Das Tor in die Vergangenheit

Hans Joachim Alpers (Konzeption, Rahmen) & Günther Lausch (Produktion, Regie)
Linda Budinger (Autorin)
Das Tor in die Vergangenheit

Das Schwarze Auge 1
EUROPA (Sony BMG Music Entertainment GmbH), 9/2008
1 CD, Fantasy-Hörspiel, 978-3-86629-642-8, Laufzeit: ca. 56 Min., EUR 9.95
Sprecher: Peter Groeger, Jonas Zumdohme, Dorothea Hagena u. a.
Titelillustration von N. N.
Musik, Regie, und Produktion: Günter Merlau, Sounddesign: Frederik
Bolte

www.dsa-hoerspiele.de
www.natuerlichvoneuropa.de/area_europa/index.php?sid=1
www.sonybmg.de
www.lindabudinger.de/
www.merlausch.de

Auf der Flucht vor Soldaten, die bereits ihre Familie getötet haben, geraten Devin und seine Mutter in einen mysteriösen Wald. Die Mutter, die nicht an die unheimlichen Geschichten glaubt, die sich um den Wald ranken, wird von einer angreifenden Harpyie getötet.

Devin dagegen findet sich plötzlich in einer anderen Zeit, rund hundert Jahre vor seiner eigenen Gegenwart, wieder. Er schließt sich einer Gruppe junger Abenteurer an, die beauftragt werden, einen Schwarzmagier zu besiegen – doch dieser Auftrag birgt Gefahr aus einer ganz unerwarteten Richtung, und bald kämpfen die jungen Leute nicht mehr für Geld, sondern um das Leben ihrer Kameraden …

Besonders zu Beginn des Hörspiels fallen die atmosphärischen Schilderungen der Flucht und des unheimlichen Waldes auf. Die unaufdringlich eingeflochtenen Beschreibungen und die passende Klangkulisse lassen, genau wie ein gutes Buch, detaillierte Bilder im Kopf entstehen und bilden damit den richtigen Hintergrund für die Handlung.

Aber auch für Spannung ist vom ersten Moment an gesorgt. Der Hörer wird sofort mit der Gefahr durch die Soldaten und die Harpyie konfrontiert, so dass von Anfang an keine Langeweile aufkommt. Im zweiten Handlungsstrang, der am Ende mit dem ersten zusammenläuft, findet man auch heitere Szenen. Die Probleme der beiden hier beschriebenen Söldner werden rascher gelöst und wirken weniger gefährlich, wie auch diese beiden Personen weniger Tiefe besitzen – doch mehr wäre in der Kürze der Spielzeit gar nicht möglich gewesen. Insgesamt hätte es der Geschichte gut getan, wenn sie ein wenig länger hätte ausfallen dürfen. Die raschen Szenenwechsel halten zwar die Spannung hoch, dennoch spürt man an manchen Stellen, dass das Potential der Geschichte nicht völlig genutzt werden konnte.

Ungewöhnlich für eine Erzählung, die sich – nach dem Alter der Protagonisten zu urteilen – auch an Jugendliche richtet, ist der Mut der Autorin, nicht mit Gewalt ein Happy End zu erzwingen.

Leider stört manchmal der nicht zur Handlung passende Tonfall der Sprecher – so versucht beispielsweise der Erzähler zu Beginn, durch einen aufgeregten Tonfall Spannung aufzubauen, was das Buch überhaupt nicht nötig hat. Auch die Monologe, die immer wieder genutzt werden, um äußere Begebenheiten herüberzubringen, klingen oft unnatürlich.

Das vorliegende Hörspiel zeigt, dass man auch Hörern, die sich nicht mit „DSA“ auskennen, selbst in dieser Kürze eine spannende Geschichte bieten kann, die Lust auf die nächsten Teile macht. Auch die zeitweiligen Schwächen der Sprecher können den guten Gesamteindruck nicht beeinträchtigen. (AT)

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