Spring Flower 3

Yuana Kazumi
Spring Flower 3

Haru Hana, Vol. 3, Japan, 2005
Carlsen Manga, Hamburg, 10/2008
TB, Manga, Romance, Drama, Comedy, 978-3-551-78833-7, 176/600
Aus dem Japanischen von Kai Dun unter Mitarbeit von Rie Nishio

www.carlsenmanga.de
http://home.s01.itscom.net/yuana/

Die Schülerin Hana jobbt in einem Relaxation-Studio, um für die Schulden ihrer älteren Schwester aufzukommen. Schon bald macht ihr die Arbeit große Freude, denn die Kollegen sind nett, und durch ihre Tätigkeit kann sie anderen helfen. Hier kommt sie langsam auch ihrem Mitschüler Haru näher, der sie meist so lange neckt, bis sie explodiert bzw. einen Nesselausschlag bekommt: Hana reagiert allergisch auf hübsche Jungen.

Als sie erkennt, wie er wirklich ist, verliebt sie sich in ihn, aber zu sehen, wie Nakajima ihn küsst, macht Hana so traurig, dass sie nach Osaka zurückkehren will. Haru hält sie auf – und wird kurz darauf entführt. Wer sind die Männer in Schwarz? Warum wird niemand zu Haru vorgelassen? Weshalb verabschiedet er sich von allen?

Hana will wissen, was das zu bedeuten hat. Offensichtlich hängen die mysteriösen Geschehnisse mit dem Teil seiner Erinnerungen zusammen, den Haru verloren hat. Angeblich musste er beobachten, wie sein Vater die Mutter getötet hat. Seine Oma will, dass Haru sich endlich erinnert, damit sie ihrem Schwiegersohn den Mord nachweisen kann. Wie sehr sie Haru damit quält, ist ihr egal, und wenn seine Freunde ihren Plänen in die Quere kommen, wird sie ihre Möglichkeiten nutzen, um Shinnosukes Läden zu ruinieren…

Der Abschlussband von „Spring Flower“ gibt die Antworten auf alle noch offenen Fragen. Dabei steigern sich die Geschehnisse zu einem dramatischen Höhepunkt, wie man ihn zu Beginn der harmlos-witzigen Serie niemals erwartet hätte. Es schein fast, als hätte Yuana Kazumi diese Wende zunächst nicht geplant gehabt, denn sie kommt doch sehr abrupt. Man wusste zwar, dass sich Haru an einige Vorkommnisse nicht mehr erinnern kann, doch finden sich nirgends Andeutungen, welche Tragödie sich in seinem Heim abspielte.

Tatsächlich fehlt diesem Tankobon auch der lockere, fröhliche Unterton. Die Kabbeleien der Schüler sind kein Thema mehr, der Nesselausschlag als Running Gag wird nur noch am Rande erwähnt – stattdessen dreht sich alles um wahre Freundschaft, den Zusammenhalt gegenüber jenen, die die Gruppe auseinander bringen wollen, die Aufklärung eines Familiendramas.

Erst am Ende glätten sich die Wogen wieder, und die Geschichte versucht, an ihre fröhlichen Anfangs-Kapitel anzuknüpfen. Viel Raum bleibt dafür jedoch nicht. In Folge stagniert auch die Romanze an einem Punkt, an dem ein schüchterner Kuss das Maximum ist und die Kabbeleien wieder aufgenommen werden.

Schon daran und an dem vorhersehbaren Happy End merkt man, dass sich der Titel an sehr junge Leserinnen ab 12 Jahren wendet, die noch schwanken, ob sie Jungen blöd oder nett finden sollen. Die Handlung ist einfach und geradlinig, bemüht sich um Tiefe, wenn es um Freundschaft geht, bleibt aber – was sicher auch an der Kürze der Serie liegt – eher oberflächlich und auf leichte Unterhaltung angelegt.

Die Illustrationen sind zart und skizzenhaft.
„Spring Flower“ ist keine Serie, die man unbedingt in der Sammlung haben muss, da First Love im Schüler-Milieu bereits in so vielen anderen Titeln verarbeitet wurde und man hier nicht wirklich Neues findet. Gerade das reifere Publikum tritt mit Erwartungen an einen Manga heran, wie sie diese Trilogie schwerlich erfüllen kann.

Junge Mädchen, die erst wenige Reihen dieser Art gelesen haben und sich langsam von „Milk Crown“, „Tokyo Mew Mew“ oder „Kaito St. Tail“ zu lösen beginnen, finden in „Spring Flower“ eine Übergangslektüre zu Reihen wie „Sweet & Sensitive“, „Orange Planet“ und „Ciel“. (IS)

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Spring Flower 03: HaruHana: BD 3

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