Lady Constantine

Andy Diggle
Lady Constantine
John Constantine, Hellblazer 4

Hellblazer Special: Lady Constantine 1, Vertigo/DC, USA, 2003
Panini Comics, Stuttgart, 07/2008
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat auf Kunstdruckpapier
Horror, Thriller
ISBN 978-3-86607-630-3
Aus dem Amerikanischen von Gerlinde Althoff
Titelillustration von Phil Noto
Zeichnungen von Goran Sudzuka

www.paninicomics.de
www.andydiggle.com/
www.notoart.com/
http://goransudzuka.org/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Johanna Constantine, einer Vorfahrin von John Constantine, wurde der Adelstitel genommen. Sie und ihre Schwester, die sie ob der Umstände als ihren Bruder ausgibt (und weder das eine noch das andere ist korrekt), sind nun mittellos. Dank ihrer Kenntnisse der Magie und letztlich ihrer Bekanntschaft mit Jack In The Green wird sie beauftragt, eine rätselhafte Kiste aus dem Meer zu bergen. Großes Unheil soll in ihr enthalten sein, und es gibt Gegenspieler, die es ebenfalls auf diese Kiste abgesehen haben.

Ein so genannter Spinn-Off, ein Special zur eigentlichen Serie, zeigt hier eine Vorfahrin von John Constantine. Die Handlung der vier hier zusammengefassten Hefte, ist wesentlich geradliniger als es die üblichen „Constantine“-Comcis sind. Kaum Überraschungen, und selbst das, was die gesuchte Kiste tatsächlich ist, wirkt eher übertrieben als furchteinflößend.

Der Stil der Zeichnungen erinnert an die frühen „Gespenster“-Comics, ist sehr glatt und sauber. Natürlich fehlt von der Umgebung her das moderne, verdreckte Großstadtleben, aber auch in 1785 könnte es mehr Struktur und Hintergrund geben, als hier gezeigt wird. Das Cover spiegelt sehr überzogen den Stil der Geschichte und Zeichnungen wider: Glatt, mit einem dicken Rahmen und hellen Farben ohne Schatten oder Schattierungen. Einzig Jack In The Green bringt etwas mehr Farbe ins Geschehen, er hat einen Hintergrund, der seine Aktionen, seine Hilfe wenigstens irgendwie verständlich macht.

Dagegen soll die Rückgewinnung ihres Adelstitels für Lady Constantine Grund genug sein, u. a. ihre Schwester gefährlichen Situationen auszusetzen? Fraglich. Dazu fällt die Magie der Lady auch viel zu leicht, der gute Jack ist in den meisten Fällen zu schnell zur Hand, und auch sonst hegt die Frau kaum Zweifel an ihrem Vorgehen. Insgesamt ist es eine nette kleine Geschichte, die irgendwie auch ins Universum des „Hellblazer“ passt, ohne dass sie in diesem aber einen wesentlichen Platz einnähme: Unterhaltung für zwischendurch um die Wartezeit auf den nächsten echten „Constantine“ zu überbrücken.

Copyright © 2010 by Thomas Folgmann (ft)

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