Coraline

coralineNeil Gaiman
Coraline

Coraline, USA, 2003
Arena Verlag, Würzburg, 6/2009
HC, Kinderbuch, Fantasy
ISBN 9783401064451
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Cruz Arnold
Titelbild von Universal Pictures

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Neil Gaiman kennt man seit den 1990er Jahren durch seine preisgekrönte Comic-Serie „Sandman“. Seit einigen Jahren schreibt er auch vermehrt Romane, von denen einer – „Der Sternenwanderer“ – bereits verfilmt wurde, ein anderer – „Coraline“ – nun auch aktuell in die Kinos gekommen ist. Aus diesem Grund legt Arena das Buch mit einem dazu passenden Titelbild neu auf.

Coraline zieht mit ihren Eltern in eine neue Wohnung um. Das Haus strahlt die Aura vieler Jahrhunderte aus. Das Mädchen gewöhnt sich zwar schnell ein und freundet sich sogar mit einigen der anderen Hausbewohner an, da sie deren kauzige Eigenarten mag, doch so wirklich glücklich ist sie nicht. Ihre Eltern verhalten sich nicht so, wie sie es sich erhofft. Ihr Vater ist immer nur am Arbeiten und beschäftigt sich mit ihr nie länger als ein paar Augenblicke; die Mutter hingegen versucht, sie ständig zu bevormunden und gönnt ihr irgendwie nicht einmal kleine Freuden – wie neongrüne Handschuhe.

Da die Schule noch nicht angefangen und sie auch noch keine Spielgefährten hat, beginnt das Mädchen, sich für eine geheimnisvolle Tür in der ‚Guten Stube’ zu interessieren. Zwar verbirgt sich hinter ihr nur eine Backsteinwand, als die Mutter einmal mit ihr nachsieht, aber das Coraline fühlt sich trotzdem von der Tür angezogen. Und tatsächlich verbirgt sich mehr hinter ihr. Als sie eines Nachts nicht schlafen kann und den Schatten folgt, die sie im Dämmerlicht sieht, öffnet die Tür einen Zugang zu einer Parallelwelt. Und diese scheint ein wahres Paradies zu sein, denn die ‚andere’ Mutter verwöhnt sie und liest ihr alles von den Augen ab, und auch der ‚andere’ Vater beschäftigt sich mehr als sonst mit ihr. Was macht es da schon, dass die beiden Augen wie Knöpfe haben?

Coraline schreckt dennoch recht schnell aus dem Traum auf und beginnt, das vermeintliche Paradies mit neuen Augen zu sehen, als ihre Sinne Alarm schlagen und leise Stimmen in ihr Ohr wispern, dass sie der Freundlichkeit nicht trauen soll, Und so fängt für sie ein gefährliches Spiel um Leben und Tod an. „Coraline“ ist nicht unbedingt ein Märchen für Kinder, denn was zunächst harmlos beginnt, weitet sich sehr schnell in eine gemeine Gruselgeschichte aus. Geschickt beschreibt Neil Gaiman, wie Coraline Schritt für Schritt hinter die Geheimnisse der Zauberin kommt, die sie in ihren Bann geschlagen hat, und die Phantasiegebilde immer mehr verblassen. Dabei unterstützen sie die Geister der Kinder, die bereits gestorben sind, und ein sprechender Kater. Aber Coraline begegnet noch anderen skurrilen Gestalten.

Ältere Zuhörer werden sich sehr schnell an „Alice im Wunderland/Spiegelland“ und an den „Zauberer von Oz“ erinnert fühlen. Auch dort geraten die Heldinnen in ein magisches Land und müssen sich mit Witz und Verstand aus ihrer misslichen Lage retten und Vertrauen zu denen entwickeln, die ihnen helfen sollen. Coraline ist wie sie ein wenig altklug und nicht auf den Mund gefallen. Vor allem die Atmosphäre der Geschichte weiß zu gefallen. Die Handlung selbst ist einfach gehalten und für ältere Leser leicht zu durchschauen. Jüngere Kinder sollte man aber nicht mit dem Buch alleine lassen, da einige Szenen doch recht unheimlich und fast schon grausam zu nennen sind. Alles in allem erweist sich „Coraline“ als kleines Geschichten-Juwel, vor allem wenn man von unheimlichen Märchen mit skurrilen Gestalten nicht genug bekommen kann. (CS) (3xPRT)

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