After Moonrise

Gena Showalter/P.C. Cast
Geteilte Seele + Die Botschaft
After Moonrise 1

Possessed + Haunted, USA, 2012
SOUL im MIRA Verlag, Hamburg, 12/2013
TB 65084
Romantic Mystery, Erotik, Urban Fantasy
ISBN 978-3-86278-847-7
Aus dem Amerikanischen von Justine Kapeller
Titelgestaltung von fredebold&partner, Köln/pecher und soiron, Köln
unter Verwendung eines Motivs von Thinkstock/Getty Images, München

www.mira-taschenbuch.de
http://pccast.net/
http://genashowalter.com

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In Oklahoma City hat eine Zweigstelle der „After-Moonrise“-Agency ihren Sitz. Die Angestellten sind ausnahmslos Psys, die sich der Probleme der sogenannten Norms und jener Geister annehmen, von denen die Klienten heimgesucht werden. In „Geteilte Seele“ wird Kent Raef, der die Fähigkeit besitzt, negative Emotionen zu spüren, engagiert, um den Mord an Aubrey Wilcox aufzuklären. Der Geist der Toten versucht, dem Ermittler zu erzählen, was vorgefallen ist, doch wann immer sie auf das Verbrechen zu sprechen kommt, wird sie von einer unsichtbaren Gewalt fortgerissen, die nicht nur ihre, sondern auch die Kräfte ihrer Zwillingsschwester aufzehrt. Kann der Mörder nicht gefunden werden, stirbt auch Lauren.

„Die Botschaft“, die die Künstlerin Aurora Harper über ein Bild erreicht, verstört sie derart, dass sie sich an ihren neuen Nachbarn, den suspendierten OKCPD-Detective Levi Reid, wendet. Harper kann sich nicht erinnern, was passiert, wenn sie an jenem Bild malt, das eine grausame Todesszene zeigt, jedoch zunächst ohne die Gesichter von Täter und Opfer preiszugeben. Auch Levi hat gelegentliche Erinnerungslücken, was er verdrängt, um der jungen Frau und ihrer Freundin, die beide in großer Gefahr scheinen, zu beschützen. Aber alles ist noch viel komplizierter und schlimmer, als sie ahnen.

Zwei derzeit – vor allem bei jüngeren Leserinnen – sehr beliebte Autorinnen steuern in „After Moonrise“, einer zeitgenössischen Urban Fantasy-Welt, in der es Geister und übersinnlich begabte Menschen unter den ‚Norms‘ gibt, je eine erotische Romantic Mystery-Novel bei: P. C. Cast („House of Night“, „Partholon“) ist mit „Geteilte Seele“ und Gena Showalter („Unsterblich verliebt“, „Verruchte Nächte“) mit „Die Botschaft“ vertreten. Außer dem Hintergrund stellen wiederkehrende Charaktere die Bindeglieder dar. Da diese nur Nebenrollen innehaben, ist es nicht zwingend nötig, die jeweils andere Novel zu kennen oder in der gegebenen Reihenfolge gelesen zu haben – ob sich das durch eine mögliche Fortsetzung ändert, bleibt abzuwarten.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Geschichten ist, das die Handlung lediglich das Gerüst liefert für eine Romanze und erotische Szenen. Die Aufklärung der Fälle ist mehr oder weniger schmückendes Beiwerk, denn die Entwicklung der Beziehungen steht im Fokus der Autorinnen. So verliebt sich Kent Raef in den Geist von Aubrey Wilcox und sie sich in ihn. Sie machen einander ‚heiß‘, aber um wirklich Erfüllung zu finden, muss Lauren ihren Körper zur Verfügung stellen. Zum Glück sind sich die Zwillinge in praktisch allem einig. Weniger kompliziert läuft es für Levi Reid, der zunächst ein Auge auf Aurora Harpers Freundin wirft, aber sehr schnell Gefühle für die Künstlerin entwickelt, die aus später erklärten Gründen zwar etwas Zeit braucht, sich ihm dann aber willig hingibt.

Während P. C. Cast ihren Beitrag flott und flüssig herunter schrieb, gerät man bei Gena Showalter immer wieder ins Stocken, weil ihre Charaktere zu viel und zu viel Unsinniges bereden, vor allem eingangs. Die Autorin bemüht sich zu sehr, eine verschlungene, spannende Handlung zu konstruieren und erreicht letztlich das Gegenteil. Von daher war der Verlag gut beraten, „Geteilte Seele“ an der ersten Stelle zu platzieren, denn nach einigen Seiten von „Die Botschaft“ hätte mancher vielleicht keine Lust mehr gehabt, die Lektüre zu beenden.

Auch gefeierte AutorInnen liefern nicht immer Glanzstücke. Ist man ein Fan von P. C. Casts und Gena Showalters anderen Serien, wird man sicher auch „After Moonrise“ lesen wollen, doch ist man wählerisch, muss man diesen Band, der Fantastik-Freunden wenig Neues bietet und eher die Wellenlänge von Liebesroman-Leserinnen bedient, nicht unbedingt in der Sammlung haben.

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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