World of Warcraft 02 – Aschenbringer

aschenbringerMicky Neilson
World of Warcraft 02 – Aschenbringer

World of Warcraft: Ashbringer 1 – 4, USA, 2008/09
Panini Comics, Stuttgart, 5/2009
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat, Fantasy, Action
ISBN 9783866078024
Aus dem Amerikanischen von Mick Schnelle
Titelillustration und Zeichnungen von Chris Robinson, Ludo Lullabi & Tony Washington

www.paninicomics.de
www.wow-europe.com/de/index.xml
www.ludolullabi.com/

Viele kennen „World of Warcraft“ zumindest dem Namen nach, denn es ist derzeit das weltweit erfolgreichste Massive-Multiplayer-Online-Roleplaying-Game (kurz „MMORG“). Mittels besonderer Software können sich die Spieler auf einer Plattform im Internet einloggen und dort mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt agieren. Man darf dabei in die Haut von Elfen, Zwergen und anderen Völkern, aber auch eher böse gesonnenen Wesen schlüpfen. Es steht einem frei, die Welt auf eigene Faust zu erkunden, sich kleineren und größeren Questen anzuschließen oder sogar an einer großen Kampagne teilzunehmen, so wie der derzeit aktuellen Erweiterung „Wrath of the Lich King“. Damit man auch fern vom Computer der Welt treu bleibt, erscheinen Romane und nun auch Comics, die Figuren, Artefakte und Ereignisse aufgreifen, die im Spiel selbst auftauchen oder bereits Geschichte sind. So wie Alexandros Mograine und die von ihm geschmiedete Klinge „Aschenbringer“.

In einer Zeit, da die vom Lich King ausgesandte Seuche sich immer weiter über die Königreiche von Lordaeron ausbreitet und Lebende in Untote verwandelt, die dem Ruf des Erzdämons folgen und seine neue Armee bilden, beschließt der Ordenskrieger von der ‚Silbernen Hand’, eine mächtige Waffe zu schaffen. Aus einem dunklen Kristall schmiedet er das Schwert „Aschenbringer“, das allein eine reelle Chance gegen die wandelnden Toten zu haben scheint. Und während er immer mehr Siege erringt, vergisst er darüber seine Söhne. Als er die Macht der Finsternis einmal zu sehr unterschätzt, fällt er und tritt dabei, ohne es zu ahnen, einen Prozess los, der nicht nur den Orden in den ‚blutroten Kreuzzug’ und ‚Argentumdämmerung’ spaltet, sondern auch seine Kinder zu Todfeinden machen wird. Allein sein jüngerer Sohn Darion ist nun noch bereit, etwas für das Seelenheil seines Vaters zu tun und wagt sich deshalb in die Festung der Geißel.

Wirklich aufregend und spannend ist „Aschenbringer“ nicht, wenn man nur wenig von „World of Warcraft“ kennt. Denn die Geschichte wird in vielen – teilweise auch sehr unmotivierten – Sprüngen erzählt, die einzelnen Episoden hängen nicht wirklich zusammen. Da man auch die Charaktere nicht sonderlich kennen lernt, nimmt man keinen wirklichen Anteil an ihrem Schicksal. Stattdessen bietet die Geschichte das, was das Spiel wohl vor allem ausmacht: Ständig müssen sich die Helden in aufreibenden Kämpfen mit bizarren Kreaturen und Feinden messen, Rätsel lösen, Geheimnisse enthüllen und bittere Entscheidungen treffen, ohne so richtig zu wissen was und warum.

Die Handlung orientiert sich an klassischen Mustern der Heroic Fantasy, zelebriert Kämpfe über viele Seiten hinweg, während ruhigere und vor allem erklärende Szenen eher selten sind und nicht einmal wirklich für die Charaktereinführung und -entwicklung genutzt werden. Auch diesmal ist die Darstellung der Figuren eng an die Animation des Spieles angelehnt, was man an den überdimensionierten Muskeln und Rüstungsteilen merkt. Auch der zweite Comic-Sonderband wendet sich vor allem an „World of Warcraft“-Fans, aber auch sie werden nur wenig erfahren, was wirklich neu ist. Normale Leser werden durch die verworrene und zusammengestückelte Handlung eher verwirrt und enttäuscht sein. (CS)

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