Kaito St. Tail 2

Megumi Tachikawa
Kaito St. Tail 2, Japan, 1995

EMA, Köln, 1. Auflage: 11/2005
TB, Manga, Comedy, Fantasy, Krimi, 978-3-7704-6301-5, 192/500 (sfbentry)
Aus dem Japanischen von John Schmitt-Weigand

www.manganet.de
http://www6.plala.or.jp/mts/

Die 14-jährige Meimi Haneoka hat ein großes Geheimnis: Wann immer jemand in Not ist oder ihm ein Unrecht zugefügt wurde, verwandelt sie sich in Kaito St. Tail, um zu helfen. Die Behörden sehen in ihr jedoch nur eine gerissene Diebin, die festgenommen werden muss. So erhält Asuka jr., der Sohn des Polizeichefs, den Auftrag, Kaito St. Tail zu fangen.

Diesmal bekommt er Unterstützung von der Nichte des Bürgermeisters. Die resolute Rina Takamiya will Asuka jr. für sich gewinnen und Meimi als Diebin bloß stellen. So sehr sie sich auch um Asuka jr. bemüht, dieser will nichts von ihren Theorien wissen und auch nicht mit ihr kooperieren, denn Kaito St. Tail gehört ihm allein!

Meimi sieht große Probleme auf sich zukommen, die eskalieren, als einer Mitschülerin der Entwurf für ein Hochzeitskleid gestohlen wird. Es scheint, ihre ärgste Rivalin wolle ihn bei einem Wettbewerb als eigene Arbeit einreichen. Wie kann Meimi gleichzeitig als Model das Kleid vorführen und den Entwurf der rechtmäßigen Besitzerin zurück bringen, wenn Takamiya nicht einen Moment die Augen von ihr lässt?

„Kaito St Tail“ weist viele Parallelen zu ähnlich gearteten Serien um Magical Girls und Boys auf, die man ebenfalls hier in Deutschland kennt, darunter „Kamikaze Kaito Jeanne“, „Detektiv Conan“, „Kaito Kid“, „20 Masken“. Ihnen ist gemein, dass sie in den 1990er Jahren geschaffen wurden, als das Thema ausgesprochen beliebt war. In Folge jagen einander Schüler, die sich die Rollen des Detektivs und des Diebs teilen, und unterhalten ein Publikum zwischen 10 und 14 Jahren.

Den zarten, niedlichen Illustrationen und der Art der Gags merkt man an, dass die Serie schon etwas älter ist, denn zeitgenössische Titel drehen meist sehr viel mehr auf, und die Künstler haben sich seither stilistisch weiter entwickelt.

Der zweite Band von „Kaito St. Tail“ knüpft locker an die vorherigen Ereignisse an. Um der Handlung folgen zu können, muss man Bd. 1 nicht gelesen haben, denn die Hauptfiguren werden eingangs vorgestellt, und die kleinen Episoden stehen ganz für sich. Der rote Faden, der sie zusammenhält, sind die Kabbeleien zwischen Meimi und Asuka jr., die in dieselbe Klasse gehen. Asuka jr. schwärmt für Kaito St. Tail und weiß nicht, dass sie und Meimi ein und dieselbe Person sind und er sie durch unbedachte Äußerungen regelmäßig verletzt.

Nun bekommt Meimi mit Takamiya eine Rivalin, die sie nicht nur überführen, sondern die ihr Asuka jr. auch ausspannen will. Somit hat Kaito St. Tail zwei Verfolger, die ihr das Leben schwer machen. Allerdings scheint Asuka jr. allmählich zu begreifen, dass die Diebin keine Verbrechen aus Eigennutz begeht, sondern gegen das Unrecht kämpft.

Ihre Missionen sind kindgerecht aufgebaut und gehen immer gut aus. Die Romanze überschreitet nicht die Grenze vom Händchenhalten, da die Zielgruppe selber noch in einem Alter ist, in dem man schwankt, ob man Jungen bzw. Mädchen blöd oder nett finden soll. Das trifft genau den Nerv sehr junger Leser, während reifere Manga-Sammler mit anderen Titeln, die mehr auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, besser beraten sein dürften. (IS)

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Kaito St. Tail 02

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