Der Ring des Salomo

Jonathan Stroud
Bartimäus
Band 4: Der Ring des Salomo

Bartimaeus – The Ring of Solomo, 2010
cbj Verlag
ISBN 9783570139677
Fantasy
Deutsche Erstausgabe Oktober 2010
Übersetzung Katharina Orgaß und Gerald Jung
Hardcover 478 Seiten

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Zum Buch:

Die Geschichte spielt um 950 v. Chr. König Salomo herrscht mit Hilfe eines mächtigen, magischen Rings. Bartimäus steht in den Diensten von Ezechiel, dem Hofzauberer von König Salomo. Leider wird der immer freche und vorlaute Barti von Ezechiel, wie jeder andere Dschinn auch, nicht gerade sanft behandelt. So kommt es, das Bartimäus durch eine List seine Freiheit gewinnt, welche allerdings nicht von langer Dauer ist. König Salomo ist verärgert über diesen Dschinn (Barti hat?s mal wieder übertrieben und in Gestalt als Nilpferd im Baströckchen schmutzige Lieder über Salomo gesungen) und befiehlt seinem mächtigen Hofzauberer Khaba, Barti in seine Dienste zu befehligen. Dies ärgert natürlich Bartimäus, dass Khaba ihn gerufen hat, erst recht, als er erfährt, das dieser Zauberer bereits sieben Dschinn in seiner magischen Gewalt hat und auch noch den Beinamen DER GRAUSAME trägt.

Bartimäus merkt aber recht schnell irgendwelche Ungereimtheiten mit seinem neuen Meister,  denn wer hat schon einen Schatten mit Eigenleben und was treibt dieser Zauberer immer wieder im Kellerverlies? So versucht Barti mit Humor und natürlich seinem gesundem Sarkasmus, den seltsamen Ungereimtheiten seines Meisters auf den Grund zu gehen.

Bei der Abwicklung eines Auftrages fliegt Barti durch die Wüste und trifft hier auf die erste Wächterin der Königin von Saba, die eigenwillige und sture Asmira. Diese hat den Auftrag von ihrer Königin bekommen, König Salomo zu töten, um seinen mächtigen magischen Ring zu stehlen. Dieser Ring verleiht Salomo große Kräfte, kann er mit dessen Hilfe einen gewaltigen Dämon heraufbeschwören. Asmira gelingt es, Bartimäus in ihre Dienste zu bekommen und zwingt ihn, mit ihr zusammen in den Palast Salomos einzubrechen, um ihren Auftrag auszuführen. Doch damit fangen die Probleme erst an.

Fazit:

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. In jedem Teil sind die Kapitel nach dem Namen der Person benannt, aus dessen Sichtweise erzählt wird. Den Hauptanteil haben natürlich unser Barti in der Ich-Form und diesmal Asmira. Weitere Erzähler wären noch Khaba und Salomo. Fehlen dürfen natürlich nicht die unzähligen Fußnoten, in denen Barti wie gewohnt seine schelmisch-witzigen, spitzzüngigen, aber auch wichtigen Informationen preisgibt. Auch gibt er hier wieder in seiner gewohnten Art die beliebten und aber teilweise auch beleidigenden Art Bemerkungen über das eine oder andere preis. Auch der Leser wird, wie immer, nicht verschont. Eben typisch Bartimäus.

Die einzelnen Protagonisten wurden von Jonathan Stroud wie immer klar gezeichnet und der Leser entwickelt bestimmt zu dem ein oder anderen eine besondere Beziehung. Meine besonderen Protagonisten waren, natürlich unser Hauptprotagonist Bartimäus mit seiner ungezügelten Zunge, immer einen coolen Spruch auf Lager, dann  Asmira als junge, treue, unbedachte und verbohrte sture Wächterin, welche blind und teilweise unbedacht die  Aufträge ihrer Königin erfüllt. Salomo, als König und Machthaber über Jerusalem, wurde im Prinzip als mächtiger, aber doch als hilfsloser und armer Machthaber beschrieben, der auch noch ein Geheimnis verbirgt. Khaba, der Grausame, ein machtbesessener  Zauberer,  mit einem interessanten Hintergrund, der aber seinem Beinnamen alle Ehre erweist.

Jonathan Stroud´s Schreibstil war, wie in den vorangegangenen Büchern auch, absolut fesselnd und begeisternd. Die Bücher lassen sich alle locker lesen und man vergisst die Zeit um sich herum. Zu erwähnen sei auch noch die am Anfang des Buches gemachte Auflistung über die Hauptcharakteren und die gezeichnete Karte von Israel, Saba und Umgebung 950 v. Chr. Das Coverbild des Buchumschlages ist, wie in den vorangegangenen Büchern auch, richtig passend und sehenswert.

Der Ring des Salomo ist spannend und vergnüglich. Es gibt Passagen, wo der Leser aus dem schmunzeln nicht mehr rauskommt und somit das Lesen zum Vergnügen wird. Ich hoffe, dass dieses großartige Buch nicht das letzte von Bartimäus und seinen Abenteuern sein wird, denn Bartimäus ist einfach unwiderleslich.

Copyright © 2011 by Walter Gasper

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