Der Erbe der Krone / Das Heer der Toten

Susan Price
Der Erbe der Krone/Das Heer der Toten
Die Elfling-Saga 1 + 2

Elfgift + Elfking, USA, 1995
Aus dem Amerikanischen von Edda Petri (Teil 1) und Marcel Bülles (Teil 2)
Bastei Lübbe, Köln, 1. Auflage: 09/2012
TB 20676, Fantasy
ISBN 978-3-404-20676-6
Titelgestaltung von Guter Punkt, München unter Verwendung einer Illustration von Jennifer Wüstling
Illustrationen im Innenteil von (1) Celtric Designs CD Rom and Book/Dover Publications, Inc., 1996, 1997;
(6) Mallory Pearce, Celtric Borders on Layout Grits/Dover Publications, Inc., 1990

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Die Autorin Susan Price verzauberte ihre Fans schon mit der „Starckarm–Saga“. Ihre Geschichte um Elfling fand in Deutschland ebenso großen Anklang. Der Doppelband: „Die Elfling-Saga“ beinhalten die Bücher „Der Erbe der Krone“ und „Das Heer der Toten“.

Elfling ist der Spross einer wunderschönen, geheimnisvollen Elfe und eines Königs. Als dieser stirbt, ernennt er, zum Entsetzen seiner legitimen Erben, Elfling zu seinem Nachfolger. Dies stößt vor allem seinem Halbbruder Unwin sauer auf. Dieser ist, dank seiner Mutter, ein bekehrter Christ. Elfling hingegen glaubt auch weiterhin an die alten Götter. Vater Fillian sieht seinen Einfluss auf das königliche Geschlecht schwinden. Daher streut er das Gerücht, dass der zukünftige König wegen seiner Herkunft keine Seele besitzt. Diese Teufelsbrut darf den Thron auf gar keinen Fall besteigen! Während Unwin finstere Pläne verfolgt, die den Tod Elflings beinhalten, wirkt dessen Bruder Athelric eher zufrieden. Kein Wunder, nennt er doch nur Töchter sein Eigen. Der Halbelf soll ruhig König werden; Athelric kennt Wege um sich die Macht zu sichern. Während im fernen Königreich Intrigen geschmiedet werden, lebt Elfling mit seinem kleinen Gefolge zufrieden in einem kargen Dorf. Seine Heilkunst ist legendär, und ab und an lässt er sich dazu herab, jemanden zu heilen.

Er selber ist durch seine Herkunft zwiegespalten in seinen Gefühlen. Zum einen zerreißt es ihm schier das Herz ob des Leids der menschlichen Bevölkerung. Zum anderen bricht hin und wieder sein elfisches Erbe durch. So sieht er mit scheinbar grausamer Gleichmut auf das Treiben der Menschen. Dem Halbelf ist die relative Unsterblichkeit sicher. Leider wird sein beschauliches Leben durch den Tod seines Vaters beendet. Unwin ist den Einflüsterungen des christlichen Priesters erlegen und beschließt, Elfling zu töten. Als er ihn in dessen Dorf nicht findet, radiert er dessen Bewohner aus. Elfling ist völlig entsetzt von solch unbarmherzigen Handelns und der Grausamkeit, mit der Unwin agiert. Er will Rache, doch wie soll er diese bekommen? Da hilft ihm unerwartet eine Walküre. Der Elfling gerät in ein Abenteuer, in dem er mit Göttern an einem Tisch sitzt. Sein Leben verändert sich rasch und unaufhaltsam. Er weiß, er muss noch viel lernen, will er die Mörder seiner ihm anvertrauten Menschen zur Rechenschaft ziehen.

Die Abenteuer des Elfengeborenen erscheinen Anfangs wie ein riesiges Fantasy-Epos ähnlich dem berühmten „Herr der Ringe“. Aber nur allzu schnell verzettelt sich die Autorin, indem sie zu viele verschiedene Figuren beschreibt. Allerdings gelingt es ihr doch recht gut, dabei eine Art rote, Faden zu weben. Weil sie aber die Mythologie der nordischen Götter mit einbringt, verlieren Leser ab und zu doch den Überblick über die verschiedenen Protagonisten. Die Frauen, denen Elfling zugetan ist, bekommen nicht immer, was sie wollen. Vor allem keinen Ehemann. Die einzige Überlebende aus Elflings Dorf, Ebba, teilte gelegentlich das Bett mit Elfling. Ihr großer Traum, eines Tages seine Frau zu werden, ließ sie ihr trauriges Los ertragen. Sie ist eine der präsentesten und bemitleidenswertesten Figuren in dieser Saga. Sie wandelt sich von der Leibeigenen zum selbstbewussten, hübschen Mädchen, nur um schließlich den Verstand zu verlieren und als Orakel zu agieren. Die Ereignisse scheinen nicht immer schlüssig. Da es sich aber um Fantasy handelt ist hie eben alles erlaubt. Die christliche Kirche personifiziert hier das Böse schlechthin. Eindringlich wird beschrieben, wie Vater Fillian alles daran setzt, seine Anhängerschar zu vergrößern. Dabei manipuliert er die Leute und schreckt auch vor Folter nicht zurück, um seine Schafherde zu mehren.

Das Ende ist nicht ganz zufriedenstellend. Wem allerdings nordische Sagen über Elfen, Walküren und Götter gefallen, darf sich gerne auf die Geschichte einlassen.

Copyright © 2013 by Weddehage, Petra

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