Kire Papa 3

Ryo Takagi
Kire Papa 3

(sfbentry)
Japan, 2009
EMA, Köln, 08/2011
TB, Manga, Boys Love, Romance, Comedy
ISBN 978-3-7704-7411-0
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

www.manganet.de
www.primetime.gs/product/papa.html

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Chisato Takatsukasa ist 35 Jahre alt, sieht aber aus 18. Er ist Autor und allein erziehender Vater eines 15-jährigen Sohnes, Riju. Seit geraumer Zeit ist Chisato mit seinem Autorenkollegen Shunsuke Sakaki liiert und genießt ausgiebig die Freuden der Liebe, die er Riju, der sich nach Nijo Kakeru sehnt, verbietet. Allerdings muss Chisato nun selbst erfahren, wie das ist, wenn andere verhindern wollen, dass er mit dem Mensch zusammen ist, dem sein Herz gehört. Während er in der Pension seiner Familie aushilft, wird er von seinen beiden älteren Brüdern und dem Vater eifersüchtig bewacht. Aber es kommt noch schlimmer, denn Shunsuke hat ein Zimmer gemietet und wird schnell zum Schwarm der weiblichen Gäste. Doch auch Chitose, der älteste Bruder, und Riju, müssen sich ihren Gefühlen stellen und demjenigen vertrauen, den sie lieben, obwohl das manchmal nicht leicht ist.

Nahtlos geht die Handlung von „Kire Papa“ weiter – und wieder stehen heftige Emotionen, reichlicher Klamauk und romantisch-erotische Zusammenkünfte im Mittelpunkt des Geschehens. Die Rahmenhandlung, dass sich die jungen Männer in ihren Berufen bewähren müssen, geht darüber nahezu unter und liefert nur hin und wieder Aufhänger für neue Irrungen und Wirrungen der Gefühle. Etwas erschwert wird die Lektüre durch den Umstand, dass sich die Protagonisten sehr ähneln und man schon zwei Mal hinschauen muss, um zu erkennen, wer gerade mit wem zugange ist. Der zarte, fedrige Strich und die vielen superdeformierten Abbildungen sind dabei von Nachteil.

Obwohl die Serie „Kire Papa“ Ryo Takagi zum Durchbruch verhalf und sogar als OVA erschienen ist, ist man doch ein wenig enttäuscht von diesem wirren Liebes-Klamauk, insbesondere wenn man die anderen Titel der Künstlerin kennt, bei denen sie größeren Wert auf eine nachvollziehbare Handlung und ansprechende Zeichnungen legte, beispielsweise „Butler’s Game“, „Pirate’s Game“ und „King’s Game“ – Historicals, die alle für sich stehen und nur locker miteinander verbunden sind.

Man sollte den Mix aus Boys Love und Klamauk mögen, um wirklich Spaß an „Kire Papa“ zu haben. Anderenfalls ist man mit einem ernsthafter angelegten Titel der Künstlerin oder den Serien anderer Mangaka besser beraten.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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