CAINE 07 – Dunkler Prophet

Bei Amazon.deGünter Merlau
CAINE 07 – Dunkler Prophet

Dauer: ca. 52 Minuten
Hörspiel von Günter Merlau
Nach einem Exposee von Günter Merlau
Drehbuch, Regie und Produktion: Günter Merlau
Musik von Mnemic, Günter Merlau, Mongofünf
Empfohlen ab 15 Jahren

Sprecher: Torsten Michaelis (Caine), Lutz Riedel (Kartaan), Klaus Sonnenschein (Torkaan), Karl Schulz (Kilkenny), Claudia Urbschat-Mingues (Linda Watkins), Reinhilt Schneider (Dhala’rin), Bernhard Völger (Mc Govern), Gerald Paradies (Collin Drake), Wolf Frass (Bob Spineza), Wolfgang Berger (Wachowski), Rainer Schmitt (Nicolas Kilkenny), Martine Sabel (Joel Grady), Smudo (Dr. Henry Rollins)

(sfbentry)

Cop Kilkenny ist mit Hilfe von Dhala’rin und Mordendyk den Aganoi entkommen. Doch anstatt zur Erde zu gelangen, trifft er auf Kyn’kor ein, wo sich die Dunkelelfen einen mörderischen Kampf mit den Dämonen der Aganoi liefern. An ihrer Seite Steven Caine, dem das Orakel offenbarte er sei der Weltenvernichter. Und das scheint durchaus zu stimmen, denn Caine verliert immer weiter die Kontrolle über das Penumbra und Kartaan erstarkt fortwährend.

Doch auch auf der Erde läuft einiges schief. So irrt Linda Watkins ziellos in der Wüste umher und landet schlussendlich im Krankenhaus, wo sie von Dr. Henry Rollins versorgt wird. Linda hat zwar den Angriff auf Outpost 31 überlebt, dabei aber ihr Gedächtnis verloren. Für FBI-Mann und Aganoi-Agent Joel Drady ein gefundenes Fressen, wäre da nicht Doktor Rollins …

Sind es tatsächlich schon sieben Folgen? Tatsächlich! „CAINE“ ist dermaßen rasant, dass jede einzelne Episode wie im Fluge vergeht und man meint, es wäre eine einzige große Geschichte. Sicherlich liegt das daran, dass die Folgen stets nahtlos ineinander übergehen. Dazu die harten, schnellen und temporeichen Szenenwechsel, die an Actionmovies erinnern. Extrem tolles Kopfkino eben. Doch geht einer Serie nicht irgendwann der Treibstoff aus, wenn sie immer nur mit Nachbrenner fliegt? Nun, „CAINE“ scheint einfach ein paar Tanks extra zu besitzen.

In „Dunkler Prophet“ laufen nun verschiedene Handlungsfäden zusammen und treffen die wichtigen Personen aufeinander. So steht Kilkenny endlich Steven Caine gegenüber. Damit sind zwei der wichtigsten Personen der Reihe endlich am gleichen Ort. Wobei Kilkenny sich zum Helden mauserte und nun daran macht, Caine den Rang abzulaufen. Zumindest zieht er gleich und auch die Sprecher – Torsten Michaelis als Steven Caine und Karl Schulz als Kilkenny – arbeiten auf einem gleich hohen Niveau. Michaelis und Schulz zu lauschen ist einfach nur grandios. Die ganze Sache wird durch Lutz Riedel abgerundet, der einen überaus fiesen und brutalen Kartaan gibt.

Das Kartaan langsam die Kontrolle übernimmt, wird hörbar dargestellt, vor allem in den Szenenbeschreibungen. So erklärt Caine anstelle eines Erzählers gerne mal die Ereignisse und die Szenerie, nun übernimmt aber auch Kartaan diesen Part und zwar mitten im Satz, so dass beide Figuren plötzlich als eine Person agieren. Das ist schaurig gut umgesetzt und bereitet einem richtig Gänsehaut. Das Ganze wird mit einer ordentlichen Portion Fäkalsprache abgerundet und in viel Gewalt gepackt.

Den Gewaltanteil bei „CAINE“ sollte man keineswegs unterschätzen. Vor allem in „Dunkler Prophet“ geht es recht derbe zu und Kartaans Einflüsterungen und Ansichten zu diesem Thema, gehen einem schnell unter die Haut. Obwohl die Figuren recht überzeichnet sind und die Gewalt keineswegs dem Selbstzweck dient, muss die Altersempfehlung von fünfzehn Jahren unbedingt beachtet werden. Der Hörer sollte in der Lage sein, das harte Hörspiel auch als fiktives Hörspiel zu begreifen – ansonsten landet der ein oder andere coole Spruch Kartaans schnell mal auf einem Schulhof und sorgt für Ärger. Jeder der mit dem Thema erwachsen umgeht, wird jedoch mit einer knallharten und verdammt guten Serie bedient.

Wie bereits in der letzten Episode „Mordendyk“ gibt es übrigens auch diesmal einen prominenten Gastsprecher: Smudo von den fantastischen Vier. Als Doktor Rollins hat er ein paar schöne Szenen und leistet hörbar gute Arbeit – das kommt einfach gut an, macht Laune. Ebenfalls als Gast tritt die Band Mongofünf in Szene, die ihren Sound beisteuert und mit einem Bonustrack am Ende vertreten ist. Der plötzlich deutsche Sound der Band ist zwar hart und wirkt passend, erscheint dennoch leicht ungewohnt. Im Verbund mit dem typischen „CAINE“-Sound und der hervorragenden Klangkulisse klingt es aber wieder mehr als passend und rundet die Folge gut ab.

Obwohl „Dunkler Prophet“ etwas kürzer als die anderen Folgen ist, bleibt abschließend doch wieder nur Eines zu sagen: Scheiße, ist das cool!

(Günther Lietz)

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