Das Isis-Tor

Marliese Arold
Das Isis-Tor

Piper Verlag, München, 05/2010
HC mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Urban Fantasy
ISBN 978-3-492-70168-6
Titelgestaltung von Guter Punkt, München unter Verwendung einer
Abbildung von Anke Koopmann mit Motiven von Shutterstock
Abbildungen im Innenteil von N. N.
Autorenfoto von Ernst Arold

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Titel erhältlich bei Buch24.de
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Die 35-jährige Archäologin Sonja Morhardt hat sich bereits damit abgefunden, nur das Anhängsel ihres Lebensgefährten, dem renommierten Ägyptologen Claus Bronnbach, zu sein, als ihr unerwartet eine Chance geboten wird. Der Leiter eine Grabungsstätte in Ägypten ist verschollen, und jemand soll seine Arbeit fortsetzen: die Suche nach dem Grab der Nofretete. Claus ist wenig begeistert davon, dass Sonja Umzug und Familienplanung hinten anstellt und zugreift – und tröstet sich prompt mit einer Studentin. Nach anfänglichen Problemen mit den neuen Kollegen vor Ort kann sich Sonja endlich ihrer Aufgabe widmen. Zufällig lernt sie den Physiker Jonas Steffens kennen, der eine Theorie über Zeitportale aufgestellt hat und in Ägypten Recherchen betreibt. Zwar kann sich Sonja mit seinen Ideen nicht anfreunden, doch dann stoßen die beiden auf „das Isis-Tor“ und finden sich in der Vergangenheit wieder, in die Ära Echnatons und Nofretetes.

Sogleich werden sie als Spione, die einen Anschlag auf den Pharao verüben wollen, festgenommen. Unerwartet Hilfe erhalten Sonja und Jonas von dem Wesir Nachtpaaten, der sich als Zeitreisender zu erkennen gibt, aber eine Gegenleistung für seinen Beistand fordert: Sie sollen für ihn das magische Totenbuch der Isis beschaffen, das vielleicht das Geheimnis der Unsterblichkeit birgt und sich in Nofretetes Besitz befindet …

Marliese Arold, Jahrgang 1958, ist seit den 1980er Jahren freie Autorin und hat rund 180 Bücher veröffentlicht, vorwiegend für junge Leser und oft mit phantastischen Themen. „Das Isis-Tor“ ist an ein erwachsenes Publikum adressiert mit Akteuren, die wenigstens 30 Jahre alt sind, mit beiden Beinen fest im Berufsleben und in einer Beziehung stehen. Sonja Monhardt, die Hauptfigur, ist eine von vielen Akademikerinnen, denen es kaum möglich ist, in einer Männerwelt Karriere zu machen, und die in ihrer Beziehung klein gehalten wird, bis sie sich dazu entschließt, ihre vielleicht letzte Chance zu nutzen, selbst wenn das zum Bruch mit ihrem Freund führt.

Auch in Ägypten, am Ort des Geschehens, hat Sonja keinen leichten Stand. Die Kollegen fühlen sich übergangen, weil man ihnen einen Neuling vor die Nase setzte. Allerdings muss sie sich nicht lange mit diesem Problem befassen, da nach dem Schritt durch „das Isis-Tor“ das eigentliche Abenteuer beginnt – im Stil von Diana Gabaldon & Co.: Sonja und Jonas reisen in die Vergangenheit und werden dort mit einer Welt konfrontiert, in die der moderne Mensch nur schwerlich überleben kann. Sie sind nicht mit den Begebenheiten vertraut, verfügen über keine Ausrüstung, sprechen nicht oder kaum die Sprache und, und, und. Natürlich werden sie auch noch verhaftet und sollen sterben.

Doch dann nimmt die Handlung eine Wende, denn mit viel Glück können die beiden fliehen und finden Helfer, die jedoch nicht alle aus selbstlosen Motiven handeln. Magie kommt ein weiteres Mal ins Spiel, als Sonjas Körper einem der alten Götter als Gefäß dient und sie ein gefährliches Ritual über sich ergehen lassen muss, um den unerwünschten Gast loszuwerden – oder zu sterben. Die einzelnen Handlungsstränge fügen sich zusammen, alle noch offenen Fragen werden beantwortet.

Die Autorin erfindet das Rad nicht neu, versteht es aber, ihre Leserschaft spannend zu unterhalten – insbesondere Mädchen und junge Frauen ab 15 Jahre, die Fantasy und romantische Entwicklungen vor einem historischen Hintergrund schätzen, der nicht zu sehr ins Detail geht, aber die typischen Bilder, in diesem Fall vom Alten Ägypten, vor dem inneren Auge entstehen lässt. Freilich wird das Glück stellenweise schon arg strapaziert, und das Ende kommt nicht ganz unerwartet, doch wird die Zielgruppe rundherum zufriedengestellt. Das Cover ist ansprechend und wirkt nicht überladen. Es wird geziert von einem ägyptisch anmutenden Motiv und ist versehen mit erhabener, goldener Schrift.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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