Dark Love

Lia Habel
Dark Love

Dearly Departed, USA, 2011
Piper Verlag, München, 11/2011
PB mit Klappbroschur
Romantic Mystery, Dark Fantasy
ISBN 978-3-492-70219-5
Aus dem Amerikanischen von Diana Bürgel
Titelgestaltung von
www.guter-punkt.de unter Verwendung eines Motiv von Sabine Zels

www.piper-fantasy.de
http://liahabel.com

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Im Prolog wird der Leser mit in das Jahre 2193 genommen. Bram Griswold (16 Jahre) wird mit seinem Freund von Zombies verfolgt und gejagt. Da sie von ihren Verfolgern gebissen werden, werden sie selbst zu Untoten.

Die Handlung beginnt dann am 17. Dezember 2195, zwei Jahre später. Nora Dearly und ihre beste Freundin Pamela Roe entfliehen aus dem Mädcheninternat in die Ferien. Nicht ohne vorher noch von ihrer Erzfeindin Vespertine Mink, der beliebtesten und mächtigsten Schülerin, gedisst zu werden. Nora verachtet die aus reichem Hause stammende Vespertine, die Pamela ständig herabwürdigend behandelt, weil diese aus einfachen Verhältnissen stammt und ein Stipendium erhalten hat. Die Handlung spielt auf einer Erde, die zerstört und fast entvölkert wurde. In den USA überlebten nur wenige Menschen, die sich zu neuen Stämmen zusammenschlossen. Die Stärksten dieser Stämme stießen nach Süden vor. Dabei handelte es sich um Noras Vorfahren. Nach dem Neuaufbau nannten sie ihr Gebiet ‚Neuviktoria‘, da sie sich auf eine neuviktorianische Gesellschaftsform geeinigt hatten. Sie schufen ein ‚goldenes Zeitalter‘, das ja fast jedem Untergang einer Kultur folgt – doch dann kamen die Punks, die die neue ‚Adelsform‘ ablehnten. Jeremiah Reed ist ihr Anführer. Seit einiger Zeit greifen die Punks nun wieder die Dörfer an.

Nora Dearly lebt in den „Elysischen Gefilden“ – einem großen unterirdischen Bauprojekt der neuviktorianischen Zeit.  Vor einem Jahr starb ihr geliebter Vater, und sie träumt stets von dem Tag, an dem sein Leben endete. Nachdem sie bereits, als sie neun Jahre alt war, ihre Mutter verloren hatte, ist sie somit Waise und das Mündel ihrer Tante Gene, der Schwester von Noras Vater. Zusammen mit ihr lebt sie in ihrem ehemaligen Elternhaus des Viertels ‚Violet Hill‘. Als Nora dort, nachdem sie und Pam das Internat verlassen haben, ankam, wird sie von einem Fremden angesprochen, der sich als Freund ihres Vaters ausgibt und sie warnt, dass sie in Gefahr sei. Da der Fremde ihr Angst macht, flieht sie vor ihm ins Haus. Dort wartet schon Tante Gene, geschiedene Mrs Genevive Ortega, attraktiv, aber harsch und berechnend. Sie und Nora stehen sich feindselig gegenüber. Das Verhältnis verschlechtert sich noch mehr, als ihre Tante ihr deutlich macht, dass das Trauerjahr nach dem Tod des Vaters nun vorbei sei und Nora schleunigst debütieren und reich einheiraten soll.

Nora denkt nicht daran, doch sie willigt zähneknirschend ein, als ihre Tante einen Besuch bei den reichen und einflussreichen Allisters vereinbart, weil diese mit Michael Allister (16 Jahre) einen Sohn haben, der in Noras Alter und eine vielversprechende Partie ist. Doch ihre Freundin Pamela ist in Michael verknallt, den wiederum Nora völlig kalt lässt. Dann wird Nora Knall auf Fall entführt. Von Abraham ‚Bram‘ Griswold, einem Zombie, und seinen Männern. Sie wird auf ein Panzerschiff und zum Stützpunkt der ‚Armee‘, der Bram angehört, in Kolumbien gebracht. Bram findet Nora wunderschön. Er bringt sie in seinem Zimmer unter, und als sie erfahren muss, dass sie es weitestgehend mit Zombies und auch bei ihm mit einem Untoten zu tun hat, ist ihr Schreck groß. Bram bietet ihr an, sich von innen in seinem Zimmer zu verriegeln und ihr Fragen zu beantworten, die sie an ihn hat, und selbst zu entscheiden, wann sie die Riegel wieder löst und die Tür öffnet, sprich, ihm genug vertraut, sich mit ihm von Angesicht zu Angesicht auszutauschen.

Auf diese ungewöhnliche Weise lernen sich die beiden kennen, und Nora erfährt, dass Bram und seine Freunde keine gewöhnlichen Zombies sind, die verrotten, sondern dass sie durch eine spezielle Behandlungsmethode von dem üblichen Zersetzungsprozess verschont bleiben – erst einmal. Am meisten beschäftigt sie die Tatsache, dass sie erfährt, dass ihr Vater involviert war und er die Krankheit, die Menschen tötet und zu Zombies macht, das ‚Lazarus-Syndrom‘ genannt hat. Er war es auch der Bram vor dem Dasein eines richtigen Zombies gerettet hat, denn dieser wird durch eine spezielle ‚Lösung‘ am Leben gehalten – daher hat er auch noch nie Menschenfleisch gegessen und benötigt. Bram wird Nora immer vertrauter, und sie verliert ihre Ablehnung und Scheu vor ihm und seiner Andersartigkeit. Dann gesteht Bram ihr, dass Noras Vater noch lebt, auf der Seite der Punks steht und an einem Impfstoff gegen das Lazarus-Virus forscht und in Gefangenschaft geraten ist, bei Gegnern, die genau diesen Impfstoff wollen. Nora erfährt weiter, dass sie immun gegen das Virus ist. Und Bram erzählt ihr die ganze Geschichte ihres Vaters und woran ihre Mutter tatsächlich gestorben ist. Sie lernt Brams Freunde kennen, erfährt einiges über die ‚Kompanie Z‘ und steht schlussendlich dem unsympathischen Capitain Wolfe gegenüber, dem ‚Kopf‘ des Ganzen.

Nora und Bram respektieren sich immer mehr – und nicht nur das … Und schon bald stellt sie fest, dass die Untoten nicht die Feinde der Lebenden sind! In den Elysischen Gefilden wird derweil das Lazarus-Virus bewusst freigesetzt. Doch von wem? Als Nora mit Brams Hilfe Kontakt zu Pam aufnehmen kann und erfährt, was in den Elysischen Gefilden und im Leben der Freundin, das aus den Fugen gerät, los ist, beschließen sie und Bram mit dessen Freunden, sich dorthin durchzuschlagen – und der Showdown des Romans beginnt …

„Dark Love“ ist eine liebreizende, berührende (Zombie-) Love-Story, die aber nicht schmalzig und von teils wunderbarem Humor durchzogen ist. Sie ist eingebettet in einen Kampf gegen eine Seuche, Loyalität auf der einen und Verrat und Machthunger auf der anderen Seite. Lia Habel erzählt locker und flüssig und ohne Längen eine stimmige Geschichte in einem interessanten Gesellschafts-Korsett und an ebenso interessanten Settings. Einziges Manko: Die Handlung wird immer aus der Sicht der einzelnen Charaktere erzählt, was den Lesefluss erheblich stört. Hier wäre es sinnvoll gewesen, nur aus Noras Perspektive zu schildern.

Die Optik des Buches ist ein Augenschmaus: Silbermotive und –beschriftung auf schwarzem Background, doch leider löste sich nach einmaligem Lesen ein Teil des Silberdrucks ab, womit Beschriftung und Motiv teils verschwanden, was bei dem schönen Layout bedauerlich ist.

„Dark Love“ ist eine liebreizende, berührende (Zombie-) Love-Story, die aber nicht schmalzig und von teils wunderbarem Humor durchzogen ist. Absolut empfehlenswert.

Copyright © 2012 by Alisha Bionda (AB)

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Comments

  1. Ich kann mich nur voll und ganz anschließen! Dark Love war für mich eins der Highlights im letzten Jahr. Allein das Gefühl, als ich mein Exemplar in den Händen hielt….einfach toll! Ja, ich steh dazu, ein Augentier zu sein. Und wenn der Inhalt einen dann auch noch so zu überzeugen weiß, dann werden doch alle Wünsche erfüllt!
    Ich tausche ja viele Bücher, einfach weil meine Wohnung nur begrenzten Platz bietet und ich so meine „Lieblinge“ habe, aber dieses Buch verlässt mich garantiert nicht!

    Und nicht zu vergessen: Auf die Fortsetzung freu ich mich tierisch!

    Liebe Grüße
    Bine

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