K-A-E 29th Secret – Blank File 1

Martina „Chiron-san” Peters
K-A-E 29th Secret – Blank File 1

Fireangels Verlag, Dachau, 12/2006
TP, dt.
Manga, Boys Love, Mystery, SF, Action, Drama
ISBN 978-3-939309-03-1

www.fireangels.net
http://soen.deviantart.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

In einem geheimen Labor werden Versuche an Menschen vorgenommen. Jeder von ihnen wurde aus seinem normalen Leben gerissen und führt seither ein Dasein als Versuchsobjekt. Als Nummer. So wurden z. B. einem Opfer Katzenaugen implantiert, einem anderen die Fähigkeit gegeben, durch Wände gehen zu können – und vieles mehr. Doch trotz dieser Talente werden alle im Labor festgehalten und wissen keinen Ausweg. Einer von ihnen ist twenty-nine. Er erwacht aus eigenem Antrieb vorzeitig in seiner Glaskapsel. Im Gegensatz zu den anderen Objekten kann er sich nicht an seine Vergangenheit erinnern. Kurze Zeit später flieht er aus dem Labor und sucht sich einen Aushilfsjob, um Geld für ein Zugticket zu erhalten. Seitdem nennt er sich selber Kae. Er trifft ziemlich schnell auf Leute seines Alters, die ihm auf der Flucht helfen.

Nachdem er bei Pacey und Noah unterkam, trifft er auf Inori. Der Junge mit den Katzenaugen erzählt, er wäre ebenfalls aus dem Labor entwischt. Doch nachdem Kae angefangen hat, Inori ein bisschen zu vertrauen, findet er heraus, dass Inori alle belogen hat. Seine eigentliche Aufgabe ist es, Kae ins Labor zurückzubringen. Kurioserweise denkt sich Inori Rätsel für Kae aus, die dieser zu lösen hat. Solange er die richtigen Antworten weiß, schenkt Inori ihm die Freiheit.

Martina Peters wurde am 3. April 1985 geboren. Sie begann ihre Zeichenkarriere 1996, wie so viele andere deutsche Mangaka inspiriert durch die Erfolgsserie „Sailor Moon“ von Naoko Takeuchi. Ihre Bilder sind seit 2001 im World Wide Web zu finden. Auf der Leipziger Buchmesse verkaufte sie ihren ersten Doujinshi (nicht-kommerzielle Mangas zu bekannten oder eigenen Serien).

Die meisten erfolgreichen einheimischen Mangaka starteten ihre Karriere in dieser Zeit und mit einem ähnlichen Hintergrund. Myriam Engelbrecht entdeckte Martina Peters und veröffentlichte den umfangreichen Manga der Künstlerin, „K-A-E 1“, 2006, auf den wenig später ein zweiter Band folgte. Von Martina Peters sind des Weiteren der Chibi „E-Motional“ und die Trilogie „Lilientod“, welche sie zusammen mit der Autorin Anne Maren Delseit entwickelt hat, bei Carlsen erschienen.

„K-A-E“ ist ein sehr interessanter Manga, der den Leser schnell fesselt. Man weiß nicht, woher der Titelheld kommt oder zu welchem Zweck er in diesem Labor weilt. Fest steht, dass Kae eine dramatische Figur ist, die sich eigentlich sehr alleine fühlt, da ihm auch nicht seine beiden Begleiter wirklich helfen können. Dagegen fühlt er sich zu Inori sehr hingezogen, wahrscheinlich weil dieser noch die engste Verbindung zu dem Ganzen ist und vielleicht die Antworten kennt. Inori ist ein rätselhafter Charakter mit Katzenaugen. Er macht sich einen Spaß daraus, mit Kae zu spielen, doch vermutlich fühlt er sich tatsächlich zu Kae hingezogen.

Die Zeichnungen sind gut gelungen. Zwar passen die Proportionen der Köpfe und Gesichter nicht immer ganz zusammen, aber darüber kann man anhand der aufregenden Story leicht hinwegsehen. Zudem gehört Martina zu den recht jungen Manga-Zeichnern, so dass ihr Stil steigerungsfähig ist. Allem in allem ist der Manga sehr ansprechend. Die interessante Geschichte erinnert ein bisschen an die amerikanische TV-Serie „Kile XY“. Zumindest sind noch viele Rätsel zu lösen, und man darf schon auf den nächsten Teil gespannt sein.

Copyright © 2011 by Rowena Weddehage (RW)

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Comments

  1. Inori spielt ja vielleicht deshalb mit seinen Opfern, weil er durch seine Katzeaugen so ein bißchen wie eine Katze reagiert, die spielen ja auch gerne mal mit ihren Opfern, oder?

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