Der Schatz von Alunar

der-schatz-von-alunarMartina Dierks
Der Schatz von Alunar

Arena Verlag, Würzburg, 1/2009
HC, Kinderbuch, Fantasy 06296, 978-3-492-06296-9, 308/1295
Titelillustration von Frauke Schneider
www.arena-verlag.de

Die 1953 geborene Martina Dierks promovierte in Slawistik und Germanistik. Sie war lange Jahre als Übersetzerin tätig, ehe sie selbst anfing zu schreiben. Ab 1986 verfasste sie Texte für den Rundfunk, später Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. „Zauber der Johannisnacht“. Mit „Der Schatz von Alunar“ taucht sie noch weiter in die magischen Welten ein, die neben der unseren existieren.

Felix, Lisanne und Percy begegnen sich zum ersten Mal in einer Ferienhaussiedlung in einem Tal, in dem es nicht viel außer Natur gibt. Dass der Sommer nicht langweilig wird, verdanken sie einem Spiel, das sie eines Tages entdecken. Drei magische Würfel entzünden ihre Phantasie und lassen sie immer wieder neue Abenteuer erleben. Sie reisen in das geheimnisvolle Land ‚Alunar’, stellen sich unheimlichen Wesen, Gefahren und nicht zuletzt dem Bösen, das sie irgendwann in diesem Sommer besiegen. Das geht so über mehr als fünf Jahre.

Doch im sechsten scheint alles anders zu sein. Felix bemerkt, dass sich seine Spielkameraden verändert haben. Die beiden wollen nichts mehr von ihm und dem Spiel wissen. Sie halten ‚Alunar’ jetzt nur noch für Kinderkram.

Der Junge ist traurig und weiß nicht, was er tun soll. Doch da tritt eines Tages der geheimnisvolle Lamotte an ihn heran und bittet ihn um Hilfe. Er macht dem Jungen klar, dass ‚Alunar’ nicht nur in ihrer Phantasie existiert, sondern wirklich Bestand hat, wenn auch in einer anderen Realität. Nun ist diese Welt in Gefahr und bedarf der Hilfe, denn ein kostbarer Schatz ist geraubt worden.

Felix versteht nun, wie wichtig es ist, dass Lisanne und Percy noch einmal die Würfel ergreifen und mit ihm spielen. Deshalb bleibt er hartnäckig, bis sie mehr oder weniger unwillig zustimmen. Und damit beginnt ein Abenteuer, das sie so noch nicht erlebt haben, denn erstmals werden die ‚Weißnichtnixen’, die ‚Wampiggis’ und alle anderen magischen Wesen von ‚Alunar’ real – und damit auch die Gefahren, denen sie sich stellen müssen.

Drei Kinder erfinden Abenteuer in einem magischen Land, um sich die Zeit an einem abgelegenen Ferienort zu vertreiben – wer kennt das nicht selbst aus seiner Jugend? In einem bestimmten Alter sprüht die Phantasie und kann dabei helfen, die Lust nach Abenteuer zu befriedigen.

Doch dann kommt die Zeit, in der man sich von den Träumen der Kindheit abzuwenden beginnt. Damit beschäftigt sich auch dieses Buch. Felix ist der Einzige, der sich noch nicht verändert hat, umso schwerer fällt es ihm zu begreifen und zu akzeptieren, dass die anderen bereits einen Schritt weiter gemacht. Aber haben sie für sich die richtige Richtung eingeschlagen?

Das Abenteuer in ‚Alunar’, gibt ihnen noch einmal die Möglichkeit, darüber nachzudenken und zu sich zu kommen und etwas anderes zu bewahren: die Freundschaft, die schon so lange Bestand hat. Letztendlich vermittelt das Buch trotz aller magisch-phantastischer Geschehnisse eine Botschaft. Es ist wichtig, einige der Kinderträume in die Zeit des Erwachsenwerdens zu retten. Denn sonst verliert man eine Menge mehr von dem, was einem wichtig ist, wie die Protagonisten durch die Ereignisse in ‚Alunar’ zu erkennen lernen. Und manchmal können diese Träume ihnen auch dabei helfen, ihre jetzigen Wünsche besser umzusetzen.

Das alles ist in eine spannende und unterhaltsame Handlung gebettet, die zwar recht einfach gestrickt ist, aber gerade Kindern zwischen neun und zwölf Jahren viele Anregungen bietet. Es wimmelt von seltsamen Wesen und märchenhaften Begegnungen, und die Abenteuer sind auch nicht immer ohne. Trotzdem geht der Witz nicht verloren.

„Der Schatz von Alunar“ ist damit ein Buch für alle abenteuerlustigen Kinder und diejenigen, die sich noch die Träume der frühen Jahre bewahrt haben. (CS)

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