Shishunki Miman 3

Yuu Watase
Shishunki Miman 3

Shishunki Miman Okotawari Vol. 3, Japan, 1991
EMA, Köln, 11/2008
TB, Manga, Romance, Comedy, Drama, 978-3-7704-6918-5, 190/600
Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler

www.manganet.de
www.y-watase.com/top/top.html

Am Sterbebett der Mutter verspricht Asuka, ihren verschwundenen Vater zu suchen. Der Zufall bringt sie in Tokyo mit ihren Halbgeschwistern Manato und Kazusa zusammen, die den Vater ebenfalls noch nie gesehen haben. Als Asuka erfährt, dass er ein Vorstandsmitglied der Schule ist, die von den dreien besucht wird, und sich besonders für sportliche Leistungen begeistert, beschließt sie, viel zu trainieren, um den Vater beim nächsten Turnier beeindrucken – und kennen lernen! – zu können.

Widrige Umstände machen Asukas Hoffnungen zunichte, doch sie gibt nicht auf und fasst den nächsten Wettkampf ins Auge. Dann jedoch verletzt sie sich, und es scheint ganz so, als könne sie niemals wieder ihr Bein so bewegen wie bisher. Eine Welt bricht für Asuka zusammen.

Obendrein ist ihre Beziehung zu Manato und Kazusa komplizierter geworden. Kazusa deutet an, dass sie vielleicht gar nicht mit ihrem Bruder blutsverwandt und demzufolge zwischen ihnen eine Beziehung möglich ist, in die sich Asuka nicht hinein drängen soll. Manato wiederum fühlt sich zu Asuka hingezogen, die alle Hände voll zu tun hat, um ihn auf Abstand zu halten, obwohl sie es gar nicht will…

„Shishunki Miman“ ist in drei Bänden abgeschlossen, so dass dieses Tankobon alle Antworten auf die noch offenen Fragen gibt: Wer ist der Vater von Asuka, Kazusa und Manato? Stammt eines der Geschwister tatsächlich von anderen Eltern? Weshalb hat der Vater seine Familie verlassen und sich nie gemeldet? Kann es eine gemeinsame Zukunft für die Familie und eine Beziehung zwischen Manato und Asuka geben?

In Japan liegen zwei Sequels vor, „Zoku Shishunki Miman Okotowari“ (3 Bd.) und „Shishunki Miman Okotowari Kanketsuhen“, sowie vier Novels, die von Megumi Nishizaki geschrieben und von Yuu Watase illustriert wurden. Ob diese Titel, die sich mit dem weiteren Schicksal der Protagonisten befassen, auch in Deutschland erscheinen werden, ist nicht bekannt.

Hauptfigur der Serie ist die selbstbewusste Asuka, die jedoch weit weniger rücksichtslos ist, als sie sich anfangs gibt. Zwar ist sie bereit, eine Menge anzustellen, um ihren Vater zu finden, doch sie sorgt sich sehr um die Geschwister und Freunde und ist auch bereit, für deren Wohl mit den eigenen Interessen zurückzustecken. Mehrfach erhält sie die Gelegenheit zu beweisen, wozu sie fähig ist und nimmt damit die Personen ihres Umfelds für sich ein. Im Vergleich bleiben Manato und Kazusa relativ blass, und die übrigen Figuren sind vor allem im Abschlussband kaum mehr als Statisten.

Man merkt der Serie an, dass sie ein Frühwerk der beliebten Mangaka ist, denn Charaktere und Plot sind nicht annähernd so komplex wie in späteren Titeln. Ihr Stil wirkt noch etwas unfertig, ist jedoch schon unverkennbar.

Für Fans ist „Shishunki Miman“ gewiss ein Muss. Ist man etwas wählerischer, dann genügt es, die wichtigsten Reihen von Yuu Watase wie „Ayashi no Ceres“ und „Fushigi Yuugi“ zu kennen, da „Shishunki Miman“ nichts Neues im Shojo-Genre bietet und es eine Vielzahl vergleichbarer Titel gibt, die Leserinnen zwischen 10 und 14 Jahren mit ähnlichen Themen genauso gut unterhalten. (IS)

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Shishunki Miman 03

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