Jäger der Nacht

Nalini Singh
Jäger der Nacht

Gestaltwandler 2
Psy-Changeling 2: Visions of Heat, USA, 2007
Egmont LYX, Köln, 8/2008
TB mit Klappbroschur, Paranormal Romance, SF, Fantasy, Erotik, 978-3-8025-8162-5, 372 + 6 Seiten Leseprobe aus Lori Handelands „Wolfsgesang”/995
Aus dem Amerikanischen von Nora Lachmann
Titelgestaltung von HildenDesign, München unter Verwendung von Illustrationen von gettyimages/Dominic DiSaia und Shutterstock

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Faith NightStar ist eine Kardinalmediale mit der Fähigkeit der Vorhersehung. Seit ihrer frühesten Kindheit wurde sie konditioniert und von der Öffentlichkeit abgeschottet, schließlich ist sie für ihren Clan Milliarden wert. Plötzlich mischen sich Visionen von Gewalt und Mord in ihre Business-Träume. Es ist, als würde jemand in ihre Gedanken eindringen und ihr das schreckliche Ende ihrer Schwester Marine wieder und wieder zeigen wollen, um Faith in den Wahnsinn zu treiben.

Da sie sich niemandem anvertrauen kann, beschließt die junge Frau, nach Sascha Duncan zu suchen, der es gelang, das Medialnet ohne Todesfolge zu verlassen. Zwar gilt sie als Abtrünnige, doch längst ist Faith klar, dass sie den Personen, die 24 Jahre lang über sie wachten, nicht vertrauen kann. Sie entwischt ihren Aufpassern und wagt sich in das Territorium der DarkRiver-Leoparden.

Statt auf Sascha zu treffen, begegnet Faith Vaughn D’Angelo, einem Jaguar, der sich dem Leoparden-Rudel angeschlossen hat. Er ist wilder und gefährlicher als seine Freunde, doch etwas an Faith berührt sein Herz, so dass er den ungebetenen Eindringling nicht tötet, sondern tatsächlich zu Sascha und Lucas führt. Auch Faith ist von Vaughn fasziniert und entdeckt, dass sie Gefühle hat, die eine Mediale nicht haben sollte. Doch Sascha ist ebenfalls anders. Was verschweigt der Rat? Was ist Wahrheit und was Lüge?

„Jäger der Nacht“ ist der zweite Band von Nalini Singhs „Gestaltwandler“-Serie.
Die Handlung knüpft an die vorherigen Geschehnisse an; es ist aber nicht notwendig, „Leopardenblut“ zu kennen, um der Handlung folgen zu können, da beide Romane in sich abgeschlossen sind. Zwar gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren, was man über diese wissen muss, wird kurz erwähnt, doch ansonsten konzentriert sich die Autorin ganz auf ihr neues Paar Faith und Vaughn.

Während „Leopardenblut“ mit einem futuristischen Gesellschaftssystem zu überraschend wusste, die Aufklärung einer Reihe von Verbrechen thematisierte und die Romanze als würzendes Element gelungen eingebunden wurde, vermag „Jäger der Nacht“ leider nicht im selben Maß zu überzeugen.

Das Überraschungsmoment fehlt, denn nun ist man mit dem Hintergrund vertraut, und dieser wird auch nicht mehr so ausführlich beschrieben wie zuvor. Auch Faith will einen Mord aufklären, doch ist ihr Hilfeersuchen nichts weiter als der plumpe Aufhänger, der sie mit Vaughn zusammenbringt. Die beiden leisten weit weniger Recherchen, und das Verbrechen gerät nahezu in Vergessenheit über Faiths Entscheidung, ob sie ihr bisheriges Leben weiterführt oder das Angebot von Vaughn annimmt und seine Gefährtin wird.

Damit folgt Nalini Singh den ausgetretenen Pfaden von Autorinnen wie Lara Adrian, Katie MacAlister und Lynsay Sands, die ebenfalls Phantasie-Welten geschaffen haben, in denen Vampire nach den ihnen vom Schicksal zugedachten Frauen suchen, wobei die Streitigkeiten der Liebenden, romantische und erotische Szenen die eigentliche Handlung ersetzen.

Wer genau das lesen möchte, wird bestens bedient und dürfte an „Jäger der Nacht“ sogar noch mehr Spaß haben als am Auftaktband, der ein Szenario ausführt, das fast schon ein wenig an die Dystopien von Aldous Huxley („Schöne neue Welt“), George Orwell („1984“) oder Ray Bradbury („Farenheit 451“) erinnert und damit die SF-Fans begeistern konnte.

Nachdem man durch „Leopardenblut“ auf Nalini Singh aufmerksam wurde und erwartet hat, dass die Autorin im Folgeband ihr reizvolles Gesellschaftssystem weiter ausbauen würde, wird man nun enttäuscht sein, da der Hintergrund zur Kulisse verblasste, während die Romanzen deutlich an Raum gewonnen haben. „Jäger der Nacht“ wendet sich wieder mehr an Leserinnen ab 15 Jahren, die den Mix aus SF und Mystery als Variable in einem Liebesroman mögen.

Von daher kann man den Fans der Romantic Mystery „Jäger der Nacht“ als einen lesenswerten Titel empfehlen, wer jedoch mehr Interesse an SF und Mystery als an Sex-Szenen hat, sollte wissen, worauf er sich einlässt und gegebenenfalls einem anderen Roman, der seinen Bedürfnissen mehr entgegenkommt, den Vorzug geben. (IS)

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