Das Keltische Baumorakel

Liz und Colin Murray
Das Keltische Baumorakel

Königsfurt-Urania Verlag
ISBN 978-3-86826-756-3
Kelten, Orakel, Kartendeutung
Box mit 25 Orakelkarten, Begleitbuch/Anleitung
Paperback: Seiten/Umfang ca. 128 S., durchgängig farbig – 18,0 x 12,0 cm
Illustriert von Card, Vanessa

www.koenigsfurt-urania.com

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Vorwort

Da ich (leider) weder Druide bin, noch die Fähigkeit habe aus Karten Aussagen zu lesen, beschränke ich mich bei dieser Rezension auf die „greifbaren“ Aspekte.

Sie beleben Tausende von Fantasy-Romanen, wahrscheinlich Hunderte von Filmen, füllen ungezählte ernsthafte und sicher auch weniger glaubwürdige Abhandlungen in Büchern über ihr Tun und Wirken: die Druiden. Kinder und Teenager (und ein wenig in die Jahre gekommene Asterix-Fans) kennen natürlich Miraculix, den Druiden der Gallier. Die Engländer oder Briten werden ganz sicher zuerst an Merlin denken; wir restlichen Festland-Europäer – wenn überhaupt – an „moderne“ Druiden, die sich in Stonehenge oder an anderen mystischen Orten aufhalten, scheinbar geheimnisvolle Dinge tun und befremdliche Rituale vollziehen, deren Sinn nur Eingeweihte verstehen. Ob jeder der „aktuellen“ Druiden selbst versteht, was er da tut oder zumindest so tut, als würde er (oder sie) es verstehen, darf man sicher anzweifeln.

Historischer Hintergrund

Das ändert aber nichts daran, dass Druiden in vielen Gesellschaften wirklich gelebt haben und dort hochangesehene, vielleicht sogar gefürchtete Männer – und Frauen (!) – waren. Denn dass es auch weibliche Druiden gab, ist mittlerweile belegt. Die Blütezeit der Druiden liegt rund 2000 Jahre in der Vergangenheit … im von Römern besetzten Britannien, auf dem Kontinent im Gebiet der Gallier und anderen keltischen Stämmen in halb Europa. Wie wichtig die Druiden der damaligen Zeit waren, belegt allein schon die Tatsache, dass die Römer die Insel Mona – das Zentrum des britischen Druidenkultes – während ihrer Invasion Britannias zerstörten und fast alle Druiden niedermetzelten, um so den Britanniern, Pikten und Kaledoniern ihr religiöses Rückgrat zu brechen.

Die Kelten – die ja kein geschlossenes Volk oder eine einheitliche Zivilisation bildeten, sondern in eine Vielzahl von kleineren Völkern und Stämmen aufgeteilt waren – hatten meist männliche, aber eben auch weibliche Druiden, die als Wahrsager, Heiler, religiöse Führer, Berater und sogar als Politiker fungierten. Ihr Rat war in vielen Fällen ausschlaggebend für die Entscheidungen der Stammesfürsten und Könige.

Doch woher zogen sie ihre Weisheit? Woraus schöpften sie ihre Erkenntnisse?

Die exakte Beobachtung der irdischen Natur, der Tierwelt und des Himmels mit all seinen für die damalige Zeit zauberhaften Erscheinungen, ermöglichte es den Druiden, ein Wissen anzusammeln, das auf die uneingeweihten Bauern, Handwerker, Krieger und Anführer wahrlich magisch wirken musste. Ein Druide musste sich einer 9-jährigen Ausbildung unterziehen, bevor er in den Rang eines Meisters aufsteigen konnte. Neben den verschiedensten Künsten erlernten die Druiden auch eine geheime Zeichensprache, mit derer sie sich untereinander unterhalten konnten, ohne dass danebenstehende Personen die Gesten interpretieren konnten.

Das Keltische Baumorakel

Eine der Methoden, das Schicksal einzelner Menschen, evtl. sogar ganzer Gruppen vorherzusagen und zu deuten, ist das Keltische Baumorakel. Liz und Colin Murray führen die betreffenden Bäume gesondert auf und erklären deren Bedeutung, den realen floralen Hintergrund, sowie deren Auslegung. Sie geben anhand von Fallbeispielen eine Anleitung für jene, die sich mit dieser Art der Weissagung eingehender beschäftigen oder gar selbst zum Baumdeuter entwickeln möchten. Das kleine Handbuch bietet dazu auch eine kleine Einführung in die Ogham-Schrift und deren Wurzeln.

Es muss aber erwähnt werden, dass die Druiden nur auf mündlich überliefertes Wissen vertrauten und keine schriftlichen Dokumente oder Artefakte existieren, die einen tieferen Einblick in ihr tatsächliches Leben und Wirken erlauben würden. Einzig auf rund 300 Reliefsteinen – meist aus Britannien – sind Symbole, Runen und manchmal auch Ogham-Zeichen zu finden. Doch gerade dieses Fehlen umfangreicher Texte macht die Druiden umso faszinierender. Das Keltische Baumorakel ermöglicht uns einen winzigen Blick in diese vergangene Zunft. Und vielleicht erlaubt es einer/einem versierten Kartenleger/in doch Einblicke in Zeiten und Räume, die uns Unwissenden für immer verborgen bleiben werden …

Ach ja … tatsächlich hat mir das Keltische Baumorakel – zumindest das Begleitbuch – einige Informationen geliefert und bestätigt, die ich für „meine“ Druiden in meinen Fantasy-Romanen recherchiert hatte. Wahrscheinlich hat es sogar dafür gesorgt, dass ich immer wieder Druiden als wichtige Romanfiguren einsetzen werde. 😉

Copyright © 2014 by Werner Karl
www.wernerkarl.org

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Comments

  1. Laut Rezensenten mußte sich ein Druide einer wieviel-jährigen Ausbildung unterziehen, bevor er in den Rang eines Meisters aufsteigen konnte?

    Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!)

    Liz und Colin Murray: Das Keltische Baumorakel – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

    http://sfbasar.filmbesprechungen.de/preisratsel/liz-und-colin-murray-das-keltische-baumorakel-dreimal-im-preisratsel-auf-sfbasar-de/

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