dramatisch, und noch immer kann Rumiko Takahashi das Bisherige toppen. Es gibt actionreiche Kämpfe und zwischenmenschliche Momente, die genauso wichtig für die Entwicklungen sind. Als Leser bleibt man neugierig, denn alles ist möglich, wie bereits der Tod einiger Sympathieträger bewiesen hat. Nur wenn es gelingt, Naraku zu töten, gibt es Rettung für die Helden und für die Menschen, die atemlos beobachten, was außerhalb ihrer Reichweite passiert.

Das alles wird in putzig anmutenden Bildern erzählt, die darüber hinweg täuschen, dass die Serie nicht annähernd so harmlos ist, wie sie zu sein scheint. Leser und Leserinnen ab 12 Jahren, die Fantasy mögen und auch den nicht unerheblichen Gewaltanteil verkraften können, werden bestens durch die mitreißende Geschichte und die gelungene Mischung aus heiteren Szenen und etwas Romantik unterhalten.

Ein Band bleibt noch – 56 Tankobons sind eine stolze Zahl, aber wer der Serie über die Jahre die Treue hielt, hat es gewiss nicht bereut, und wer als Genre-Fan noch zögert, ob er dem Titel eine Chance geben soll, dem sei „Inu Yasha“ wärmstens empfohlen. (IS)

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