Ohnmächtig vor Glück 1

Yuki Yoshihara
Ohnmächtig vor Glück 1

Darling wa namamono nitsuki, Japan, 1997
Tokyopop, Hamburg, 9/2008
TB, Manga, Romance, Comedy, 978-3-86719-532-4, 192/650
Aus dem Japanischen von Kastellamedia

www.tokyopop.de

Die deutschen Manga-Verlage haben mittlerweile entdeckt, dass die Hauptleserschaft ihrer Geschichten nicht mehr Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren sind, sondern eher Mädchen zwischen zwölf und fünfundzwanzig Jahren. Dementsprechend erscheinen immer mehr Einzelbände und Serien, die versuchen, deren Interessen zu berücksichtigen.

Nicht mehr länger stehen die Schule, Freundschaft und erste Liebe im Vordergrund sondern romantische bis leidenschaftliche Beziehungen, in denen es auch schon einmal sehr körperlich werden kann.

„Ohnmächtig vor Glück“ wird die junge Setsuko, als sie zum ersten Mal die wahre Liebe erfährt. Dumm ist dabei nur, dass sie ausgerechnet in einer Transvestitenbar aushilft, in der ihr Vater nicht nur arbeitet, sondern die ihm auch noch gehört. Als sie sich während ihres Dienstes mit heißem Wasser verbrüht, kümmert sich ein junger Arzt um sie, der zufällig mit Bekannten in der Bar weilt.

Setsuko verliebt sich augenblicklich in ihn. Sie will ihn um jeden Preis wieder sehen und eine Beziehung mit ihm beginnen. Doch wie soll sie ihm begreiflich machen, dass sie kein Transvestit ist sondern eine Vollblut-Frau?

Die Gelegenheit bekommt sie, als sie entdeckt, dass der Arzt ausgerechnet im Gesundheitsdienst der Firma arbeitet, in der sie ihren langweiligen Bürojob hat. Doch auch als diese erste Hürde umschifft ist, erwarten Setsuko und ihren Traumprinzen noch viele stürmische Klippen, die erst einmal umschifft werden wollen.

Yuki Yoshihara erzählt in „Ohnmächtig vor Glück“ die Geschichte einer stürmischen, aber dennoch sehr romantischen Liebe. Doch auch wenn ihre Heldin überraschend schnell im Hafen der Ehe landet, ist die Geschichte noch lange nicht vorbei.

Die Künstlerin hält sich allerdings nicht groß damit auf, die Figuren und ihr Umfeld erst einmal vorzustellen, sondern geht gleich in die Vollen. Was um die beiden herum passiert – seien es nur Setsukos schräger Vater und seine Arbeitsumgebung, die Kollegen im Büro und schließlich auch die recht konservativen Schwiegereltern -, scheint eher nebensächlich, da die Beziehung im Vordergrund steht.

Auffällig ist wieder einmal, dass Setsuko nur einmal wirklich von sich aus aktiv wird, aber ansonsten das Klischeebild der Japanerin erfüllt und nur auf das reagiert, was ihr Mann will oder im Umfeld geschieht. Allerdings ist das in vielen westlichen Liebesromanen auch nicht anders – es wird nur besser ummantelt.

„Ohnmächtig vor Glück“ richtet sich vor allem an Leserinnen, die Spaß an romantisch-humorvollen Geschichten haben, in denen es auch ein wenig erotisch kribbelt, ohne jedoch dabei ins Detail zu gehen. (CS)

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Ohnmächtig vor Glück 01

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