Orbital 3.2. – Widerstand

Text von Sylvain Runberg
Zeichnungen von Serge Pellé
Orbital 3.2. – Widerstand
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(sfbentry)
Orbital: Résistance (2015)
Splitter Verlag
ISBN: 978-3-86869-111-5
Comic & Manga
1. Auflage 1.10.2015
Übersetzt von Tanja Krämling
55 Seiten; Maße:  322 x 233 mm
Hardcover
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www.splitter-verlag.eu

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Vorbemerkung

Folgende „Orbital“-Bände sind bereits erschienen:
Bd. 1: Brüche (12.2007)
Bd. 2.1: Nomaden (09.2009),
Bd. 2.2: Verwüstung (11.2010)
Bd. 3.1: Gerechtigkeit (10.2012)
Orbital – Aufzeichnungen Bd. 1 (von 2): Erste Begegnungen (12.2013)

Comic und Fazit

Drei Jahre mussten Orbital-Fans ausharren, bis der ersehnte letzte Teil der 3. Mission bei deutschen Comic-Händlern auslag. Eine lange Zeit, und nicht nur wenn man die Erscheinungsfrequenz der vorherigen Teilmissionen betrachtet: im Schnitt anderthalb Jahre pro Band. Zwischendurch konnte man sich zwar noch mit einem Spin-Off der Serie „Orbital – Aufzeichnungen Bd. 1: Erste Begegnungen“ die Wartezeit versüßen (der sicher einer der Gründe für die Verzögerung war), aber richtig befriedigen bei so vielen losen Enden kann eben nur der echte Abschluss der Mission. Werden wenigstens jetzt alle Fragen beantwortet?

Die Mission (Band 3.1 – Gerechtigkeit) beginnt dramatisch und aussichtslos: Kaleb Swany liegt im Koma (am Ende der 2. Mission war er bei einer selbstlosen Aktion von bzw. mit einem Varosash infiziert worden; so genau lässt sich das bei derart gestaltlosen, fast undefinierbaren Aliens nicht sagen). Er und die Sandjarin Mezoke Izzua, beide diplomatische Agenten der IDA und stets als Team im Einsatz, sind angeklagt, den Zwischenfall mit o.e. Varosash während der Feierlichkeiten der Konföderation auf der Erde ermöglicht zu haben, dem viele Menschen zum Opfer gefallen waren. Den beiden Agenten gelingt jedoch die Flucht, und bis zum Ende des Bandes 3.1 haben sie sich zum letzten Unterschlupf der Sandjaren auf Schem gerettet. Leider sind ihnen die Schergen des neuen Obersten Würdenträgers Ekkhlid bereits auf den Fersen. Aber auch Kalebs jüngere Schwester Kristina mit ihrer Gruppe hat Kalebs und Mezokes Spur aufgenommen. Sie hatte zuvor schon einen alten Bekannten (Colonel Hektor Ulrich, u.U. noch bekannt aus Band 1) gefangen genommen. Man ahnt, dass sie nichts Gutes mit ihm vorhat. Die Geschehnisse um Nina Liebert, die der Genesung ihres „lebenden“ Raumschiffes Angus beiwohnt, bilden den letzten der parallelen Handlungsstränge.

Nur so viel sei zur Handlung von „Widerstand“ (Band 3.2) verraten: ja, die Fäden verbinden sich zu einem (vorläufigen) Ende, wobei sowohl Kaleb als auch Angus noch eine gewichtige Rolle spielen. Das Zusammenführen der Handlungsstränge, die teilweise Auflösung offener Fragen geschieht allerdings nicht gewaltlos, und damit meine ich nicht die Kämpfe innerhalb der Story, sondern das, was der Story angetan wird. War die erste Mission (Doppelband „Brüche“) noch sehr stringent, übersichtlich und durch den gut nachvollziehbaren Handlungsfaden extrem spannend, werde ich hier das Gefühl nicht los, dass die Geschichte aus den Fugen geraten ist und versucht wird, mit viel Action Spannung herbeizuführen. Action ist nur leider nicht gleich Spannung. Vielleicht hätte sich Szenarist Sylvain Runberg auf einen kleineren Teil der Parallelhandlungen konzentrieren müssen, um der Story mehr Biss zu geben, den Leser nicht zu überfordern – und um dem genialen Artwork von Serge Pellé mehr Raum zu verschaffen.

Der Band ist nicht übel, Fans der Serie werden ihn sich ohnehin anschaffen. Auch Besitzer vom ersten Teil können ihn sich ins Regal stellen, nicht nur der Vollständigkeit halber. Aber man sollte die Geduld aufbringen, die Vorgängerbände, die in den letzten acht Jahren erschienen sind, vorher nochmal anzuschauen. Zumindest sollten sie zum Nachschlagen bereit liegen. Das Artwork ist, wie schon erwähnt, hervorragend, auch wenn mir die ruhigeren Passagen mit weniger aggressiven Farben fehlen. Insgesamt ist „Orbital 3.2 – Widerstand“ ein gewohnt bildgewaltiger Missionsabschluss – allerdings nicht leicht durchschaubar.

Copyright © 2015 by Michael Bahner

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