Der Aschengeist

der_aschengeistKathrin Ludwig & Mark Wachholz
Der Aschengeist. Aus dem Leben des G. C. E. Galotta 3
Das schwarze Auge 115

Fantasy Productions, Erkrath, 12/2009
TB, Fantasy
ISBN 978-3-89064-229-1
Titelbild von Alan Lathwell nach einer Vorlage von Kathrin Ludwig
Karte von Ralph Hlawatsch

www.fanpro.com
www.schwarzmagier-blues.de/
www.alveran.org/
http://alanlathwell.cgsociety.org/gallery/
http://alanlathwell.deviantart.com/

Titel erhältlich unter Buch24.de
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Schon drei Jahre ist es her, seit der zweite Band der Lebensgeschichte eines der bedeutendsten Bösewichte Aventuriens erschienen ist. Damals berichtete „Der Feuertänzer“ vom Fall des brillanten Magierphilosophen und angesehen Hofzauberers Galotta durch eine Intrige der geheimnisvollen Erzmagierin Nahema und seinem ersten Versuch, sich durch den ‚Marsch der tausend Oger’ zu rächen. Genau dieser Angriff kann niedergeschlagen werden. Die Heere des Mittelreiches umstellen schließlich den Turm, in dem sich der Magier mit seinen letzten Verbündeten verborgen hat. Doch als sie in ihn eindringen und ein Blutbad anrichten, ist Galotta verschwunden. Hier setzt „Der Aschengeist“ ein.

Allein Gallotta ist dem Gemetzel entkommen, dem seine geliebten ‚Töchter’ zum Opfer fielen. Gebrochen und halb wahnsinnig flieht er quer durch Aventurien, die Verfolger dicht auf seinen Fersen. Dazu gehören nicht nur die ‚Pfeile des Lichts’, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Schwarzmagier zu vernichten, sondern auch viele Leute, die sich das hohe Kopfgeld verdienen wollen, wie die beiden Söldner Brander und Gertrude, die selbst ihre Geheimnisse haben. In den Sümpfen von Brabak findet Galotta sein Schicksal – oder es ihn. Der Nekromant Polberra, der auf der Suche nach Leichen für seine Experimente ist, rettet ihm überraschenderweise das Leben und kümmert sich in den folgenden Monaten um ihn, nachdem er ihn erkannt hat. Denn auch wenn sie nicht viele Gemeinsamkeiten haben, achtet er doch den Ruf und die Kenntnisse des gefallen Magiers und will nicht miterleben, dass sie für immer verloren sind oder der absoluten Finsternis anheim fallen, zumal auch die Erzdämonen Interesse an Galotta zeigen. Dieser braucht viele Monate, um seinen Verstand und auch seine Magie zurück zu gewinnen. Gerade als das gelingt, holt ihn die Vergangenheit in Gestalt von Brander und Gertrude ein, die glauben, ein leichtes Spiel mit dem gebrochenen Mann zu haben …

Natürlich ist es sehr interessant, die Lebensgeschichte eines Bösewichts kennen zu lernen, macht es doch gerade Spaß, die Autoren auf ihrer Gradwanderung zu beobachten und heraus zu finden, wie sie begründen, warum er ausgerechnet so und nicht anders geworden ist und was davon die Reaktion auf das ihm zugefügte Unrecht bzw. im eigenen Wesen verborgen ist. So erweist sich Galotta als gleichermaßen sympathisch und unsympathisch. Er hat sehr menschliche Züge, ist aber auch von einer gewissen Arroganz und Skrupellosigkeit gezeichnet. Das trifft auf den Nekromanten Polberra zu, der zwar einerseits sehr freundlich ist, aber dann doch seine düsteren Seiten hat. Gleichzeitig wird auch Galottas Hinwendung zur dunklen Seite in die Wege geleitet. Zwar verfällt er den Dämonen noch nicht ganz, beschreitet aber durchaus den Weg zur Verdammnis. Nur eines bleibt ziemlich offen: wie es Galotta in seinem Zustand eigentlich geschafft hat, quer durch Aventurien zu wandern. Das ist die größte Schwäche in der ansonsten gut durchdachten und flüssig erzählten Geschichte.

„Der Aschengeist“ kommt zwar nicht ganz an die Qualität seiner beiden Vorgänger „Der Hofmagier“ und „Der Feuertänzer“ heran, gehört aber dennoch zu den guten Romanen der „DSA“-Reihe, denn die Autoren geben ihrer Geschichte nicht nur eine lebendige Atmosphäre, sondern haben die Handlung fest im Griff und bieten eine ausgewogene Mischung aus Abenteuer und Drama.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

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