Ambigua – Der Sternstein von Mogonthûr

Jens Schumacher
Ambigua – Der Sternstein von Mogonthûr

Ambigua 1
Egmont Franz Schneider Verlag, München/Köln, 7/2008
HC, Jugendbuch, Fantasy, 978-3-505-12475-4, 440/1495
Titelbild und Landkarte von Steffen Winkler

www.schneiderbuch.de
www.jensschumacher.eu

Nachdem die Fantasy gerade im Kinder- und Jugendbuchsektor einen eigenen Bereich für sich erobert hat, gibt es immer mehr Autoren, die sich dazu berufen fühlen, hier tätig zu werden, auch wenn sie zuvor eher in anderen Genres zu Hause waren – so wie der 1974 geborene Autor Jens Schumacher, der inzwischen über vierzig Romane für Jugendliche und Erwachsene, vornehmlich im Krimi-Bereich, veröffentlicht hat. „Ambigua – Der Sternstein von Mogonthûr“ ist sein neustes und vermutlich auch umfangreichstes Werk.

Der alte Schreiner Conrad ist der beste Freund des Waisen Fabian, der in einem Kinderhort lebt und ihn, so oft er kann, besucht. Doch dann bricht der alte Mann eines Tages urplötzlich zusammen. Mit Verdacht auf Herzinfarkt wird er in die Klinik eingeliefert, und es geht ihm nicht besser, als der Junge ihn am nächsten Tag besucht.

Weil er glaubt, die Nacht nicht mehr zu überstehen, weiht Conrad seinen jungen Freund in ein großes Geheimnis ein, das er seit vielen Jahren hütet: Einer der Rahmen in seinem Haus ist der Zugang in eine Welt namens Ambigua. Sie wird von vielen magischen Wesen bevölkert, ist aber auch ein Hort der Gefahren. Conrads Zusammenbruch wurde auch dadurch ausgelöst, dass finstere Wesen herüber gekommen sind, um ihn zu bedrängen.

Im Tresor des Schreiners liegt ein magisches Amulett, das sehr wichtig für Ambigua ist. Denn wenn nicht alle 777 Jahre ein ganz bestimmter Siegelzauber erneuert wird, kann das Böse wieder ungehindert vordringen. Und die Zeit für den Zauber ist fast gekommen. Weil Conrad seine Aufgabe nicht mehr erfüllen und den Schatz zurückbringen kann, soll Fabian dies für ihn übernehmen.

So gelangt der Waisenjunge auf abenteuerlichem Wege nach Ambigua. Noch ehe er sich richtig orientieren kann, wird er von einem hinterhältigen und trickreichen Dieb hereingelegt und bestohlen. Dann verhaften ihn seltsame Kreaturen, weil er Magie angewendet und gegen eines der ehernen Gesetze der Stadt verstoßen hat.

Fabian ist verzweifelt, denn er glaubt, alles falsch gemacht zu haben. Doch das ist nicht das Schlimmste – er hat seinen alten Freund enttäuscht und damit eine ganze Welt zum Untergang verurteilt.

Ein Hauch „Harry Potter“, eine Prise Walter Moers und nicht zuletzt ein paar Zutaten aus den Werken von Michael Ende… Jens Schumacher verbirgt nicht, welche Romane ihn inspiriert haben. Er erschafft eine gleichzeitig vertraute, wie auch fremde Welt, die der Leser zusammen mit Fabian erforschen und entdecken darf.

Anfangs fühlt man sich zwar sehr an „Die unendliche Geschichte“ erinnert, doch der Eindruck verfliegt schnell. Fabian wird nur kurz an die Hand genommen, dann muss er mit seinen neuen Gefährten das Unmögliche wagen und einen Meisterdieb bestehlen. Als das gelungen ist, lernt er in einer abenteuerlichen Quest nach einem mächtigen Magier weitere Facetten der Welt kennen.

Die Geschichte ist eigentlich sehr einfach und geradlinig gestrickt, aber der Autor lässt sich viel einfallen, um die Handlung abenteuerlich und abwechslungsreich zu gestalten. Er verzaubert mit den Beschreibungen der exotischen Welt, schafft Spannung durch viele Gefahren und Bedrohungen.

Vor allem Jungen im Alter zwischen elf und vierzehn Jahren werden ihren Spaß haben, denn der Fantasy-Roman bietet alles, was man sich wünschen kann: ein spannendes Abenteuer mit jeder Menge Action, eine Welt voller exotischer Kreaturen und bizarrer Charaktere. (CS)

Titel bei Amazon.de
Ambigua – Der Sternstein von Mogonthûr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.