Nana & Kaoru 12

Ryuta Amazume
Nana & Kaoru 12

Nana to Kaoru 12, Japan, 2014
Panini Comics, Planet Manga, Stuttgart, 03/2015
TB, Manga, Erotik, Comedy
ISBN 978-3-95798-278-0
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler
Leseempfehlung: Ab 18 Jahre!

www.paninicomics.de
http://www33.ocn.ne.jp/~nichieto/

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Aufgrund eines Missverständnisses ist Nana ohne Slip zu einem Crèpes-Wagen unterwegs, der sich auf einem Hügel befindet. Am Fuß der Treppe lauern zahlreiche junge Spanner, die hoffen, einen Blick unter die Röcke der ahnungslosen Mädchen erhaschen zu können. Wie immer lässt diese Art der ‚Abwechslung‘ Nana nicht kalt, im Gegenteil, es versetzt sie in Ekstase, und das muss sie vor Haruka verbergen, die mit ihr über Ryouko sprechen möchte. Haruka entpuppt sich als Mitschülerin von Ryouko, die wiederum das Geheimnis von Nana und Kaoru kennt und sich dazugesellt, um Nana eine peinliche Situation zu ersparen. Letztendlich ist es jedoch Kaoru, von dem Nana gerettet werden möchte. Auch wenn sie es sich selbst nicht eingestehen will, empfindet sie mehr für ihn als bloß eine oberflächliche Freundschaft, die auf ihrem gemeinsamen Interesse an BDSM beruht. Aber wird Kaoru rechtzeitig kommen? Wegen einer schweren Erkältung sollte er eigentlich das Bett hüten.

Natürlich ist das längst nicht alles, was im zwölften Band von „Nana & Kaoru“ passiert. Der Fokus richtet sich zwar auf die Beziehung der beiden, aber auch die pikanten Geheimnisse einiger anderer werden aufgedeckt und somit weitere Spielarten, die über Vanilla-Sex hinausgehen, vorgestellt und erklärt. Dabei versucht Ryuta Amazume, deutlich zu machen, dass all diese Sehnsüchte ein ganz normaler Aspekt der Persönlichkeit sind, für die sich niemand schämen muss, denn hätten nicht auch viele andere solche oder noch viel ‚abgedrehtere‘ Bedürfnisse, gäbe es die ganze Sex-Industrie nicht, die diese Wünsche bedient.

Auch würden keine Manga-Reihen wie „Nana & Kaoru“ publiziert, fände sich unter den Lesern niemand, der neugierig auf BDSM ist, selbst wenn er oder sie es nicht selbst würden praktizieren wollen. Das, was vom Nimbus des ‚Geheimen‘, des ‚Verbotenen‘, ja, des ‚Perversen‘ umhüllt ist, reizt viele, was auch Bücher/Filme wie „Feuchtgebiete“ und „Fifty Shades of Grey“ belegen. Was früher indiziert worden wäre, wandert inzwischen problemlos über den Ladentisch und gelangt sogar in die Bestsellerlisten.

„Nana & Kaoru 12“ endet mit einem kleinen Cliffhanger: Kaorus Mutter hat das Lederhalsband entsorgt, mit dessen Hilfe Nana erstmals die Freuden der ‚Abwechslung‘ auskostete. Als sie sich nach Ersatz umsieht, begreift sie, dass diese Accessoires nicht einfach austauschbar sind, denn um sie für den persönlichen Gebrauch tauglich zu machen, unterzog Kaoru jedes Objekt einer sorgfältigen Vorbereitung. Ein Tipp von Tachibana-San, die in dem Sex-Shop arbeitet, den beide regelmäßig besuchen, bringt das Paar auf die Idee, ein maßgefertigtes Halsband zu kaufen, doch der Künstler schickt die jungen Kunden einfach nach Hause …

Nach diesem offenen Schluss muss der Leser auch den Folgeband kaufen, will er erfahren, ob die Titelfiguren ihren Wunsch doch noch erfüllt bekommen – und was sie sonst noch alles ausprobieren. Vielleicht wieder ein bisschen mehr als in diesem Tankobon, in dem die Beziehung der beiden humorig beleuchtet wird und auch einige andere Charaktere ihre Sehnsüchte beschreiben. So nutzt sich das Miteinander von der schönen Nana und dem Zwerg Kaoru nicht so schnell ab, denn vorankommen oder Sex haben, dürfen sie nicht, zumal ein attraktiver Kaoru, wie Nana ihn sich erträumt (er wird ja älter und wächst sicher noch …), ein Rivale für das männliche Publikum ab 18 Jahre wäre, an das die Serie adressiert ist.

Von daher: Es passiert nicht viel Neues, man lernt eine weitere BDSM-Spielart kennen, und der Cliffhanger macht neugierig, wie es weitergeht. Ist man mit der Reihe vertraut, weiß man auch, was man hinsichtlichd er Illustrationen erwarten darf, nämlich hübsch gezeichnete, puppenhafte ‚sexy girls‘ in Pin-Up-Posen und wenig attraktive Jungs.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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