Slackers Unlimited 2

slackers-unlimited-2Daniel Gramsch
Slackers Unlimited 2

Comicwerk, Berlin, 3/2007
Comic-Heft, Humor, Satire, 28/300
Titelillustration, SW-Zeichnungen und Text von Daniel Gramsch, Backcover von Guido Neukamm

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Im Nachwort, das eigentlich eher ein Vorwort ist, erzählt Daniel Gramsch, warum es drei Jahre gedauert hat, bis der zweite Band von „Slackers Unlimited“ erschienen ist. Wie so viele Titel litt auch Bd. 1 unter eher verhaltener Resonanz. Was bei den ‚großen’ Verlagen nicht selten ein sofortiges Canceln der Serie zur Folge hat, wirkt sich bei den ‚kleinen’ Kollegen, die gezielt für einen bestimmten Kreis produzieren, nur demotivierend aus – und es bedarf dann bloß eines kleinen Anstoßes, dass das Projekt zu einem passenden Anlass wieder aus der Versenkung gehoben wird.

So kommen jene, die sich schon über die Geschichten in Bd. 1, die das Verlags- und Künstlerleben trefflich beschrieben, köstlich amüsiert haben, in den Genuss weiterer Episoden, die meist auf tatsächlichen Begebenheiten und Personen beruhen, natürlich verfremdet, voller Selbstironie und übertrieben dargestellt.

Die ‚Slackers’ (= träge, lustlose Personen) sind hier das Redaktions-Team und die Leute aus ihrem Umfeld, die selten etwas auf die Reihe bekommen, da ihnen alles wichtiger ist als ihre eigentliche Arbeit. Beispielsweise sucht man nach Erleuchtung, die einen Mitarbeiter sind zu und die anderen überhaupt nicht kompetent, das Abhängen an der Playstation als Running Gag darf ebenso wenig fehlen wie die Überlegung, ob es nicht sinnvoller wäre, statt Comics Mangas zu zeichnen, weil diese höhere Verkaufszahlen verbuchen. Dabei wird gern aus Film und Literatur zitiert und durch Wortwitz der alltägliche Wahnsinn zum Ausdruck gebracht.

Auf jeder Seite finden sich vier Panels, die eine humorige Momentaufnahme ergeben, welche mit der nächsten mehr oder minder verknüpft ist, so dass sie zusammen eine größere Geschichte bilden. Die Zeichnungen sind cartoonhaft und auf das Wesentliche reduziert, um nicht von der Pointe abzulenken.

Sicher ist „Slackers Unlimited“ kein Comic, auf den die breite Masse anspricht.

Dafür ist das Thema zu ungewöhnlich und die Gestaltung, die an ein dünnes Fanzine erinnert, zu unauffällig. Der Titel versteht sich eher als ein Geheim-Tipp für Insider, die selber mit der Verlags-Szene zu tun haben und in Folge über die skurrilen Scherze schmunzeln können. (IS)

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