R.I.P.D. – Originalcomic zur Kinoadaption

Peter M. Lenkov
R.I.P.D. – Originalcomic zur Kinoadaption

R.I.P.D. Volume 1, Dark Horse, USA, 2001
Cross Cult, Ludwigsburg, 06/2013
HC, Comic, Krimi
ISBN 978-3-86425-178-8
Aus dem Amerikanischen von Frank Neubauer
Titelillustration von Dave Wilkins
Zeichnungen von Lucas Marangon, Tusche von Randy Emberlin, Farben von Dave Nestelle

www.cross-cult.de
http://davewilkinsart.com
www.randyemberlin.com

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Nick Cruz hatte alles. Einen guten Job als Polizist, eine hübsche Frau und tolle Kinder. Doch eines Tages wird ihm all das genommen, denn bei einem Einsatz stirbt er. Statt jedoch im Himmel Harfe zu spielen, findet er sich in den Räumen des Rest In Peace Departements wieder, dem R.I.P.D. Dort schieben tote Cops Dienst, und ihre Aufgabe ist es, untote Wesen aller Art im Zaum zu halten. Ihre Dienstzeit beträgt 100 Jahre; erst dann winkt himmlische Erlösung.

An der Seite von Sheriff Roy Powell macht Cruz seine ersten Schritte im ‚Leben nach dem Tod‘. Aber nicht nur sein neuer Job beschäftigt ihn, sondern auch die Frage, wer zur Hölle ihn ermordet hat. Als sich beides zu einem undurchsichtigen Brei vermischt, wird es für ihn und seinen altgedienten Partner wirklich gefährlich …

Der vorliegende Comic hat alles, was der Film-Adaption fehlt. Er ist spannend, temporeich, teils sehr witzig und voll skurriler Ideen. Nichts davon hat es auf die Leinwand geschafft, was den Film zu einem künstlerischen wie finanziellen Flop macht. Vielleicht war es keine gute Idee, einen deutschen Regisseur mit der Umsetzung zu betrauen; entweder deutsche Regisseure drehen überdrehte Komödien, die höchstens RTL-Zuschauer witzig finden, oder sie produzieren tragische Nazi- und DDR-Aufarbeitungen. Roland Emmerich ist hier die Ausnahme, welche die Regel bestätigt.

Während der Film also als Reinfall gewertet werden darf, zeigt der Comic, warum „R.I.P.D.“ eine wirklich gute Sache ist. Die Story ist logisch und spannend, wenn auch sicherlich an einigen Stellen überzeichnet. Die Bilder unterstützen die Handlung perfekt, sind sie doch oft detailliert, ohne aber Gore zu präsentieren. Dazu passen auch die teils realistischen, dann wieder grellen und recht bunten Farben, die bestimmte Szenen ironisch-abgedreht, andere umso wirklicher erscheinen lassen. Die Aufmachung des Bandes könnte kaum besser sein. Der stabile Hardcover-Umschlag sowie das hochwertige Papier verleihen der Ausgabe etwas Edles und sorgen dafür, dass sich der Comic wunderbar im Regal macht.

Bedenkenswert ist für manche Leser vielleicht, dass diese Story auf christlicher Mythologie basiert. Gott im Himmel, Satan samt Dämonen in der Hölle und Sünder, wohin man schaut. Es ist die uralte christliche Interpretation teils alttestamentarischer Geschichten, die hier durchscheint. Leser, die diesen Komplex ablehnen, sollten sich beim Kauf dieses Comics darüber im Klaren sein, was sie erhalten. Letztlich aber ist es eine Geschichte, die – wenn man sich darauf einlässt – wunderbar funktioniert und viel Spaß macht.

Ein Comic für Horror-Fans, der in keiner Sammlung fehlen darf!

Copyright © 2013 by Gunter Arentzen (GA)

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