Nana & Kaoru – Black Label 4

Ryuta Amazume
Nana & Kaoru – Black Label 4

Nana to Kaoru – Black Label Vol. 4, Japan, 2014
Panini Comics, Stuttgart, 08/2014
TB, Manga, Erotik, Comedy
ISBN 978-3-95798-124-0
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
2 Farbseiten
Leseempfehlung: Ab 18 Jahre!

www.paninicomics.de
http://www33.ocn.ne.jp/~nichieto/

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Die Sommerferien im Liebesnest von Autor Sarashina-sensei und Sex-Shop-Besitzerin Tachibana-san neigen sich für die Schüler Nana und Kaoru ihrem Ende entgegen. Während die beiden Erwachsenen ihre Ängste besiegen, sich ihre Gefühle füreinander eingestehen und ihre Beziehung weiterentwickeln konnten, sind die Teenager immer noch zu gehemmt für den entscheidenden Schritt.

Nur zu gern wüsste Nana, was Kaoru wirklich für sie empfindet, und auch Kaoru sehnt sich insgeheim nach mehr als ihrer gemeinsamen Beschäftigung, dem BDSM. Aber unverändert behalten beide ihre Geheimnisse für sich und ziehen sich immer gleich zurück, wenn der Moment geeignet wäre, die Initiative zu ergreifen. Dass sie einander während einer Regennacht an den Händen halten, ist von daher ein gewaltiger Fortschritt für beide, der mehr bedeutet als alles, was bisher zwischen ihnen war. Als die Gastgeber früher abreisen müssen, als geplant, bleiben Nana und Kaoru zurück, um das Haus sturmfest zu machen. Obwohl sie wissen, dass sie sich beeilen müssen, da der Zugverkehr eingestellt wird, zögern sie das Packen hinaus, bis der Sturm hereinbricht. Im Bewusstsein, dass sie beide hatten bleiben wollen, beginnt Kaoru die Vorbereitungen für eine besonders aufwändige BDSM-Session.

Damit bleibt alles beim Alten, wenngleich die Protagonisten neue Erfahrungen gesammelt haben und sich minimal weiterentwickeln konnten: So lange Kaoru der unattraktive Zwerg an der Seite von der schönen, umschwärmten Nana bleibt, wird er nur ihr geheimer BDSM-Partner sein und nie ihr offizieller Freund werden – sehr zur Beruhigung der männlichen Leserschaft, die keine ‚Konkurrenz‘ wünscht. Der Mangaka konzentriert sich darum auf die Beziehung der beiden Erwachsenen, die als Nebenfiguren weniger bedeutsam sind und als Mentoren fungieren, zeigen sie doch, was aus Nana und Kaoru eines Tages werden könnte, wenn die gemeinsame Leidenschaft sie auch weiterhin verbindet und sie irgendwann zu ihren Gefühlen stehen.

Erst zum Ende des Bandes hin greift Ryuta Amazume das Thema wieder auf, weshalb das Publikum in erster Linie diese Serie liest: BDSM. Nana und Kaoru sind endlich allein, haben die ganze stürmische Nacht, bis der erste Zug fährt, für sich und ihre Aktivitäten. Aber noch passiert nichts, der Leser soll zappeln und an den Vorbereitungen teilhaben – das Sahnehäubchen wird in der Fortsetzung über die Story gestülpt. Insofern fällt „Nana & Kaoru – Black Label 4“ vergleichsweise sehr harmlos aus.

„Nana & Kaoru – Black Label“ ist hauptsächlich an ein männliches Publikum ab 18 Jahre adressiert, das sich für BDSM interessiert und Spaß daran hat, üppige Frauenkörper in Posen zu bewundern, an die sich andere Künstler nicht unbedingt heranwagen. Die Comedy-Einlagen sind etwas gewöhnungsbedürftig, und auf Dauer könnte die Handlung langweilig werden, wenn die Hauptfiguren mit ihrer Beziehung weiterhin auf der Stelle treten.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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