Das Verlies der Stürme

Boris Koch
Das Verlies der Stürme
Der Drachenflüsterer 3

(sfbentry)
Heyne Verlag, München, 03/2011
HC mit Lesebändchen, Jugendbuch, Fantasy
ISBN 978-3-4532-6724-4
Titelgestaltung von Nele Schütz Design, München unter Verwendung einer Illustration von Dirk Schulz
Illustrationen im Innenteil von Dirk Schulz
Karten von Andreas Hancock

www.heyne-fliegt.de
www.boriskoch.de/
www.indigo-online.de
www.animagic.com
www.splitter-verlag.de/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Und ab geht es wieder ins Großtirdische Reich zu Ben, dem Drachenflüsterer, und seinen Freunden. Mit diesem Band geht die Trilogie nun zu Ende. Damit sich die Leser auch visuell ein Bild von dem Reich machen können, in dem die Hauptfigur ihre Abenteuer besteht, gibt es als Opener eine Karte von Andreas Hancock. Die Handlung beginnt mit einem Prolog im Kloster Sonnenflut, wo der 15-jährige Akse unter der Leitung des Hohen Abt Khelchos Gehorsam lernen soll.

Im ersten Teil, „Wellen“, des dritten Bandes rund um die Geächteten Ben, Anula, Yanko und Nica und die Drachen Aiphyron, Juri, Marmaran und Feuerschuppe beschließen die Freunde, dem Orden der Drachenritter endlich Paroli zu bieten. Sie verschanzen sich in einer alten Festung – dem titelgebenden „Verlies der Stürme“, einer alten Festung der Seetrolle. Ben und Yanko wollen die Mädchen beeindrucken, indem sie im Meer und an Land nach Schätzen für sie suchen. Die Mädchen sind derweil auch nicht untätig und fischen eine mysteriöse Flaschenpost aus dem Ozean. Die vier Kameraden brechen spontan auf, um den Kurs der Flasche zurückzuverfolgen und zu schauen, ob vielleicht jemand Hilfe benötigt – und landen auf einer Insel. Dort retten sie zwei Schiffsbrüchtige:  Nesto, einen Schiffsjungen, und Finta Dogha, einen Händler.

Im zweiten Teil, „Rhaconia“, den eine besonders tolle Illustration ziert, erzählt Finta den Freunden die Sage über „das Verlies der Stürme“. Ben und Anula gehen in die Festung, um zu überprüfen, ob dort wirklich keiner mehr haust. Nachdem sie das zweifelsfrei festgestellt haben, beschließen die Kameraden, die verlassene Festung als Unterschlupf und Versteck zu nutzen. Doch sie bleiben nicht lange dort, denn Ben fliegt mit Finta und Nesto in die Stadt Rhaconia und dort in Fintas Palast, in dem Ben Fintas Frau und dessen kesse Tochter Mircah kennenlernt, die sofort mit Ben flirtet. Bei seinem Rundgang durch die Stadt entdeckt Ben einen Steckbrief, auf dem ein Kopfgeld auf Anula ausgesetzt ist, und er macht Bekanntschaft mit Frau Xabon und ihrem kleinen Schoßdrachen.

Ben fliegt zurück zum Verlies, und nimmt Yanko und Nica mit in die Stadt. Um Verwirrung zu stiften, fingieren sie einen Steckbrief, auf dem ein hohes Kopfgeld auf den Abt der Klosters mit den zwölf Zinnoberzinnen ausgesetzt wird, dazu noch weitere unsinnige Steckbriefe, aber auch wahrheitsgemäße Bekanntmachungen und nageln sie in der Stadt an alle möglichen Türen, Danach kehren sie auf die Insel zurück. Als Ben aber nach einigen Tagen wieder Richtung Stadt aufbricht, sehr zum Unwillen der eifersüchtigen Anula, fangen die Turbulenzen an. Er kommt wieder in Fintas prächtigem Palast unter, trifft Nesto erneut, der sich anbietet, Ben und seinen Freunden künftig zu helfen. Und es gibt neue Verbündete: Vilette, die Tochter eines Fischers, und Kugg, einen Bauer.

Im dritten Teil, „Der Kampf beginnt“, wird der Showdown eingeläutet. Yanko und Nica brechen nach Trollfurt, ihrer Heimat, auf, wo der Bürgerkrieg gewütet hat, um zu sehen, welche Folgen dieser hatte. Ben, Anuka und Vilette bleiben in der Festung zurück. In Trollfurt erlebt Yanko eine herbe Enttäuschung, als er von seinen Eltern weder herzlich begrüßt noch gut behandelt wird. So wendet er sich endgültig von seiner Familie ab. Er und Nica nehmen auf ihrer Rückkehr in die Festung Nicas Bruder Sidhy mit und ihren gemeinsamen Freund Byasso. Ab da ändert sich alles und steuert einem rasanten Finale entgegen. Immer mehr Menschen aus den umliegenden Dörfern schließen sich ihnen an, doch als Bens Drache Aiphyron wieder seine Flügel abgeschlagen werden und er vermeintlich in das Kloster des Drachenordens gebracht wird, muss Ben handeln und dringt in das Gebäude ein, wird gefangen genommen, sieht sich dem Hohen Abt Khelchos gegenüber – und soll zwei Tager später gehängt werden … Doch Ben erhält unerwartet Hilfe und stellt fest, dass nicht jeder Freund ein Freund ist und nicht jeder Feind ein Feind.

Boris Koch erzählt wie in Band 1 und 2 munter die Geschichte von Ben und seinen Freunden weiter – und lässt geschickt eine Option für weitere Abenteuer frei. Man darf gespannt sein, ob der stets ‚in Eile‘ befindliche, quicklebendige Berliner Autor weitere Storys vom „Drachenflüsterer“ erzählen wird. Potential wäre noch genug vorhanden, denn nicht alle Fragen wurden beantwortet. Somit böte sich durchaus eine Fortsetzung an. Vielleicht eine weitere Trilogie? Man muss sich in Geduld üben. Die Aufmachung des Titels ist wie schon bei den beiden Vorgängern erstklassig. Die drei Teile des Bandes werden wieder von schönen Illustrationen eingeleitet, der Satz ist augenfreundlich, das Papier ohne Fehl und Tadel. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Da gibt es keinen Grund zur Klage.

„Das Verlies der Stürme“ ist der munter erzählte dritte Teil einer Jugendfantasy-Trilogie, die Lust auf mehr macht und auch das Potential dazu hat. Schon wegen der schönen Aufmachung ist die Trilogie ein wunderbares Geschenk für Jugendliche.

Copyright © 2012 by Alisha Bionda (AB)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.