Suiren

Mio Nanao
Suiren

(sfbenry)
Japan, 2011
EMA, Köln, 02/2013
TB, Manga, Romance, Drama
ISBN 978-3-7704-7855-2
Aus dem Japanischen von Ai Aoki

www.manganet.de

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Mio Nanao wurde an einem 29. Februar in Hyogo, Japan geboren. Seit 2009 publizierte sie acht Oneshots und arbeitet gegenwärtig an ihrer ersten fortlaufenden Serie. Alle Titel sind an Leserinnen adressiert und thematisieren hauptsächlich Romanzen im Schülermilieu, so auch „Suiren“.

„Suiren“:
Rio ist eine begeisterte Schwimmerin und trainiert eifrig, um noch besser zu werden. Darum passt es ihr gar nicht, dass sie ihre Zeit für die Nichtschwimmerin Yokoyama opfern soll, die der AG nur beigetreten ist, um ihrem Schwarm Jun nahe sein zu können. Rio hat Jun ebenfalls gern, weiß aber nicht, woran sie bei ihm ist. Sie nimmt Yokoyamas Geständnis als Anlass, ihre Gefühle zu verbergen, zumal die Mitschüler das andere Mädchen bei ihren Bemühungen um Jun unterstützen wollen.
Tatsächlich steht Yokoyama schon bald wie ein Keil zwischen Rio und Jun und lässt keine Gelegenheit verstreichen, sich ihm aufzudrängen und Rio an den Rand zu schieben. Allein Jun erkennt, was in Rio vorgeht, aber er will, dass sie zu ihren Gefühlen steht und nicht mehr davonläuft.

„Wie man mit diesem ‚S…‘ umgeht“:
Kanako findet Sakota nett und niedlich, kann sich aber nicht vorstellen, sich in ihn zu verlieben. Während eines Ausflugs zeigt er, dass er auch eine andere Seite hat und als Mann ernst genommen werden will. Kanako ist verwirrt.

„Der Sommer, in dem wir …“:
Als Takeru erfährt, dass seine Mitschülerin Sawaguchi am nächsten Tag umziehen soll, möchte er ihr in einem Brief seine Gefühle gestehen. Zufällig wird er Zeuge eines Gesprächs, aus dem er erfährt, dass das stille Mädchen seit Jahren vom Vater misshandelt wurde und trotzdem nicht zur Mutter ziehen möchte, weil es in ihrem Heimatort jemanden gibt, den sie gern hat. Takeru findet Sawaguchi am Strand und begreift schließlich, dass er derjenige ist, für den sie eine bessere Zukunft opfern will. Daraufhin behauptet er, mit einer anderen zusammen zu sein, um Sawaguchi einen Neuanfang zu ermöglichen, auch wenn das bedeutet, sie vielleicht nie wiederzusehen.

Laut Klappentext bringt die Liebe zum Wasser drei Teenager-Paare zusammen. Das mag auf die Titelstory und in gewisser Weise auch auf die dritte Geschichte zutreffen, aber in der zweiten kommt Wasser nicht einmal vor. Davon einmal abgesehen, sind alle Erzählungen im Schüler-Milieu angesiedelt und befassen sich mit der ersten großen Liebe auf verschiedene Weise. Rio und Jun bringt tatsächlich der Sport zusammen. Bevor sie ihr Glück finden, muss Rio jedoch Selbstvertrauen entwickeln und zu ihrer Liebe stehen. Ihre Rivalin ist gerissen und nutzt es aus, in Rio Gewissensbisse zu wecken und systematisch eine Distanz zwischen ihr und Jun aufzubauen. Anders als in den meisten Romanzen ist diesmal der Junge klug genug, um das böse Spiel zu durchschauen.

Kanako und Sakota sind ein sehr gegensätzliches Paar. Letzterer leidet darunter, dass das Mädchen seine Gefühle nicht bemerkt und in ihm lediglich einen guten Kumpel sieht. Als er ihr durch ein ganz anderes Verhalten Angst einjagt, beginnt sie ihn mit anderen Augen zu sehen. Subtil ist Sakotas Vorgehen nicht gerade und auch nicht zum Nachahmen zu empfehlen. Takeru ist bereit, seine eigenen Wünsche aufzugeben, um Sawaguchi dabei zu helfen, alles hinter sich zu lassen. Auf die Misshandlung durch den Vater wird nicht näher eingegangen. Stattdessen steht Takeru und sein selbstloses Handeln ganz im Mittelpunkt. Sein Verzicht soll nicht unbelohnt bleiben, und das freut die Leser.

Die Illustrationen sind klar und Personen bezogen, die Hintergründe eher dürftig. Stilistisch lässt sich Mio Nanao mit Kaho Miyasaka („Lebe deine Liebe“), Ayane Ukyo („Biyaku Café“) oder Ayu Watanabe („L-DK“) vergleichen. Wer an den Büchern dieser Künstlerinnen Freude hat, wird auch Mio Nanaos Oneshot zu schätzen wissen.

„Suiren“ wendet sich an romantische Leserinnen ab 12 Jahre, die hübsch gezeichnete, nachvollziehbare Geschichten mögen, die im Schüler-Milieu angesiedelt sind.

Copyright by 2013 © Irene Salzmann (IS)

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