Caldaia

Christian Lange
Caldaia
Das Schwarze Auge 125

(sfbentry)
Fantasy Productions, Erkrath, Originalausgabe: 11/2010
TB, Fantasy 11062
ISBN 978-3-89064-145-4
Titelillustration von Arndt Drechsler
Karte von Ralph Hlawatsch

www.fanpro.de
www.dasschwarzeauge.de
http://arndtdrechsler.com

Titel erhältlich bei Buch24.de
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Escalia von Hahnentritt und Baronin von Fremelsfelde befindet sich mitten in den Magierkriegen im Land Caldaia. Als ihre Burg zu fallen droht, bewirkt ein Zauber, dass die ganze Festung in die Zukunft geschleudert wird. Dabei begehen die Magier einen fatalen Fehler: Statt bloß für mehrere Tage wird das Kastell mit all seinen Insassen fast 440 Götterläufe (Jahre) in die Zukunft versetzt. Caldaia existiert in dieser Zeit nicht mehr, und Escalia muss hinnehmen, dass ihre Machtansprüche keine Geltung mehr haben. Bevor sie eine Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen treffen kann, wird sie als Frevlerin verhaftet und eingekerkert. Wie gut, dass sie auch nach so langer Zeit außer Verwandten noch echte Freunde hat, selbst wenn diese der Magiergilde angehören!

Christian Lange hat mit „Caldaia“ eine gut durchdachte Geschichte abgeliefert. In seinem Roman wird eine ganze Stadt in die Zukunft versetzt, wo sie nun auf Gedeih und Verderb fremden Fürsten ausgeliefert ist. Diese schrecken vor keiner Intrige zurück, um die Machtverhältnisse stabil zu halten, fühlen sie sich doch von Escalias Person unter Zugzwang gesetzt. Vielleicht hat diese ja doch einen Anspruch auf einen Titel oder bewirkt, dass die Besitztümer neu verteilt werden. Escalia wird als junge, aufstrebende Baronin beschrieben, der das Wohl ihres Volkes über alles geht. Auch will sie ihrem toten Vater ‚Ehre„ machen. Umso schockierender ist für sie die Erkenntnis, dass sie in der neuen Zeit keinerlei Rechte mehr besitzt und ihr sogar nach dem Leben getrachtet wird. Doch sie lässt sich vom Schicksal nicht unterkriegen und kämpft mit fairen Mitteln darum, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Ihr zur Seite steht der Magier Eslam von Wagenhalt.

Obwohl die beiden ihre Differenzen haben, raufen sie sich im Angesicht der Gefahr zusammen. Ihre Nachkommin Ayla von Hahnentritt trägt ebenfalls ihr Scherflein dazu bei, Escalia zu helfen, ihren Platz in der ihr fremden Welt zu finden. Das Cover zeigt Escalia von Hahnentritt im Kriegeroutfit. Sie steht in einer Umgebung aus Feldern und Wiesen. Dabei dominiert der Hintergrund in allen Grün-Facetten, während Escalia mit ihren dunklen Haaren und dem ebenfalls dunklen, jedoch prächtig verzierten, enganliegenden Kampf-Dress einen reizvollen Kontrast darstellt. Seit 27 Jahren gibt es „DSA“: Das Licht der Welt erblickte dieses Rollenspiel am 07.02.1984 in Nürnberg. Es hat eine große, treue Fangemeinde finden können. Mittlerweile verfügen die Schöpfer über eine riesige Produktpalette, die nicht nur Spiele und Romane sondern auch Regelwerke u. v. m. umfasst.

Christian Lange kam 1993 mit dem Rollenspiel „Das schwarze Auge“ in Berührung, und „Caldaia“ ist sein „DSA“-Debüt-Roman. Das Schöne an der vorliegenden Geschichte ist, dass selbst Newcomer sich leicht auf die Erzählung um Escalia einlassen können und nach der Lektüre vielleicht mehr über diese reizvolle Welt, insbesondere den Kontinent Aventurien, erfahren wollen. Wer mehr wissen möchte, dem bietet die offizielle Homepage zahlreiche Hinweise und interessantes Hintergrundmaterial. „DSA“-Fans werden an dieser Geschichte ihre Freude haben, bietet sie doch einen beachtlichen Vorrat an inspirierenden Spiel-Ideen innerhalb des riesigen „DSA“-Universums.

Copyright © 2011 by Petra Weddehage (PW)

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