Als die schwarzen Feen kamen

Anika Beer
Als die schwarzen Feen kamen

cbj Verlag
ISBN 978-3-570-40147-7
Fantasy, Kinder & Jugend
Erschienen 2012
Titelbild Kathrin Schüler
Umfang 447 Seiten

www.cbj-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Autorenporträt

Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Die Welt der fantastischen Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Anika Beer begeistert sich für Kampfkunst und fremde Kulturen und lebte nach dem Abitur einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld eine Stelle an der Universität annahm. „Als die schwarzen Feen kamen“ ist ihr erster Jugendroman.

Zum Buch

Die 15 jährige Marie hat vor vielen Jahren ihren Vater verloren, seinen Tod aber niemals richtig überwunden. Nun lebt sie zusammen mit ihrer Mutter in Hamburg. Seit dem Tod ihres Vaters plagen sie plötzlich auftretende Anfälle, die sie nur schwer abwenden kann. In der Schule ist sie eher unscheinbar und versteckt sich hinter ihren selbstbewussten Freundinnen. Kein Wunder, dass ihre Welt kopfsteht, als sie von dem geheimen Schwarm ihrer Freundinnen, Gabriel, aus heiterem Himmel angesprochen wird. Doch Gabriel bringt ihr keine frohe Botschaft. Er hat in ihrem Schatten etwas Dunkles und Grauenhaftes entdeckt. Bei dem Versuch ihr zu helfen gerät nicht nur Gabriel, sondern auch Marie und alle, die ihr nahestehen in Gefahr …

Fazit

Diese Geschichte hat alles, was ein modernes Märchen braucht: ein dunkler Turm, schwarze Feen und ein geheimnisvoller Prinz. Aber auch die Verbindung zur Realität und Gegenwart wird nicht verloren. Hier findet man all das, was junge Mädchen beschäftigt: beste Freundinnen, Jungs und Ärger mit den Eltern. Die Gefühle auf beiden Seiten der Geschichte scheinen gleich: Angst vor dem Verlassenwerden, Alleinsein und Veränderung. Wunderbar vermischen sich Märchenwelt und Realität und lassen einen so manchmal an der eigenen Wirklichkeit zweifeln. Genial umgesetzt fand ich die Idee der lebendigen Schatten, die in Symbiose mit den Menschen leben und sich an deren Trauer und Ängsten nähren. Interessant fand ich hierbei, dass die Schatten so unmenschlich waren und direkt aus Albträumen zu entspringen schienen. Die Figuren der Geschichte zogen mich sofort in ihren Bann. Die verschüchterte Marie, oder der verlassene Schattenseher Gabriel, waren vollkommen lebensecht. Man glaubte, ihnen jeden Augenblick auf der Straße begegnen zu können. Hinzu kam eine gute Darstellung über die Macht von Träumen, Wünschen und der eigenen Fantasie.

Ein rund um gelungenes Jugendbuch, für alle Fans von modernen Märchen.

Copyright © 2012 by Yvonne Rheinganz

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