der pilwiz

Carsten Steenbergen
der pilwiz
scripta obscuritatis – Die dunklen Schriften zu Gladbach 1

HaRo Verlag, Jüchen, 03/2010
2 CDs im Juwel-Case
Hörspiel, Mystery, Dark Fantasy
ISBN 978-3-9811-4566-3
Laufzeit: ca. 89 Min.
Sprecher: Bodo Venten, Anke Foltin, Peter Reibel, Stephan Lenzen, Carsten Steenbergen u. v. a.
Titel- und alle weiteren Illustrationen von Mark Freier
1 Booklet à 4 Seiten

www.haroverlag.de
www.DerPilwiz.de
http://carsten-steenbergen.de/
www.freierstein.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Gladbach 1256: Heinrich, der Sohn des Grafen Wilhelm von Kessel, lernte in der Benediktiner-Abteil zu Gladbach, um sich auf sein Amt als Landvogt vorzubereiten, und geht nun einem Dombaumeister zur Hand. Als zwei Leute vom Gut seiner Freundin Katharina von einem Unbekannten abgeschlachtet werden und ihr Onkel nur knapp mit dem Leben davon kommt, glaubt er zunächst wie alle anderen, dass ein umherziehender Mörder die Tat begangen hat. Die Suche nach ihm verläuft im Sande.

Wenig später haben Katharina und Bruder Cornelius, ein Mönch, der den Sittenverfall seiner Mitbrüder kritisiert, eine schreckliche Begegnung und können den Täter identifizieren: Es ist der Pilwiz, ein Korndämon. Aber wer hat ihn gerufen? Wem soll er schaden? Heinrich stellt Nachforschungen in der Bibliothek der Abtei an und entdeckt ein altes Buch, das geheimes Wissen enthält. In der Hoffnung, dass sich mit diesem Wissen der Pilwiz besiegen lässt, begibt er sich auf die Suche nach Katharina, die entführt wurde …

In der Hörspiel-Reihe „scripta obscuritatis“ stellt der HaRo Verlag mittelalterliche Sagen aus dem Raum Gladbach vor. Die erste Doppel-CD, „der pilwiz“, beschreibt die Schrecken, die ein Korndämon, den jemand aus reiner Gewinnsucht gerufen hat, unter der Bevölkerung verursacht. Lange tappen die mutigen und sympathischen Hauptfiguren – Heinrich, Katharina, Bruder Cornelius – und mit ihnen der Zuhörer im Dunkeln, bis nach und nach die einzelnen Puzzlestücke an die richtigen Stellen fallen, der geheimnisvolle Pilwiz Gestalt annimmt und sich der Drahtzieher samt seiner Motive offenbart.

Auch wenn einige Sprecher anfangs etwas zaghaft klingen und die Musik lauter scheint als ihre Stimmen, so gewinnen sie mit der Zeit an Sicherheit und schaffen es im Zusammenspiel mit der dramatischen Geräuschkulisse, den Zuhörer zu fesseln, so dass er fasziniert dem Hörspiel bis zum Schluss folgt. Die Sage ist spannend und realistisch inszeniert, das Motiv des Korndämons ist noch unverbraucht, und das historische Lokalkolorit gefällt. Das Booklet, auch wenn es mit vier Seiten sehr dünn ausfällt, ist stimmungsvoll von Mark Freier gestaltet und bietet neben dem Sprecher-Verzeichnis interessante Informationen zum geschichtlichen Hintergrund, dem Pilwiz und der markomannischen Rune, die klein in der Ecke als Nummer der CD zu finden ist. Daran merkt man, dass sich der Autor und Sprecher Carsten Steenbergen nicht nur Gedanken über die Umsetzung des phantastischen Stoffes sondern auch um das ganze Drumherum gemacht hat.

Alles in allem weiß das Hörspiel „der pilwiz“ durch eine faszinierende Geschichte und eine gute Umsetzung zu überzeugen. Die ansprechende Gestaltung des Booklets rundet gelungen ab. Schätzt man phantastische Hörspiele und außerdem Lokalkolorit, dann macht diese CD sogleich Lust auf mehr.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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